Luzern

07. Februar 2018 17:27; Akt: 07.02.2018 19:32 Print

Trickbetrüger nehmen Beizen ins Visier

Just vor der Fasnacht warnt ein Beizer vor Trickbetrügern. Sie versuchen, das Personal abzulenken und durch Verwirrung Geld zu ergaunern.

Sämi Gallati von der Meyer Kulturbeiz erklärt die Masche der Betrüger (Video: tk)
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«Liebe Gastrofreunde: Augen auf – Trickbetrüger sind unterwegs», schreiben die Betreiber der Meyer Kulturbeiz auf Facebook. Am Dienstag versuchten die Betrüger dort Geld zu ergaunern. Die Masche: Die Betrüger bestellen im Gastrolokal etwas. «Der Mann wollte mit einer Hunderternote bezahlen. Als ich das Rückgeld heraussuchte, legte er auch noch einen Fünfliber hin», sagt Sämi Gallati, der in der Kulturbeiz arbeitet. In der Zwischenzeit habe der Mann weitergesprochen und die Geldnote wieder verschwinden lassen.

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«Es geht darum, Verwirrung zu stiften», sagt Gallati. Als er bemerkte, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt, habe er umso mehr darauf beharrt, die Hunderternote zu erhalten. Der Mann hingegen habe aber zunächst darauf bestanden, dass er die Hunderternote schon überreicht habe. Danach habe der Mann sich kurz umgesehen und die Geldnote vom Boden aufgehoben. «Es behauptete, dass sie auf den Boden gefallen war.»

«Wenn es zu spät ist, kann man es fast nicht mehr beweisen»

«Man muss sehr gut aufpassen», sagt Gallati. Die Betrüger würden sehr sicher auftreten. Oft seien Betrüger sehr zuvorkommend und freundlich, bevor sie die Masche ausprobieren. «Sie wollen sympathisch wirken. Danach fällt es einem schon schwieriger, sich zu wehren, wenn man den Betrugsversuch bemerkt.» Vor einigen Jahren sei er auch schon auf den Trick hereingefallen. «Wenn es zu spät ist, kann man es fast nicht mehr beweisen, wenn der Gast darauf beharrt, dass er bezahlt habe», sagt er.

Im Meyer habe man nun das Personal sensibilisiert. «Sowieso muss man bei grossen Noten immer aufpassen.» Die Betreiber der Kulturbeiz wollen nun andere Lokale vor der Masche warnen. «Das ist ein Thema unter den Gastronomen», sagt Gallati. «Jetzt, wo bald die Fasnacht startet und alles etwas hektischer und unübersichtlicher zugeht, muss man umso mehr aufpassen.» Er habe es auch schon erlebt, dass Betrüger in dieser Zeit versuchen, mit Falschgeld zu bezahlen. «Sie wissen ganz genau, wann sie es am ehesten versuchen können.»

Ähnliche Fälle kennt man in Luzern bereits: Erst im vergangenen Dezember hatte die Luzerner Polizei vier Betrüger dingfest gemacht, die versucht hatten, das Personal durch Ablenkung zu verwirren und Geld zu stehlen.

(gwa)