Regeln für Strassenmusik

14. Juni 2011 22:52; Akt: 14.06.2011 20:55 Print

Stadt «vergass» Entscheid

von Lena Berger - Weil sich viele Anwohner beschwert hatten, wollte die Stadt die Anzahl Auftritte für Strassenmusiker einschränken – daraus wird vorerst aber nichts.

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Für Strassenmusiker gelten auch künftig keine Einschränkungen. Foto: nop

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Ab 1. Juli sollten Musiker nur noch viermal pro Monat für die Passanten spielen dürfen. Dies teilte zumindest der Luzerner Stadtrat gestern Morgen mit. «Wir haben Beschwerden von Anwohnern bekommen», begründete Rico De Bona, Leiter Stadtraum und Veranstaltungen, die geplante Verschärfung.

Bei der SP sorgte die Ankündigung sogleich für rote Köpfe: Die Partei hatte erst im letzten Herbst im Stadtparlament erfolgreich gegen eine Begrenzung der Auftritte gekämpft. «Es ist schlicht unmöglich, dass ein parlamentarischer Entscheid so mir nichts dir nichts aufgehoben wird», ärgerte sich Fraktionschef Dominik Durrer. Auch die Grünen reagierten mit Unverständnis auf das Vorgehen des Stadt­rates. «Es kann nicht sein, dass einige Anrufe einen parlamentarischen Beschluss aufheben», so Fraktionschefin Edith Lanfranconi.

Wie sich auf Nachfrage bei der Stadt herausgestellt hat, ist der Entscheid des Parlaments bei der Verwaltung schlicht untergegangen. «Das war ein Fehler, für den ich mich entschuldige», sagte die zuständige Stadträtin Ursula Stämmer auf Anfrage. Über die verschärften Bestimmungen soll die Geschäftsprüfungskommission sofort informiert werden. Der Stadtrat werde dann nächste Woche neu entscheiden.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fizzi am 15.06.2011 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Macht es wie

    in Berlin. Da gibt es Plätze wo die spielen dürfen und sie müssen sich qualifizieren. Es kann nicht angehen, dass man auf Schritt und Tritt von diesen Musikern genervt wird von denen die meisten nichts von ihrem Instrument verstehen. In den meisten Fällen ist es nur getarntes Betteln.

  • Luzerner am 15.06.2011 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    Betteln und Hausieren ist doch verboten

    Diese sogenannten "Strasenmusikanten" kann man getrost aus der Stadt verbannen. Niemand wird die vermissen. Das ewige Gedudel geht einem spätestens nach 2 Minuten dermassen auf den Keks, dass nur die Flucht bleibt. Wenn Luzern eine Touristenstadt bleiben will, muss das Bettel- und Hausierverbot strikt umgesetzt werden.

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  • Kirchgänger, Luzern am 15.06.2011 00:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wann hört das auf?

    Einmal hiess es in Luzern "Betteln und Hausieren verboten". Versucht ein Eidgenosse 4m2 öffentlichen Boden (Trottoire) für den regulären Verkauf von Glace um den Lebensunterhalt zu verdienen, heisst es strickte NEIN. Aber die Bettler, vorallem auch Diejenigen Frauen und Kinder, die auf dem Vorplatz zum Eingang zur Hofkirche auf den Knien die die Kirche verlassen-den Kirchenbesucher anbetteln und den Weg versperren, indem sie sich ihnen vor die Füsse werfen, die sind gestattet. Selbst erlebt. Da stört sich keiner daran. Ist ja auch kein öffentlicher Grund.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Luzerner am 15.06.2011 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    Betteln und Hausieren ist doch verboten

    Diese sogenannten "Strasenmusikanten" kann man getrost aus der Stadt verbannen. Niemand wird die vermissen. Das ewige Gedudel geht einem spätestens nach 2 Minuten dermassen auf den Keks, dass nur die Flucht bleibt. Wenn Luzern eine Touristenstadt bleiben will, muss das Bettel- und Hausierverbot strikt umgesetzt werden.

