Zug

21. Mai 2012 21:43; Akt: 21.05.2012 21:50 Print

Stapi nimmt an Rundgang zu Multis teil

von Daniela Gigor - Ein neuer Rundgang durch Zug kritisiert die Rohstoffmultis. Der Stapi verlangt Fairness.

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Blick auf den Glencore-Hauptsitz in Baar. (Keystone)

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Es ist eine Stadtführung der besonderen Art: Am 29. Mai 2012 werden an einem neuen Zuger Stadtrundgang erstmals Geschichten und Fakten rund ums dicke Geschäft mit Rohstoffen vermittelt. «Wir möchten auf eine neue Art auf die Probleme mit dem Rohstoffhandel aufmerksam machen», sagt Andreas Hürlimann, Co-Präsident Alternative – die Grünen Zug. Sie organisieren die Führungen gemeinsam mit der Regionalgruppe Zentralschweiz der Erklärung von Bern. Der Rundgang führt unter anderem zu Transocean und Glencore.

Transocean geriet in die Schlagzeilen, weil deren Bohrplattform Deepwater Horizon im Sommer 2010 explodierte und in der Folge den Golf von Mexiko und die Küste des US-Staates Louisiana verpestete. Glencore International mit Sitz in Baar werden von Nichtregierungsorganisationen (NGO) und Hilfswerken immer wieder Umweltverschmutzungen, Menschenrechtsverletzungen und Steuermanipulationen vorgeworfen.

Zu den Rundgängen wollte sich Glencore-Sprecher Simon Buerk inhaltlich nicht äussern. Er sagte aber: «Wir stehen generell gerne mit NGOs in Kontakt, die sich für unser Business interessieren.»

Der Zuger Stadtpräsident Dolfi Müller findet diese Rundgänge interessant – er will eine Tour besuchen. «In der Stadt Zug ist Kritik möglich. Ich erwarte aber Fairness von den Rohstoffhändlern und deren Kritikern», sagt Müller.

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