Zu wenig Konzerte

15. Dezember 2011 22:59; Akt: 15.12.2011 22:12 Print

Südpol setzt neu auf Badminton

von Lena Berger - Der Südpol findet kaum Bands für den viel zu grossen Konzertsaal. Im Januar werden dort stattdessen Badminton-Indoorfelder eingerichtet – auch längerfristig wird nach Alternativen gesucht.

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Der Konzertsaal ist laut Musikchef Fabian Fuchs für lokale Bands zu gross. (Foto: nop)

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Das Kulturhaus Südpol in Kriens kommt als Konzert-Location nicht recht vom Fleck. Von der alternativen Kulturszene, für die der Bau von der Stadt Luzern 2008 als Ersatz für die abgerissene Boa aufgestellt wurde, wird er verschmäht. Nebst der peripheren Lage kämpfen die Verantwortlichen auch mit der Grösse des Konzertsaals: «Es ist praktisch unmöglich, geeignete Bands für diese Lokalität zu finden», sagt Südpol-Musikchef Fabian Fuchs. Für unbekannte Bands sei er zu gross und kommerziell erfolgreiche Acts entsprächen nicht der Ausrichtung des Südpols. Man sei daher immer auf der Suche nach Alternativen. «Weil im Januar generell Konzertflaute herrscht, stellen wir vom 11. bis am 27. Januar zwei Indoor-Badmintonfelder auf», so Fuchs. Längerfristig sei eine vielseitigere Nutzung geplant: So würden vermehrt Sportveranstaltungen, Firmenanlässe oder externe Vermietungen zum Thema.

Ist die Konzerthalle also eine Fehlplanung? «Überhaupt nicht», sagt die städtische Kulturchefin Rosie Bitterli gestern auf Anfrage. Von Auslastungsproblemen wisse sie nichts. «Sollte dem aber so sein, gehe ich davon aus, dass die Verantwortlichen mit mir das Gespräch suchen würden.» Dass der Saal vielfältig genutzt werde, fände sie begrüssenswert.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Samuel Jost am 16.12.2011 01:40 Report Diesen Beitrag melden

    Rosie Bitterli nur Kultur für Reiche

    Rosie Bitterli ist nicht mehr tragbar. Sie versucht gezielt die alternative Kultur zu unterbinden

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