Schwingfest

21. September 2019 20:44; Akt: 21.09.2019 20:44 Print

«Sportschau» macht ESAF zur Meisterschaft

Das ESAF war auch bei der «Sportschau» in Deutschland Thema. Einige Schweizer reagieren kritisch – und mit einem Schmunzeln.

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Die deutsche Sportschau veröffentlichte am 27. August ein Video auf Facebook, indem der Schweizer Nationalsport erklärt wurde. «Allen, denen es beim Sumo-Ringen zu harmlos zugeht, empfehlen wird: Schwingen!», schreibt die «Sportschau» unter das Video. Sie bezeichnet das Eidgenössische Schwing und Älplerfest als Meisterschaft. In den Kommentaren weisen Schweizer Schwingfans auf die richtigen Begriffe hin. Einige Schweizer schmunzeln in den Kommentaren: Auch wenn die Schweiz nicht «monarchie-gewöhnt» sei, nenne man den Sieger König, schreibt ein Facebook-Nutzer. Das ESAF in Bildern: Mitarbeiter der Rettungsdienste im Einsatz am ESAF. 47 Rettungseinsätze mussten geleistet werden «Die Polizistinnen und Polizisten, die vom temporären Posten aus unterwegs waren, haben über das ganze Wochenende im Schnitt 25'000 Schritte oder rund 20 Kilometer pro Tag zurückgelegt», teilte die Zuger Polizei am Montag mit. Macht pro Polizist total beachtliche 60 ESAF-Kilometer. Der Rettungdienst Zug teilt mit: «Alle eingesetzten Mitarbeitenden lobten die Stimmung auf dem Festareal. Der Rettungsdienst ist mit dem Verlauf des Einsatzes sehr zufrieden.» Mit diesem Fahrzeug war die Feuerwehr auf dem Areal unterwegs. Am ESAF setzte die Zuger Polizei erstmals Dialogteams ein. «Die Teams wurden von sehr vielen Festbesuchern angesprochen und der Austausch war beidseitig sehr wertvoll.» Auf dem Festgelände herrscht gute Stimmung. Offenbar so gut, dass am Sonntagmittag der Weisswein ausgegangen war. Die Organisatoren konnten aber rasch für Nachschub sorgen. Eine Besucher haben es sich auf Liegestühlen gemütlich gemacht. Für andere tut es auch der Boden. In der Arena wird gefeiert Die Besucher lassen es sich gut gehen. En Guete! Beim Festakt am Sonntag ... ... waren für einmal keine Bösen in den Sägemehlringen anzutreffen. Alphornbläser beim Festakt am Sonntag. Auch eine Polizistin posiert für ein Foto. Das Fahnenschwingen gehört natürlich auch dazu. Die Hosen hängen noch ohne Sägemehl. Erfrischung muss sein. 17 Menschen mussten in der zweiten Partynacht ins Spital: Polizisten im Einsatz. (24. August 2019) Bild: Zuger Polizei In der Nähe des Festgeländes wurde ein Drohnen-Pilot am Samstag verzeigt. Er hatte sich nicht an die Vorschriften gehalten. Angespannt schauen hunderte Schwingfans im Public Viewing vor der Bossard Arena zu. Die Ruhe vor dem grossen Ansturm - am Samstag werden über 56'000 Zuschauer erwartet: Die Schwingerarena in Zug. (24. August 2019) Auch Bundespräsident Ueli Maurer ist vor Ort. Hier findet der traditionelle Fahnenempfangang der Verbandsfahne des Eidgenoessischen Schwinger Verband auf dem Landsgemeindeplatz in Zug statt. Der Festumzug anlässlich des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug, am Freitag, 23. August 2019. Am Festumzug nahmen über 1100 Zugerinnen und Zuger nahmen mit ihren Vereinen, Zünften und Harmoniemusiken teil. Die Fahnenschwinger der Zentralschweiz zeigen ihr Können am Festumzug. Da wo sonst Autos und Busse fahren, spazieren heute Kühe durch Zug. Stolz wird das Tier präsentiert. Der Umzug ist in vollem Gange. Hunderte Menschen warten auf den Umzug. Auch 20 Minuten ist vor Ort. Die Vorbereitungen für den Umzug um 14 Uhr laufen. Am Freitagvormittag ist das Festgelände des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests in Zug offiziell eröffnet worden. Die ersten Besucher sind eingetroffen. Um 13 Uhr folgt am Freitag der traditionelle Fahnenempfang auf dem Landsgemeindeplatz, eine Stunde später startet der grosse Umzug zum Festgelände in der Zuger Herti. Die Arena steht, die letzten Vorbereitungen laufen. Am Freitag beginnt in Zug das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2019. Rund zwei Monate dauerte der Aufbau der Arena. Gegen 3000 Tonnen Material wurden für die Arena verbaut. Zu Spitzenzeiten standen 300 Arbeiter im Einsatz. Auch auf dem Festgelände scheint alles bereit. Holz dominiert auf dem Festgelände. Mit viel Liebe haben ... ... die Helfer das Festgelände hergerichtet. Vieles ist schon bereit,so etwa Toilettenwagen, ... ... Sitzgelegenheiten für die Besucher ... ... oder die Wegweiser. Die vielen Verpflegungsstände sind natürlich auch schon aufgestellt. Letzte Vorbereitungen müssen noch gemacht werden – diese Kaffeemaschinen mussten noch an ihren Bestimmungsort gebracht werden. Mit schwerem Gerät ... ... sind die Arbeiter unterwegs. Hübsch hergerichtet ist das Festgelände. Direkt beim Festgelände: Ein Kreisel mit Esaf-Motiv. Die Zuger scheinen sich zu freuen: An diversen Balkonen hängen Flaggen. Wir wünschen allen Besuchern ein tolles Eidgenössisches! Zurich, Switzerland - August 5, 2017: Overview of Dock Midfield at Zurich International Airport. Various commercial airliners are parked at the gates.