    • Michel Werder am 19.06.2011 15:27 Report Diesen Beitrag melden

      Reine Kausalität

      Da bin ich nicht einverstanden. Ich kenne viele gute Strassenmusiker, die auch Musik am Konservatorium studiert haben. Von denen kommt aber keiner nach Luzern, da man hier erst ab 16:30 (legal) spielen kann, was nie und nimmer bis zu Ladenschliessungszeiten ausreicht, um ein vernünftiges Tageseinkommen zu erzielen. (Auch am Samstag ist es erst ab 16:30 erlaubt!) In Basel zum Beispiel, wo es immer erlaubt ist zu spielen, triffst du kaum Amateurmusiker an, da sie aufgrund der guten Konkurenz nichts verdienen. Basel wird von Klassicher Musik beherrscht. (Und ja, ich bin selbst Strassenmusiker)

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  • Fizzi am 15.06.2011 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Macht es wie

    in Berlin. Da gibt es Plätze wo die spielen dürfen und sie müssen sich qualifizieren. Es kann nicht angehen, dass man auf Schritt und Tritt von diesen Musikern genervt wird von denen die meisten nichts von ihrem Instrument verstehen. In den meisten Fällen ist es nur getarntes Betteln.

  • Kirchgänger, Luzern am 15.06.2011 00:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wann hört das auf?

    Einmal hiess es in Luzern "Betteln und Hausieren verboten". Versucht ein Eidgenosse 4m2 öffentlichen Boden (Trottoire) für den regulären Verkauf von Glace um den Lebensunterhalt zu verdienen, heisst es strickte NEIN. Aber die Bettler, vorallem auch Diejenigen Frauen und Kinder, die auf dem Vorplatz zum Eingang zur Hofkirche auf den Knien die die Kirche verlassen-den Kirchenbesucher anbetteln und den Weg versperren, indem sie sich ihnen vor die Füsse werfen, die sind gestattet. Selbst erlebt. Da stört sich keiner daran. Ist ja auch kein öffentlicher Grund.

    • Fusel_christus am 15.06.2011 11:13 Report Diesen Beitrag melden

      Nächstenliebe

      Wirklich sehr christliche Werte die du da Lebst... Erst also die "Frauen und Kinder" die vor Kirchen Betteln wegwischen... Betteln und Hausieren hat übrigens nichts mit dem Thema des Beitrages oder der Nationalität eines Menschen zu tun! Es geht hier um "MUSIKER" die für ihre Kunst einen milden Betrag von Passanten erhalten. Kann man als "Eidgenosse", seinen Lebensunterhalt mit Glace Verkauf verdienen ?

    • Oliver Frei am 15.06.2011 13:50 Report Diesen Beitrag melden

      Strassenmusik

      ..was hat das nun mit der Strassenmusik zu tun ?!? Da werden Leute bestraft, die einfach nur Musik machen wollen. Ich rede von denen die sich beleidigt fühlen, wenn man sie mit Geld belohnt, ich bin auch so einer - reine freude zur Musik. ..ich auf der Strasse gibt es genug lärm, ewige Baustellen, Verkehr.. und und und. Habe selber ja auch was gegen bettler, aber von denen ist hier nicht die Rede. Doch lasst uns Musiker die Freiheit. ;)

    • Alexander Müller am 16.06.2011 10:41 Report Diesen Beitrag melden

      Lieber Kirchgänger

      Für was gehst du dann in die Kirche? Um dein Gewissen vor den Taten ausserhalb der Kirche zu beruhigen? Während du vor und nach dem Kirchgang der Nächstenliebe ins Gesicht spuckst und arme Menschen verachtest, lauschst du drinnen den Geschichten Jesu, wie er sich um Arme gekümmert hat, sein Brot mit ihnen teilt und am Schluss für alle genug da ist. Christlich muss man vor allem im Leben sein!

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