14. April 2005 13:29; Akt: 14.04.2005 13:30 Print

Torf aus Neuheim regeneriert Zuger Moore

Beim Kiesabbau sind in Neuheim rund 2000 Kubikmeter Torf zum Vorschein gekommen.

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Er wird nun eingesetzt, um beeinträchtigte Hochmoore im Kanton Zug zu regenerieren.

Laut einer Mitteilung der Zuger Baudirektion vom Donnerstag wurde der Torf bei der Erweiterung des Kiesabbaugebiets der Sand AG in Neuheim entdeckt. In der Mulde zwischen Moränenhügeln hatte sich seit dem Ende der letzten Eiszeit vor rund 12 000 Jahren ein kleines Hochmoor mit einer zwei Meter dicken Torfschicht gebildet.

Zwar war nach der Besiedlung der Region im Moor regelmässig Torf gestochen worden, und die Moorvegetation verschwand fast vollständig. Doch ein Rest von rund 2000 Kubikmetern Torf blieb zurück und kam nun bei den Kiesabbauarbeiten zum Vorschein.

Der Torf weckte das Interesse des Amts für Raumplanung, das seit Jahren ein Programm zur Regeneration von Mooren verfolgt. Dabei werden Entwässerungsgräben mit Holzbrettern eingestaut und unter anderem mit Torf gefüllt. Diese Methode wurde laut der Mitteilung bereits mehrfach mit Erfolg angewendet.

(sda)