Zug

01. Dezember 2017 19:41; Akt: 01.12.2017 19:41 Print

Strandbad soll dank Oeschwiese wachsen

Das Strandbad in Zug soll mit der Oeschwiese erweitert werden. Die Stadt hat die formelle Enteignung eingeleitet, weil man sich mit dem Grundeigentümer auf keinen Kaufpreis einigen konnte.

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Das Strandbad könnte mit der Oeschwiese (hellgrün) um mehr als die doppelte Fläche anwachsen. (Bild: Andreas Busslinger )

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Das Zuger Strandbad platzt schon seit einigen Jahren aus allen Nähten, wie die Stadt Zug am Freitag mitteilte. Bei der Ortsplanungsrevision von 2009 liess der Stadtrat deshalb die rund 9500 Quadratmeter grosse Oeschwiese am See in der Zone des öffentlichen Interesses, um das Strandbad am Chamer Fussweg erweitern zu können.

Die Grundeigentümer reichten gegen diese Zonierung zuerst beim Regierungsrat, dann beim Verwaltungs- und schliesslich beim Bundesgericht Beschwerde ein. Das Bundesgericht wies diese Beschwerde im März 2015 als letzte Instanz ab.

Verhandlungen ohne Ergebnis

Die Stadt nahm darauf Verhandlungen über einen Verkauf mit den Grundeigentümern auf. Diese verliefen aber ergebnislos. Der Zuger Stadtrat hat deshalb nun bei der Schätzungskommission des Kantons Zug um die Einleitung eines Enteignungsverfahrens gebeten. Das Begehren betrifft die Wiese und das vor dem Grundstück im See stehende Boots- und Badehaus.

Mit der Oeschwiese kann die Fläche des bestehenden Strandbads mehr als verdoppelt werden. Ein möglichst grosser Teil soll die Bevölkerung das ganze Jahr über zur Naherholung nutzen können. Zudem soll der Seeuferweg bis zum Chamer Fussweg verlängert werden. So entsteht laut Mitteilung eine durchgehende, attraktive Fussgängerverbindung vom Landsgemeindeplatz bis zu den Naturschutzgebieten im Choller.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Zuger am 01.12.2017 21:47 Report Diesen Beitrag melden

    Nä-näi!

    Geht gar nicht!!!!! Enteignung... In welchem Jahr leben wir denn genau?

    einklappen einklappen
  • Zuger am 01.12.2017 22:22 Report Diesen Beitrag melden

    Skandal

    Eine riesen Frechheit. Der Bauer wollte ein bisschen Natur behalten und wies Mio. Angebote ab und jetzt... Die Politiker enteignen ihn und geben ein paar 100'000Fr. Frechheit

  • jamal said am 02.12.2017 10:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ohnmacht

    Das hinterlässt ein Gefühl der Ohnmacht - als Zuger schämt man sich für ein solches Vorgehen

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rw am 04.12.2017 18:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo klemmt es

    Es muss doch möglich sein einen angemessenen Preis zu bezahlen, und damit auch dem allgemeinen Bedürfnis gerecht zu werden

  • Der Inquisitor am 03.12.2017 18:51 Report Diesen Beitrag melden

    Fleischberg

    Mehr als ein unerwünschter Fleischberg wird mit einer Erweiterung nicht produziert. Vor allem wenn man dann sieht, was da badet... Und der See freut sich auch über jeden "Hosenseicher" sowie die mit Unterhosen badenden "Gäste"... Dass für so etwas eine Enteignung überhaupt in Betracht gezogen wird, entspricht nicht den Schweizerischen Gepflogenheiten, im Gegenteil. So wähnen wir uns bald in russischen Verhältnissen.

  • Josef am 03.12.2017 15:56 Report Diesen Beitrag melden

    Häuser abreissen statt Unbebautes Land.

    Man hätte besser auf der rechten Seite des Strandbades ein paar Häuser abgerissen.

  • Ein Leser am 03.12.2017 14:21 Report Diesen Beitrag melden

    Angst vor Enteignung?

    Man kann nicht einfach grundlos enteignen. Es muss sich sonst bald jeder Sorgen machen, das man ihn enteignet.

  • Urzuger am 03.12.2017 08:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geld regiert

    Sind wir doch einfach glücklich, dass keine neue Blockbilla darauf gebaut wird! Zug ist in den letzten 20 Jahren nicht schöner, lieblicher oder gar sympatischer geworden. Wir trifften in eine anonyme, egoistische Betonwüste ab. Geld ist da, geht aber auch wieder, so schnell wie es gekommen ist. Menschlichkeit und das Miteinander ist schwieriger geworden. Die Enwurzelung der Leute spürbar. Die Globaliesierung hat auch Schattenseiten.