A8 in Obwalden

12. März 2014 11:14; Akt: 12.03.2014 14:56 Print

Todesstrecke soll entschärft werden

Auf der A8 zwischen Sarnen und Alpnachstad kommt es immer wieder zu schlimmen Unfällen – jetzt stellt der Bund verschiedene Massnahmen vor, die das verhindern sollen.

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Auf der A8 gab es schon einige Unfälle mit Todesfolgen (Archivbild). (Bild: Kapo OW)

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Der Obwaldner Regierungsrat und das Parlament haben 2013 vom Bund gefordert, dass die Sicherheit auf der sechs Kilometer langen Autostrasse zwischen Sarnen und Alpnachstad verbessert werden soll. Anlass dazu waren zwei Unfälle mit vier Todesopfern (20 Minuten berichtete).

Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat am Mittwoch nun über die sofortigen und längerfristig möglichen Massnahmen informiert. Mit diesen solle die leicht überdurchschnittliche Unfallschwere reduziert werden, sagte Astra-Sprecherin Esther Widmer auf Anfrage.

Doppelte Sicherheitslinie

Um Frontalkollisionen zu vermeiden, wird noch in diesem Jahr zwischen Sarnen Nord und Alpnachstad die Signalisation verbessert. So werden bei den Einfahrten Richtungspfeiler am Boden markiert. Dort, wo es eine doppelte Sicherheitslinie gibt, wird eine Rüttelmarkierung angebracht.

2015 werden die Massnahmen gegen Frontalkollisionen ausgebaut. Vorgesehen ist ein durchgehendes Überholverbot, das mit doppelter Sicherheitslinie mit Rüttelmarkierung markiert wird. Zudem werden am Mittelstreifen Plastikbaken angebracht.

Später ist ein Ausbau der A8 zu einer richtungsgetrennten, je einstreifigen Autobahn mit Pannenstreifen möglich. Dazu muss die Strasse aber um mehrere Meter verbreitert werden. Die Planung dazu werde aufgenommen, teilte das Astra mit, doch sei bei diesem Vorhaben ein öffentliches Auflageprojekt nötig.

Im Zeitraum von Mai 2007 bis November 2011, den das Astra untersucht hat, ereigneten sich auf dem A8-Abschnitt 23 Unfälle mit drei Todesopfern. Bei 13 der 23 Unfälle kam es zu Kollisionen oder Beinahekollisionen im Gegenverkehr.

(sda)