So schützen Sie sich

20. November 2018 16:47; Akt: 20.11.2018 16:47 Print

Polizei warnt vor Weihnachtsbetrügern

Zur Adventszeit sind Diebe und Betrüger nicht nur in den Ladenpassagen vermehrt unterwegs, sondern auch online. Und gerne auch vor Briefkästen.

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Noch knapp einen Monat dauert es bis Heiligabend. Während einige die Geschenke für ihre Liebsten erst auf den allerletzten Drücker organisieren, decken sich andere schon fleissig mit Präsenten ein.

Weil dies immer öfter auch online passiert, warnen nun die Zentralschweizer Polizeikorps vor vermehrtem Bestellbetrug während der Adventszeit: «Man findet im Onlineshop bald das Handy, welches auf der Wunschliste steht. Der Preis stimmt, das Gerät ist neu und vom Kauf ist man nur einen Klick entfernt. Nur noch die Zahlung tätigen und ‹schon hat man das Geschenk›», schreiben sie in einer Mitteilung.

Die Weiten des Internets würden zur Adventszeit nicht nur zum Paradies für Online-Shopper, sondern auch zu einem Dorado für Kriminelle. «Es gibt verschiedene Betrugsformen», sagt Judith Aklin, Mediensprecherin der Zuger Polizei. So würden Betrüger versuchen Daten von Kreditkarten oder auch von Email- oder Social-Media-Konten abzugreifen.

Infos zum Anbieter, Rezensionen, Meinungen aus dem Umfeld

«Wichtig ist, dass man sich vor dem Kauf über den Anbieter informiert», sagt Aklin. So sollten Käufe nur «über zertifizierte Onlineshops abgewickelt werden», sagt Aklin weiter. Über das Onlineportal trustedshops.ch könne man sich näher dazu informieren. «Ein gewisses Restrisiko kann es immer geben. Hilfreich sind aber beispielsweise Kundenrezensionen oder Erfahrungen aus dem eigenen Umfeld», so die Sprecherin. «Auch ein Anruf kann ein Mittel sein: Nimmt nie jemand das Telefon ab, ist Grund zur Vorsicht geboten.»

Auch bei Tauschbörsen und Auktionsplattformen gibt es solche Betrugsfälle. Aklin: «Wenn Waren ausschliesslich gegen Vorauskasse angeboten werden, sollte man vorsichtig sein. Seriöse Händler bieten unterschiedliche Zahlungsmöglichkeiten an.» So gab es laut Aklin auch schon Fälle, bei denen Personen Waren gegen Vorauskasse bestellten und diese nicht erhalten haben. Auf Versuche der Kontaktaufnahme hätten Verkäufer nicht mehr reagiert.

Dabei handle es sich in der Regel um tiefere Deliktsbeträge von mehreren Hundert Franken, laut der Sprecherin gab es aber auch schon Fälle mit höheren Schadenssummen. «Im Zweifelsfall ist es empfehlenswert, bestellte Waren direkt beim Verkäufer gegen Bargeld abzuholen.»

Diebe machen sich über Briefkästen her

Und auch an den Briefkästen machen sich Diebe zu schaffen und stehlen Pakete. «Je nach Lage des Briefkastens kann die Gefahr dafür unterschiedlich sein. Gerade bei Mehrfamilienhäusern oder Wohnblocks, wo alles etwas anonymer sei und die Pakete gut sichtbar sind, könnten diese einfacher entwendet werden. Am sichersten sei es gegen Unterschrift liefern zu lassen oder diese bei einer Pickpost-Stelle oder einem My-Post-24-Automaten abzuholen. Auch eine Lieferung an den Arbeitsplatz oder per Kurier seien sicherer Varianten.

Vorsichtig sein soll man auch bei Angeboten von «unfassbar günstigen Markenprodukten», da es sich dabei nicht selten um Fälschungen handle. Werde man Opfer eines Bestellbetrugs, solle man dies der Polizei melden.

Doch nicht nur in der Virtualität sind Kriminelle unterwegs: Im Gedränge in den Ladenpassagen, auf Weihnachtsmärkten oder generell in Menschenansammlungen hätten Diebe während der Adventszeit leichteres Spiel.


(gwa)