Grümpeltunier Freienbach SZ

08. Juli 2019 04:49; Akt: 08.07.2019 09:29 Print

Vater schlägt Gegner im Final ins Gesicht

Bei einem Fussballfest kam es am Samstag zu einer Prügelei. Ein allzu motivierter Vater setzte beim Final statt der Füsse die Fäuste ein.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Geplant war ein geselliger Anlass für die ganze Familie. Freiwillige Helfer, Freunde und Aktive des FC Freienbach hatten angerichtet für das altbekannte Turnier auf der Sportanlage «Chrummen», dem Fussballplatz des FC Freienbach SZ. In drei Kategorien spielten die Teilnehmer um den Sieg.

Im Final kommt es zum Eklat

Der 17-jährige J. N.* leitete am Nachmittag das Finale. Als offizieller Schiedsrichter des Fussballverbandes Zürich (FVRZ), pfiff er die letzte Partie der Kategorie «Familie und Fründe», er sagt: «Bei dieser Art von Spielen geht es in erster Linie um den Spass aller Beteiligten.»

Die beiden Teams bestanden aus jeweils fünf Feldspielern sowie einem Torwart. Die Regeln sehen vor, dass von jeder Gruppe mindestens drei Kinder auf dem Platz stehen, unterstützt von Erwachsenen. Laut N.* legte sich ein Vater dabei besonders ins Zeug: «Bei einer Szene in der zehnten Spielminute gab es eine Rangelei unter den erwachsenen Spielern.»

Der etwas energisch auftretende Vater schlug dabei einen Vater aus der gegnerischen Mannschaft ins Gesicht. «Ich ging sofort dazwischen, zusammen mit Mitgliedern des Veranstalters versuchten wir zu schlichten», sagt der Schiedsrichter.

«Ältere sollten Kindern ein Vorbild sein»

Das Spiel sei in der Folge nicht zu Ende gespielt und der Spielstand von 2:1 als Resultat gewertet worden. Weitere Folgen werde das Vorkommnis keine haben, auch trug keiner der Streithähne gravierende Verletzungen davon.

«Ich bin enttäuscht und kann nicht fassen, dass Erwachsene an einer Veranstaltung wie dieser ein solches Verhalten zeigen», findet N.*. Er sei eigens für das Spiel über 50 Kilometer angereist und hätte so ein Ende nicht erwartet. «Ansonsten ist das Turnier jedoch gelungen und super organisiert gewesen», so der Schiedsrichter.

Benjamin Fuchs, Präsident des FC Freienbach erklärte auf Anfrage, er bedauere den Vorfall. «Gerade die Älteren sollten den Kindern ein Vorbild sein.» Ansonsten sei das Turnier, an dem sich 30 private Mannschaften beteiligten, wie in den Vorjahren problemlos verlaufen.

*Name der Redaktion bekannt.

(nob)