19. April 2005 04:44; Akt: 18.04.2005 21:11 Print

Vier SIP-Männer sorgen ab heute in Luzern für Ordnung

Heute ziehen erstmals vier SIP-Männer durch Luzerns Strassen. Auf ihrer Mission für Sauberkeit und Ordnung setzen sie nicht auf Revolver und Handschellen, sondern auf Argumente.

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Jetzt gilts ernst: Ein Sozialpädagoge, ein Pfarrer, ein Jugendarbeiter und ein ehemaliger Securitas-Mitarbeiter machen sich in Zweier-Teams auf, an sozialen Brennpunkten wie Vögeligärtli oder Helvetiaplatz nach dem Rechten zu schauen. Während des siebenmonatigen Pilotversuches SIP (Sicherheit, Intervention, Prävention) haben die vier Luzerner die Aufgabe, heikle Situationen in Gesprächen zu entschärfen.

«Das Schwierigste wird sein, ohne Vorurteile auf die Menschen zuzugehen», sagt der ehemalige Sicherheitsbeamte Serge Dénervaud (31). Und sein Kamerad, Pfarrer Lukas Baumann (43), fügt hinzu: «Am meisten fürchte ich mich vor Gewalt-Eskalationen.» Bei diesem Job zähle vor allem der gesunde Menschenverstand, ist der 26-jährige Jugendarbeiter Marco Wicki überzeugt. «Auch wenn wir vom Pfefferspray nur in absoluten Notsituationen Gebrauch machen werden, sind wir noch lange keine Streichelpolizisten», sagt SIP-Team-Leiter Anton Häfliger (54). «Vielmehr sagen wir, wo es langgeht.»

(ewi)