Wald in Luzern

17. Juli 2014 13:36; Akt: 17.07.2014 13:47 Print

Waldhüter sorgen sich wegen illegalen Deponien

Die Wälder im Kanton Luzern sind in einem guten Zustand. Doch illegale Deponien und Bauten und eine Pilzkrankheit machen den Wäldern zu schaffen.

storybild

Es gibt weiterhin illegale Mülldeponien in Luzerner Wäldern. (Bild: Dienststelle Landwirtschaft und Wald)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Den Luzerner Wäldern geht es gut: Wie aus dem am Donnerstag publizierten Nachhaltigkeitsbericht Luzerner Wald 2008-2012 hervorgeht, sind die Wälder bezüglich der Altersstruktur nachhaltig aufgebaut. Sorgen bereitet den Fachleuten aber das Eschentriebsterben, eine Pilzkrankheit, die Eschen befällt. Die Krankheit habe für Jungbäume ein existenzbedrohendes Ausmass angenommen, teilte die Staatskanzlei am Donnerstag mit. Auch die die Ausbreitung nicht-einheimischer Arten gefährde die Wälder. Schäden durch Borkenkäfer sind hingegen seit 2008 weiterhin gesunken.

Wald als illegale Mülldeponie

Ein weiterhin grosses Problem stellen zudem illegale Abfalldeponien und unrechtmässige Bauten dar. Die Zahl der neuen Fälle ist zwar von 230 Fällen im Jahr 2009 auf 69 Fälle im Jahr 2012 gesunken, doch sei die Zahl weiterhin auf einem hohen Niveau. Als Grund für die Abnahme der Fälle nennt Thomas Abt, Abteilungsleiter Wald der Dienststelle Landwirtschaft und Wald, die verbesserten Arbeitsabläufe: «Wir arbeiten eng mit der Kantonspolizei zusammen. Es wird auch eher die Umweltschutzpolizei informiert, die sich der Fälle annimmt.»

Dennoch sei man bei der Dienststelle Landwirtschaft und Wald auch sehr auf Spaziergänger und Jagdvereine angewiesen, die Schadensfälle meldeten. Eine weitere Begründung für den Rückgang der unrechtmässigen Eingriffe ist, dass mehr Waldeigentümer nun über die Regionale Organisationen der Waldeigentümer (RO) betreut werden. In diesen Wäldern sind RO-Förster zuständig, solche Eingriffe anzugehen und festzuhalten.

Die Zahlen des erstmals erschienen Berichts sind jedoch noch nicht allumfassend: «Der Bericht ist das erste Mal erschienen und die Zahlen zeigen ein erstes Bild. Weitere Berichte werden präzisere Daten liefern können», so Abt.

(msa)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mike am 17.07.2014 14:21 Report Diesen Beitrag melden

    Hart durchgreifen

    Es beginnt schon im Kleinen, heute schmeisst jeder seine Flaschen, Zigarettenstümmel und sonstigen Plunder direkt auf die Strasse. Bezahlen kann es dann die Allgemeinheit, wenn die Gemeinden es reinigen müssen. Wer erwicht wird, egal was es ist, sollte man am Besten den Müllwagen bei ihm zuhause ausleeren und er muss es dann wegputzen. Bussen bringen da wenig.

  • René_V am 17.07.2014 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Kinderstube

    Wie kommt man nur auf die Idee Autoreifen, Kühlschränke und dergleichen im Wald abzuladen? Ich mein Elektrogeräte kann man doch gratis abgeben und mir wär bisher nicht aufgefallen das ich für den Altreifen beim Reifenwechsler was zahlen musste dass er mir diese nicht wieder in den Kofferraum läd. Für sowas sollte es einfach automatisch mindestens n 1000er Busse geben. Drakonisch weil es schwer ist sowas aufzuklären. Fürs Müll aus dem Fenster werfen auch.

  • Moritz Wäckerlin am 17.07.2014 13:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grüsel verdonnern den Wald zu säubern

    Leider nicht nur in Luzerner Wäldern, in jedem Kanton gibt es solche Grüsel! Man sollte, wenn man sie erwischt, verdonnern um den Wald von Abfall etc. zu säubern. Vielleicht würden sie dann etwas daraus lernen. Bei den kleine. Bussen die bezahlen müssen schreckt die doch nicht von illegalem entsorgen ab.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Steuerzahler am 18.07.2014 22:38 Report Diesen Beitrag melden

    mehr Abfallkörbe aufstellen

    Auf Kosten der Steuerzahler mehr öffentliche Abfallkörbe montieren.

  • Benji B am 18.07.2014 10:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Littering

    Ist meiner Meinung ein Verbrechen, das Schaden an die Umwelt verursacht, Leute nervt und zukünftige Generationen beeinflusst. Darum fordere ich Politik und Gesetzgeber auf, endlich mal drakonische Strafen schweizweit einzurichten! Sollte ja kein Problem sein, wenn man die Bussenkataloge bei den Verkehrsbussen anschaut... Im Bundesstaat Arkansas übrigens, kassiert man bis zu 1500$ Busse für Littering. Diejenigen, die nicht zahlen, sitzen dann einfach ab. Nur so kapieren's die Leute (leider).

  • P.S. am 18.07.2014 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    Nur über Bussen möglich

    Für kleine Abfälle jeder Art wie Papier, Zigis, Pet etc. minimum Fr. 500.- Für Abfälle im Wald, Elektrogeräte etc. min. Fr. 5000.- Abfälle welche aus dem Auto geworfen werden min. Fr. 1000.- Bin kein Fan von Bussen aber die Menschheit ist so blöd, erst wenn es hinten links weh tut merken es die Leute

  • Walter Spahni am 17.07.2014 17:11 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts ist vor dem Menschen sicher!

    Weder der Wald, noch die Luft oder das Wasser! Wir verschmutzen einfach ALLES!

  • Roy, 20jahre am 17.07.2014 16:17 Report Diesen Beitrag melden

    drakonische Bussen

    ich bin wirklich alles andere als ein Fan von Bussen. Blitzer etc sind mir ein Gereuel. Aber SOWAS, das muss echt geahndet werden. Umweltverschmutzung sollte mit drakonischen Strafen gebüsst werden, sodass sich jeder zuerst überlegt, was er tut. Dies gilt nicht nur für Reifen im Wald und so, sondern auch für Zigistummel (ich bin auch Raucher!!!), die achtlos auf die Strasse oder in die Natur geworfen werden, das eklige herumgespucke und sonstiges dreckeln. Ich will eine saubere Umgebung!

    • Fredy am 18.07.2014 08:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      In welcher Gemeinde wohnst du..

      Wo es keine Grundgebühren für Abfall und keine Sackgebühren gibt?

    einklappen einklappen