Luzern

16. März 2011 23:17; Akt: 16.03.2011 21:22 Print

Therapie anstatt Haftstrafe für Bierkrugschläger

von Lena Berger - Weil er mit einem Bierkrug auf einen Mann eingeschlagen und ihn fast getötet hatte, stand ein 22-Jähriger am Mittwoch vor dem Kriminalgericht Luzern. Er kann auf eine letzte Chance hoffen.

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Die Vorwürfe, die dem schüchtern wirkenden Jungen gemacht werden, sind happig: 2008 soll er mit solcher Wucht mit einem Bierhumpen auf einen Mann eingeschlagen haben, dass das Glas an dessen Hinterkopf zerbrach. Mit dem zersplitterten Glas habe der 22-Jährige dann weiter auf sein Opfer eingedroschen – eine Schnittverletzung nur Zentimeter neben der Halsschlagader war die Folge. Bei seiner Festnahme leistete der stark alkoholisierte Angeklagte massiven Widerstand. Tags darauf, nur Stunden nach seiner Entlassung, überfiel er – erneut betrunken – zusammen mit drei Kollegen einen Mann.

Die Staatsanwaltschaft fordert wegen versuchter vorsätzlicher Tötung und diverser anderer Delikte eine Freiheitsstrafe von 4,5 Jahren. Die Verteidigung bezweifelt, dass der Bierkrug eine geeignete Waffe gewesen sei, um den Tod herbeizuführen, und forderte deshalb, den Berufsmaturanden wegen einfacher Körperverletzung zu verurteilen. Verteidigerin Rita Gettkowski beantragte zudem, dass die Strafe zugunsten einer Therapie aufgeschoben wird. Fruchtet diese, würde die Strafe nicht vollzogen. Ob die Opfer damit einverstanden wären? «Das kommt darauf an, was für die Opfer wichtiger ist: dass der Täter büsst oder dass so etwas nicht wieder passiert», so Gettkowski nach der Verhandlung. Das Urteil wird in den nächsten Tagen erwartet.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Max Räber am 19.03.2011 10:06 Report Diesen Beitrag melden

    goldene Uhr

    will er noch eine goldene Uhr daszu?

  • Linker am 17.03.2011 10:33 Report Diesen Beitrag melden

    Verständnis

    Der arme Mann! Er war betrunken - ich bitte das zu berücksichtigen. Eine Therapie ohne Vollzug der Strafe wäre hier das Richtige - insbesondere unter Berücksichtigung der hierzulande angewendeten knallharten Strafjustiz...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Max Räber am 19.03.2011 10:06 Report Diesen Beitrag melden

    goldene Uhr

    will er noch eine goldene Uhr daszu?

  • Linker am 17.03.2011 10:33 Report Diesen Beitrag melden

    Verständnis

    Der arme Mann! Er war betrunken - ich bitte das zu berücksichtigen. Eine Therapie ohne Vollzug der Strafe wäre hier das Richtige - insbesondere unter Berücksichtigung der hierzulande angewendeten knallharten Strafjustiz...

    • Boris Macek am 17.03.2011 13:50 Report Diesen Beitrag melden

      Unglücklicher Titel

      Das ist die Forderung der Verteidigung. Die Staatsanwaltschaft fordert 4.5 Jahre Freiheitsstrafe. Das Urteil ist noch nicht bekanntgegeben. Warten wir mal ab. Der Titel des Artikels ist sehr irreführend, finde ich!

    • Blaues Kreuz am 18.03.2011 06:15 Report Diesen Beitrag melden

      Der Arme

      Auf jeden Fall Alkoholverbot! wer sich nicht im Griff hat, soll dafür bezahlen. Vor allem wenn er es gleich wieder macht, ist dies doch deutlich ein Zeichen von unbelehrbarkeit und Ignoranz gegenüber seiner Umwelt

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