Sessellift-Unglück

11. Februar 2020 18:10; Akt: 11.02.2020 18:10 Print

Stoos-Bahnen streichen nach Unfall Abendfahrten

Der Sessellift Stoos-Fronalpstock SZ ist wieder einsatzbereit. Der Betrieb wurde aber noch nicht wieder aufgenommen. Das Stoos-Team ist immer noch bestürzt.

20 Minuten war an der Unglücksstelle.
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Auf dem Fronalpstock SZ ist noch keine Ruhe eingekehrt. Am letzten Donnerstagabend löste sich ein Sessel der Stoos-Bahn vom Seil und stürzte zehn Meter in die Tiefe. Eine 33-jährige Frau und ein 40-jähriger Mann erlitten dabei lebensbedrohliche Verletzungen. Zwei Männer im Alter von 33 und 38 Jahren wurden erheblich verletzt. Die Betroffenen waren im Rahmen eines Firmenausflugs von Lindt & Sprüngli im Ski-Gebiet; die Spezialfahrt fand kurz nach 22 Uhr statt.

Der Marketingleiter der Stoos-Bahnen, Ivan Steiner, sagte am Dienstag auf Anfrage: «Das Thema beschäftigt das ganze Team und wir sind alle noch sehr bestürzt. Wir brauchen nun Zeit um diesen schweren Zwischenfall zu verarbeiten.» Zur Unterstützung und Betreuung der Betroffenen im Stoos-Bahn-Team ist auch ein Care-Team im Einsatz.

Bahnen wieder betriebsbereit

Die Seilbahn sei wieder vollständig instand gesetzt worden und sei seit dem Wochenende auch wieder betriebsbereit, so Steiner. Auch die Sust hat den Betrieb wieder freigegeben. Aufgrund des Sturms Sabine war die Bahn aber noch bis am Dienstag geschlossen, danach soll der Betrieb der oberen Sektion der Seilbahn wieder aufgenommen werden.

Dies gilt jedoch nur für den Normalbetrieb am Tag: «Die Abendfahrten werden bis auf weiteres nicht durchgeführt», teilt Steiner mit. Es seien noch Untersuchungen in Gang, ob und wann der Betrieb am Abend wieder aufgenommen werden könne. «Wir wollen diese Abklärungen abwarten, bevor wir unser weiteres Vorgehen festlegen können», sagt Steiner.

Die Kantonspolizei Schwyz teilte gegenüber 20 Minuten mit, dass sich die beiden erheblich Verletzten auf dem Weg zur Besserung befinden. Die zwei Männer, die sich nach dem Unfall in Lebensgefahr befanden, stünden aber immer noch unter intensiver medizinischer Betreuung. Steiner sagt: «Für das ganze Stoos-Team ist es das absolut Wichtigste, dass alle vom Unfall betroffenen Personen vollständig genesen können.»

(nke)