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Ein Facebook-Post der deutschen «Sportschau» dürfte viele Schweizer zum Kopfschütteln verleitet haben. Das Video zeigt einige Ausschnitte des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests ESAF 2019 in Zug. Veröffentlicht hat die «Sportschau» den Post mit der Überschrift: «Allen, denen es beim Sumo-Ringen zu harmlos zugeht, empfehlen wir: Schwingen!»

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«Christian Stucki hat es geschafft.»

Nicht nur die Hintergrundmusik, die wie aus einem Thriller klingt, kann einen zum Schmunzeln bringen. Auch die befremdende Wortwahl der Deutschen macht so manchen Schweizer Facebook-User stutzig. «Christian Stucki hat es geschafft.» So beginnt das Video. Was später kommt, führt zu einigen verwunderten Kommentaren. Die vom WDR produzierte «Sportschau» schreibt weiter: «Er holt die Meisterschaft im Schweizer Traditionssport ‹Schwingen›.»

«Da stehen uns Schwingerfans ja alle Haare zu Berge»

Ein User kommentiert daraufhin: «Liebe Sportschau! Es heisst nicht die Meisterschaft, (...), sondern das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest.» Ein weiterer findet: «Meisterschaft trifft es nicht wirklich.» Und ein anderer User schreibt: «Da stehen uns Schwingerfans ja alle Haare zu Berge.»

«Warum müsst ihr hier irgendwelche Begriffe erfinden?»

Es wird unter anderem auch darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Gewinner des ESAF nicht um einen Meister handelt, sondern eben um den König und das «sogar in der ganz und gar nicht monarchie-gewöhnten Schweiz», wie ein User erklärt. Eine andere Userin scheint verärgert zu sein. Sie schreibt: «Warum müsst ihr hier irgendwelche Begriffe erfinden?» Ebenso wie: «War es zu schwer zu schreiben, dass der Stucki Christian beim ESAF zum Schwingerkönig gekrönt wurde?»

Die Deutschen meinen es nur gut.

Im Gegensatz zu einigen bemängelnden Kommentaren der Schweizer zieren mehrere positive Kommentare der Deutschen den Post. Diese schreiben zum Beispiel: «Am Ende gratuliert selbst der Verlierer dem Gewinner. Ganz grosser Sport.» Oder: «Ja, ich liebe die Schweizer. Kernige Burschen.»

(jab)