ÖV Luzern

25. Juli 2014 08:58; Akt: 25.07.2014 08:58 Print

VBL wehren sich gegen Sparmassnahmen

Rund 10 Millionen Franken muss der ÖV von 2015 bis 2017 sparen. Die VBL und weitere Unternehmen wehren sich nun gegen das geplante Sparpaket: Die Einsparungen seien verheerend.

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Das geplante Sparpaket könnte die Verlängerung der Linie 1 um zwei Jahre verzögern. (Bild: 20 Minuten/gwa)

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Das angekündigte Sparpaket «Leistungen und Strukturen II» des Regierungsrats sorgt bei den Transportunternehmen für rote Köpfe: Zwar hat man Verständnis dafür, dass angesichts der finanziellen Lage des Kantons auch der ÖV sparen muss. Aber: «Der Umfang der verlangten Einsparungen ist jedoch verheerend», teilten die VBL am Donnerstag mit. Mit den Abbaumassnahmen werde die bisherige Aufbauarbeit grundsätzlich in Frage gestellt. Langfristig könne man eine Steigerung des ÖV-Angebots um bis zu 40 Prozent nicht erreichen – so stark soll die Mobilitätsnachfrage bis ins Jahr 2030 ansteigen.

Die VBL haben ihre Hausaufgaben in den letzten Jahren gemacht: «Trotz Angebotsausbau konnte in den Jahren 2009 bis 2013 der durchschnittliche Kostendeckungsgrad bei VBL sukzessive erhöht werden», teilte das Unternehmen mit. Während das Unternehmen 2003 noch von der öffentlichen Hand mit 75 Rappen pro Passagier abgegolten wurde, ist diese Zahl bis ins Jahr 2013 auf 49 Rappen pro Passagier gesunken. 23,5 Millionen Franken erhielt das Unternehmen 2013 – 2,3 Millionen Franken weniger als im Vorjahr.

Kantonsrat entscheidet im Herbst

Ob der ÖV von 2015 bis 2017 tatsächlich rund 10 Millionen sparen muss, ist derzeit noch unklar: Der Kantonsrat wird im kommenden Herbst darüber entscheiden, wie viel Geld eingespart werden soll und welche Bereiche wie stark betroffen sind. Bereits jetzt fordern die VBL aber den Regierungsrat auf, die geplanten Massnahmen «kritisch zu reflektieren» und bieten ein Gespräch am runden Tisch an.

Bereits am Dienstag warnten die VBL vor dem geplanten Sparpaket: Dieses könne die Einführung der Tangentiallinie Kriens-Emmenbrücke und die Verlängerung der Linie 1 bis zum Bahnhof Ebikon um rund zwei Jahre verzögern.

(gwa)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Midnight am 25.07.2014 09:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffnungslos

    Solange viel Geld völlig Sinnlos zum Fenster raus geworfen wird (z.B. Die viel zu teure Sanierung der Langensandbrücke), wird jede Sparmasdnahme in Luzern ihr Ziel verfehlen!

  • Manuel am 25.07.2014 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Steuern

    Das Problem des Kantons Luzern ist, dass er staendig mit den Steuern runter geht, insbesondere fuer Firmen, und sich damit selber ruiniert. Dann wird halt einfach beim OeV gespart, statt die Steuern nach oben angepasst. Ruinoeser Steuerwettbewerb, das ist der Grund fuer die Sparmassnahme.

  • Bebawa am 25.07.2014 10:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sparen JA- aber nicht beim Fahrpersonal

    Von Sparmassnahmen sind heutzutage viele ÖVs betroffen. Somit muss sich auch die VBL damit abfinden.Ich hoffe nur, dass durch den Frust in den Chefetagen nicht am Fahrpersonal gespart wird.Laut meinen Beobachtungen sind diese einem unheimlichen Stress ausgesetzt. Obwohl diese immer wieder von ungeduldigen Fahrgästen angepöbelt werden, sind diese Chauffeure stets sehr hilfsbereit und freundlich. ....das Problem liegt nicht bei der VBL sondern bei der jahrelangen Verplanerei der Stadtbehörden!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kenner am 27.07.2014 17:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ausschreiben nach GATT WTO

    Die Leistungen der VBL sofort ausschreiben nach GATT WTO!! So geschehen im Wiggertal/Zofingen! Und siehe da; plötzlich wird der einfache Bürger merken, dass der Kanton und die Stadt Luzern als Besteller der Fahrleistung; gleichzeitig noch Aktieneigner ist von den VBL aber in keiner Art und Weise befangen in den Ausschreibungen!!!!Übrigens,die SBB hat in der Regel die besten Chancen solche Übungen zu Gewinnen! Ist ja auch eine gewinnbringende AG und am Beispiel Zofingen ,mit ausländischem Personal, eine ÖV Vorzeigeunternehmung!!!Eine Schande.... für jeden Steuerzahler so eine ÖV Truppe!!!!

  • Fahrgast am 27.07.2014 09:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    VBL

    Einige Schreiber beklagen sich über leere Buse,auf die Linie 22/23 trifft das ganz sicher nicht zu.Der Bus ist meist übervoll und unpünktlich,aus diesem Grund fahren viele Einzelpersonen mit dem Auto in die Stadt,was ich beim warten auf den Bus immer wieder beobachte.Das Verkehrsproblem Stadt Luzern ist ein ewiges FLICKWERK und ich denke dafür ist nicht die VBL verantwortlich,die versprochene Verbesserung der Linie 23 bis 2018 können wir uns wohl ans Bein streichen!

  • Sam am 26.07.2014 20:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    VBL hat recht

    Ich finde es gut, dass sich die vbl wehrt. Damit setzt sie sich für ihre Kunden ein. Käme es tatsächlich zu einem leistungsabbau, dann würden die davon betroffenen Fahrgäste die vbl dafür verantwortlich machen, statt den Kanton & Gemeinden welche via VVL den öV im Kanton bestellen.

  • Eugen Studer am 26.07.2014 09:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abbauen

    Die haben zu viele Fahrzeuge, die jeden Tag leer herum fahren. Ein Privat Unternehmen würde schon lange handeln. Wegen zwei, drei Personen einen Bus mit Anhänger ist masslos übertrieben.

  • Robin Hood am 26.07.2014 07:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    VBL öffentlich?

    Ist die VBL ein öffentlicher Betrieb oder privat. Dachte sie sei privat. Dann soll sie sich selbst finanzieren. Sie benutzt öffentliche Infrastruktur welche mit Steuergelder und von Autofahrern bezahlt wurde. Neuerdings werden wie in Meggen die Bushaltestellen saniert. Wer bezahlt dies?