Hergiswaldstrasse

28. Juli 2014 17:05; Akt: 28.07.2014 17:05 Print

Umsatzeinbussen wegen Strassensperrung

Seit dem Unwetter vom 14. Juli ist die Hergiswaldstrasse in Kriens gesperrt. Darum bleiben die Restaurant- und Hotelgäste im Eigenthal aus.

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Die verschüttete Hergiswaldstrasse bleibt weiterhin gesperrt. (Bild: zVg)

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Die Hergiswaldstrasse wurde beim grossen Unwetter vom Montag, 14. Juli, zwischen der Hergiswaldbrücke und dem Forsthof Stalden an fünf Stellen durch Erdrutsche verschüttet. Zwar ist Hergiswald weiterhin über die Strasse via Malters/Schwarzenberg zu erreichen, dennoch beklagen Restaurant- und Hotel-Besitzer im Gebiet hohe Umsatzeinbussen.

50 Prozent weniger Gewinn

Bruno Bühler vom Restaurant Hergiswald sagt gegenüber 20 Minuten, dass vor allem die Geschäftsleute am Mittag fehlen. Der Umweg über Malters sei einfach zu zeitintensiv. Zudem habe man im Juli 2014 rund die Hälfte weniger eingenommen als im Vorjahr.

Auch der Eigenthalerhof hat verglichen mit dem Monat Juni weniger als die Hälfte des Gewinns erzielt. «Die Stammgäste kommen zwar noch, aber davon lebt das Geschäft nicht ausschliesslich», sagt Peter Bühler-Thurnherr. Der Eigenthalerhof-Buure-Brunch am 1. August soll aber trotzdem stattfinden, obwohl man weniger Anmeldungen als letztes Jahr habe.

Kreative Lockmittel

Es fehlt jedoch nicht an kreativen Einfällen seitens der Gastwirte, um die Durststrecke zu überbrücken: Im Restaurant Hergiswald etwa gibt es einen Gratis-«Umweg-Kaffee» für jene, die den weiten Weg auf sich nehmen. Im Hotel Restaurant Hammer habe man grössere Auslagen, weil den Gästen vermehrt Taxis angeboten würden. Man spüre deutlich, dass weniger Gäste den zehn Kilometer längeren Weg in Kauf nehmen wollen.

Bruno Bühler vom Restaurant Hergiswald, der mit einem Arbeiter vor Ort sprechen konnte, hat allerdings schlechte Neuigkeiten: Der Arbeiter habe gesagt, dass die Strasse vermutlich nicht bis am kommenden Wochenende bereit sei für eine Öffnung. Man müsse zuerst noch Abklärungen machen, wie der Hang oberhalb der Strasse gesichert werden könne. «Für uns wird es langsam eng, weil wir die Löhne bezahlen müssen», sagt Bühler weiter.

Bühler-Thurnherr vom Eigenthalerhof hofft währenddessen, dass die Strasse möglichst bald wieder für den Verkehr geöffnet werden kann: «Schliesslich haben wir hier so schöne Wanderwege und eine tolle Aussicht auf den Pilatus! Es wäre schade, wenn weiterhin nur so Wenige zu uns kommen würden.»

(msa)