Luzern

11. Dezember 2011 22:59; Akt: 11.12.2011 21:34 Print

Ultras schweigen weiter – Lösung ist nicht in Sicht

von Matthias Giordano - Keine Fahnen, keine Transparente, und die Fans demonstrieren weiter: Für den FCL ist die Lage sehr angespannt.

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Die Swissporarena am Sonntag: Stumme Fans auf den Stehplätzen und weder Fahnen noch Transparente. (Foto: mgi)

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Es war das Spiel eins nach dem angekündigten schweizweit einzigartigen Fahnen- und Transparente-Verbot in der Swissporarena. Statt wehenden blauweissen Fahnen, kreativen Choreografien und lauten Gesängen herrschte auf den Stehplätzen gestern demons­trativ eiserne Stille. Überraschend war, dass plötzlich die sonst eher ruhigen Sitzplatz­besucher lauthals Stimmung machten. «Jetzt müssen wir eben die Mannschaft ein bisschen mehr anfeuern», sagte Markus Koller (49), der von der Gegentribüne aus das Spiel verfolgte. Den Protest der Ul­tras könne er nicht verstehen: «Mit ihrem Schweigen machen sie ihre Fankultur kaputt.»

Auch Fans vom Stehplatzsektor sehen dies ähnlich. «Die Ultras müssen einsehen, dass es zu gefährlich ist, wenn Betrunkene mit Pyros in den Rängen zünden», sagte etwa der ­Luzerner Lukas Chapchal (32). Selbst der Abschied von Kapitän Hakan Yakin ging lau über die Bühne. «Wir hätten Haki mit einer schönen Choreo verabschieden wollen, aber das ging halt nicht mehr», so ein etwas enttäuschter USL-Fan.

«Schade», findet auch der Sicherheitsverantwortliche Mike Hauser, «aber das ist der Preis für ihre Provokationen.» Die Lage sei weiter angespannt, und eine Lösung sei noch nicht in Sicht.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beruhigter Fussballfan am 12.12.2011 12:24 Report Diesen Beitrag melden

    FCL-Vorstand muss jetzt stark bleiben

    Diese sogenannten "Fans" haben gar nichts begriffen. Der FCL geht mit dem guten Beispiel voran und verbietet den ganzen Unsinn von Fahnen, Pyros und anderem Müll. Man kann auch für seinen Club fanen ohne Stangen. Früher ging es auch mit einem Fanschal und Hut. Hoffentlich macht jetzt der SFV Nägel mit Köpfen und setzt das FCL-verbot in der ganzen Schweiz durch. Nur so werden die Stadien wieder sicher und solche Unfälle wie in Thun werden verhindert. Wer ohne diesen Unsinn nicht fanen will oder kann, soll doch zu Hause bleiben und den Platz den vernünftigen Fans überlassen.

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  • 1901 am 13.12.2011 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    Anhänger

    Ich bin schon seit Jahren Anhänger des FCL. Jedes Heimspiel stand ich im Stehsektor, wo die Stimmung einfach nur toll war. Doch das werde ich wohl in Zikunft nicht mehr tun. Lieber Stierli: Wer seine Fans bekämpft, bekämpft die Seele des Vereins

  • Peter Koller am 12.12.2011 17:21 Report Diesen Beitrag melden

    Solche "Fans" braucht der FCL nicht!

    Was sind das für "Fans", welche Menschen mit ihren Pyros verletzen oder schwerste Verletzungen (Verbrennungen 3. Grades bei über 1'000 Grad) in Kauf nehmen. Auf solche "Fans" kann der FCL getrost verzichten! Solche "Fans" sollen lieber zu Hause bleiben. Solche "Fans" braucht der Fussball-Sport überhaupt nicht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • 1901 am 13.12.2011 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    Anhänger

    Ich bin schon seit Jahren Anhänger des FCL. Jedes Heimspiel stand ich im Stehsektor, wo die Stimmung einfach nur toll war. Doch das werde ich wohl in Zikunft nicht mehr tun. Lieber Stierli: Wer seine Fans bekämpft, bekämpft die Seele des Vereins

  • contrast am 12.12.2011 19:22 Report Diesen Beitrag melden

    ohne Choreos - ohne Fahnen - na ja?

    keine Pyros - unbedingt. keine Fahnen - keine Choreos : nein! geht das eine ohne das andere nicht, wirklich nicht....

  • Andreas Durrer am 12.12.2011 18:24 Report Diesen Beitrag melden

    Fanenverbot rechtens...

    ...Nicht weil Fahnen gefährlich sind, sondern weil diese immer wieder als "Umkleidekabine" gedient haben. Im Schutz der Fahnen kurz vermummt, Pyro gezündet und anschliessend wieder demaskiert. Und wenn die Fankultur darin besteht, Straftäter zu schützen, dann ist diese Kultur wohl ziemlich kreativlos. Schade, wenn das immer noch nicht begriffen wird. Kein Fan stellt dabei in Frage, weshalb Gasgrills logischerweise in Zuschauerrängen verboten sind, dabei wird ein Gasgrill gerade mal 350°C heiss und keine 1'000°C wie eine Pyrofakel.

  • Peter Koller am 12.12.2011 17:21 Report Diesen Beitrag melden

    Solche "Fans" braucht der FCL nicht!

    Was sind das für "Fans", welche Menschen mit ihren Pyros verletzen oder schwerste Verletzungen (Verbrennungen 3. Grades bei über 1'000 Grad) in Kauf nehmen. Auf solche "Fans" kann der FCL getrost verzichten! Solche "Fans" sollen lieber zu Hause bleiben. Solche "Fans" braucht der Fussball-Sport überhaupt nicht.

  • Beruhigter Fussballfan am 12.12.2011 12:24 Report Diesen Beitrag melden

    FCL-Vorstand muss jetzt stark bleiben

    Diese sogenannten "Fans" haben gar nichts begriffen. Der FCL geht mit dem guten Beispiel voran und verbietet den ganzen Unsinn von Fahnen, Pyros und anderem Müll. Man kann auch für seinen Club fanen ohne Stangen. Früher ging es auch mit einem Fanschal und Hut. Hoffentlich macht jetzt der SFV Nägel mit Köpfen und setzt das FCL-verbot in der ganzen Schweiz durch. Nur so werden die Stadien wieder sicher und solche Unfälle wie in Thun werden verhindert. Wer ohne diesen Unsinn nicht fanen will oder kann, soll doch zu Hause bleiben und den Platz den vernünftigen Fans überlassen.

    • Differenzierter Fussballfan am 12.12.2011 16:31 Report Diesen Beitrag melden

      Unfall?

      Welcher Unfall? Ist in Thun irgendwer zu Schaden gekommen?

    • Sogenannter Luzerner Fan am 12.12.2011 17:48 Report Diesen Beitrag melden

      Solidarität zeigen!

      traurig das ein präsident so was seinen treusten fans antun kann. Jedoch super, die starke solidarität der Fans Fankultur erhalte anstatt üsi Kurve spalte.

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