Super Sunday

07. Oktober 2018 17:01; Akt: 07.10.2018 20:23 Print

Villiger trotz Affäre in die Regierung gewählt

Am Super Sunday im Kanton Zug werden die Karten in der Zuger Politik neu gemischt: Alle politischen Gremien werden neu gewählt.

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Die aussereheliche Affäre hat dem Zuger Regierungsrat Beat Villiger nicht geschadet. Der CVP-Kandidat landete bei den Zuger Regierungsratswahlen auf dem dritten Platz. Allerdings dürften viele brieflich – und somit vor seinem Geständnis – gewählt haben. Ob Villiger in Zukunft Regierungsrat bleiben wird, ist jedoch noch unklar: Er benötige noch einige Tage Bedenkzeit, um einen Entscheid zu fällen, wie die «Luzerner Zeitung» berichtet.

Fast alle Kandidaten schaffen absolutes Mehr

Mit Abstand am meisten Stimmen erhielt Martin Pfister (CVP, 21’679). Auf ihn folgen Heinz Tännler (SVP, 19’042), Beat Villiger (18’440) und Stephan Schleiss (SVP, 18’236). Auch eine Frau wird künftig im Zuger Regierungsrat mitwirken: Silvia Thalmann-Gut von der CVP erzielte 16’405 Stimmen. Die beiden letzten Regierungsratssitze gehen an Andreas Hostettler (FDP, 15’148) und Florian Weber (FDP, 15’087).

Linke nicht mehr in der Regierung

Das absolute Mehr von 11’407 Stimmen erreichten auch SP-Frau Barbara Gysel (13’171) und ALG-Kandidat Andreas Hürlimann (12’856). Die Wahl in die Regierung schafften sie jedoch nicht. Daniel Stadlin (GLP) hat als einziger Kandidat das absolute Mehr nicht erreicht: Er erhielt 9622 Stimmen. Die Wahlbeteiligung im Kanton lag bei 43,72 Prozent. Mit 54,03 Prozent war die Beteiligung in der Gemeinde Menzingen am höchsten. In Risch lag die Wahlbeteiligung am tiefsten: Dort gaben 32,47 Prozent der Bevölkerung ihre Stimmen ab.

Dieses Ergebnis bedeutet, dass die kommenden vier Jahre kein linker Vertreter mehr in der Zuger Regierung sitzt. Die ALG konnte ihren bisherigen Sitz wegen dem schlechten Abschneiden von Andreas Hürlimann nicht halten.

(gwa/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ladykiller am 07.10.2018 22:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beichten - und alles ist vergeben

    Das erinnert an Darbelley. Katholiken gehen beichten und dann ist wieder alles im Butter.

  • Zuger Villiger Wähler am 08.10.2018 08:41 Report Diesen Beitrag melden

    Verstehe ich nicht

    Was hat die Affäre mit seiner Arbeit zu tun? Wir wollen doch Politiker aus allen Schichten. Und in der Schweiz haben viele eine Affäre. Also ich sehe das Problem nicht!

  • Schreiber am 07.10.2018 20:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Villiger, Charakter zeigen

    Und sofort zurück treten. Jeder Mitarbeiter im Kanton muss laufende Verfahren melden. Und wer es nicht tut, der muss gehen. Daher Herr Villiger - Rücktritt! Absetzung ist unmöglich im Herrenstaate Zug. Daher Herren-Charakter zeigen und gehen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kirsch Torte am 08.10.2018 14:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das volle Leben- nicht wegrennen

    Endlich mal ein LEBENSZEICHEN der CVP, er steht zur Tochter und ist bereit, sich der Verantwortung zu stellen. Rechtlich liegt nichts gegen ihn vor, er macht eine gute Arbeit und steht noch voll im SAFT! Wahl annehmen und weitermachen

  • franz am 08.10.2018 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    geht uns nichts an

    also was soll das ës geht nur seine Frau was an und sonst sollen viele vor der eigenen Türe wischen ! er macht gute Arbeit sonst wäre er nicht gewählt worden !und das sind alle auch nur Menschen

  • Edi,8,10,18 am 08.10.2018 10:44 Report Diesen Beitrag melden

    Regierung Skandalös

    von Rechtens , müsste die Wahl als ungültig erklärt werden, den der böse Bube Villiger wurde Gewählt im guten Glauben die Sache aber kam erst nach der Wahl raus ,deshalb, liebe Leser habe ich das Gute im Glauben schon lange in unsere Obrigkeit verloren, unsereins würde man von der Arbeit abholen, ich musste vor 40 Jahren, weil ich mich weigerte die Militärsteuer zu Zahlen ,2 Monate in den Knast, ich war untauglich, warum Zahlen fürs Morden, Sagte ich dem Kadi, Abführen Schrie dieser.

  • Fred am 08.10.2018 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    Was passiert wenn er Wahl nicht annimmt?

    Angenommen Villiger nimmt die Wahl nicht an, rückt dann automatisch Barbara Gysel von der SP nach, oder gibt es Neuwahlen?

  • Peter Beutler am 08.10.2018 09:01 Report Diesen Beitrag melden

    Linke legt im Kantonsrat zu

    Nachdem die Ergebnisse der Parlamentswahlen vorliegen, sieht alles etwas anders aus. Die Linke gewinnt zusätzlich 4 Sitze, was niemand erwartet hat. Verlierer sind SVP, CVP und FDP... Zählt man die Stimmen der Alternativen und der SP zusammen, ergibt das einen Wähleranteil von rund 30%. Für die Eidgenössischen Wahlen im nächsten Herbst eine erfreuliche Ausgangssituation. Bleibt es so, ergattert die Linke einen der 3 Sitze im Nationalrat.