Musik für jedermann

15. Juli 2014 17:11; Akt: 16.07.2014 09:32 Print

Stadt Luzern im Festivalfieber

Luzern verwandelt sich vom 18. bis 26. Juli in eine Musikstadt. Neben dem grossen Blue Balls Festival bietet das «KommDoch Festival» eine kleine Alternative.

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Die Bauarbeiten für das diesjährige Blue Balls Festival haben begonnen!

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Der Aufbau hat begonnen: Das Blue Balls Festival in Luzern steht vor der Tür. Das Gesicht des diesjährigen Festivals ist die 19-jährige schottische Newcomerin Nina Nesbitt (20 Minuten berichtete). Aber auch international bekannte Stars wie Rita Ora, Passenger, James Blunt oder Ed Sheeran kommen für ein Konzert nach Luzern. «Das Blue Balls Festival ist in den letzten 22 Jahren zu einem der grössten und renommiertesten Musik- und Kunst-Festivals der Schweiz geworden», schwärmen die Organisatoren. Dabei profitiert das Festival auch von der Lage rund ums Seebecken. «Die Atmosphäre zwischen dem KKL mit seiner hervorragenden Akustik, der Pavillon Open-Air-Bühne und den Late-Night-Shows im Hotel Schweizerhof ist einzigartig.»

Nicht nur Musikliebhaber kommen am Blue Balls auf ihre Kosten. Während neun Tagen werden auf den Bühnen vor dem KKL und dem Pavillon jeweils abends internationale und nationale Künstler einmalige Kunstwerke schaffen. Auch eine Foto-Expo des Modefotografen Ward Ivan Rafik gibt es. Täglich um 22 Uhr wird zudem der Film «Mistaken for Strangers» gezeigt. Der Film handelt vom Leben der Band The National und wurde vom Bruder des Leadsängers der Band produziert. Und zu allem gibts Essen fast aus der ganzen Welt.

«KommDoch» Festival als Alternative

Zur gleichen Zeit findet in Luzern das «KommDoch Festival» statt. In der Gewerbehalle und im St. Magdalena treten vor allem lokale Künstler auf. David Heizmann vom Verein für Frische Musik Luzern bezeichnet das Festival als die kleine, gemütliche Alternative zum Blue Balls Festival. Die Idee hatte Heizmann an einem Jazzfestival in Kopenhagen, wo in vielen Bars Konzerte gegeben wurden. Er und ein paar Freunde setzten daraufhin die Idee letztes Jahr das erste Mal in Luzern um. Der im letzten Jahr gegründete Verein besteht neben Heizmann aus anderen Studenten der Jazzschule. «Wir haben alle einen grossen Bezug zur Musik und in fast jeder Band, die am KommDoch spielen, gibt es jemanden, der an der Jazzschule studiert», so Heizmann. Man habe letztes Jahr zwar beim Blue Balls angefragt, ob man zusammenarbeiten wolle, dies sei dann aber nicht zu Stande gekommen.

Heizmann betonte, dass das Festival lokal bleiben solle, auch wenn die Konzerte letztes Jahr grossen Anklang gefunden hätten. Man wolle so auch die Musikszene in Luzern fördern: «Wir wollen keine Konkurrenz zum Blue Balls Festival darstellen, sondern viel mehr ein Alternativ-Programm für diejenigen bieten, die gerne neue Musik entdecken und es eher gemütlich mögen.»

(msa)