Ausbüxen misslungen

10. Mai 2012 18:54; Akt: 10.05.2012 19:01 Print

Vor Metzger geflüchtet - und dann erschossen

Pelzig, kräftig, gehörnt: Ein schottisches Hochlandrind sorgte in Risch ZG für Aufregung. Es büxte kurz vor dem Schlachten aus, rannte über ein Schulhausareal und versteckte sich in einem Dickicht.

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Und plötzlich stand da ein Rind im Wald. (Bild: Zuger Polizei)

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Das schottische Hochlandrind flüchtete in der Zuger Gemeinde Risch: Kurz vor acht Uhr fuhr ein Transporter vor einer Metzgerei vor, um mehrere Rinder dem Schlachter zu übergeben. «Über eine Rampe mit Geländer sollten die Tiere eigentlich stressfrei in die Metzgerei bugsiert werden», sagt Joe Müller, Sprecher der Zuger Polizei.

Doch ein Tier wollte den letzten Weg zum Schlachter nicht gehen: Angesichts des bevorstehenden Todes nahm das Rind Reissaus. Es sprang über die Absperrung, rannte über ein Schulhausareal und versteckte sich schliesslich im Dickicht. «Vielleicht war es erschrocken oder nervös», so Müller. «Wir wissen es nicht.»

Umgehend alarmierte eine Anwohnerin die Polizei. Doch auch mit vereinten Kräften konnte das Tier nicht eingefangen werden. «Zum Glück waren keine Kinder da, aber die Pause rückte näher», berichtet Müller. Aus Sicherheitsgründen entschieden der Wildhüter und der anwesende Polizist, der Jäger ist, deshalb, das Tier zu erlegen - «waidgerecht», wie die Polizei schreibt. Nach vergeblichem Fluchtversuch landete das schottische Hochlandrind also doch noch in der Metzgerei.

(dwi)