Fütterungsverbot

14. Mai 2018 05:50; Akt: 14.05.2018 05:50 Print

«Da sind wir hart, ade, Zoo verlassen»

Im Toni's Zoo in Rothenburg LU darf man die Tiere nicht füttern. Weil das aber dennoch immer wieder geschieht, setzt der Zoo nun auf Sozialkontrolle.

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Der Toni's Zoo setzt auf neue Mittel, damit Tiere kein Futter von Besuchern erhalten: «Wir bitten Sie, Personen, die Tiere füttern, an der Kasse zu melden! Vielen Dank für Ihre Hilfe!», ist auf Schildern im Zoo zu lesen. Eine Leser-Reporterin, die kürzlich den Zoo besuchte, reagierte erstaunt auf den Hinweis: «Was, die wollen, dass wir petzen?»

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Würden Sie es der Zoo-Leitung melden, wenn Sie sehen würden, dass jemand verbotenerweise Tiere füttert?

Laut Zoobesitzer Toni Röösli wurde das Schild nötig, weil es immer mal wieder vorkommt, dass sich Zoobesucher nicht ans Fütterungsverbot halten. Entweder stecken sie dieses durch die Gitter oder werfen es gar über die Zäune. «Besonders betroffen sind unsere Berberaffen. Besucher geben ihnen Brot oder reissen Gras ab und stecken es durchs Gitter», sagt Röösli. Brot und Gras würden den Affen zwar nicht schaden, aber: «Wenn wir das tolerieren würden, dann hätten wir ein Problem. Dann würden die Besucher wohl auch Schoggi oder Fleisch verfüttern.»

«Dann heisst es: Zoo verlassen!»

Schon oft sei es vorgekommen, dass Zoobesucher andere Gäste melden würden, die verbotenerweise Tiere füttern, sagt Röösli. «Es gibt sehr zivilisierte Personen, die uns darüber informieren. Dann gehen wir zu den betreffenden Personen und weisen sie freundlich darauf hin, dass sie bitte nicht füttern sollen. Tun sie dies trotzdem, heisst es: Zoo verlassen.»

Es gebe manchmal Leute, die der Aufforderung nicht nachkommen würden und den Tieren einfach weiter Futter verabreichen. «Meist sind das junge Leute, früher sagte man Schnudderbuebe. In solchen Fällen sind wir total hart. Ade, Zoo verlassen.»

(mme)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andy K. am 14.05.2018 06:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Man nennt das nicht petzen

    sondern ganz einfach Tierschutz.

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  • Stefan am 14.05.2018 06:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    richtig

    richtig so! ich mag es auch nicht wenn fremde Menschen mein Hund einfach füttern.

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  • Erika am 14.05.2018 06:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respekt

    Richtig so , der Zoo handelt genau richtig ,würde es auch so machen. Wer Tiere liebt hält sich an die Regeln

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Evita77 am 14.05.2018 11:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tierschutz geht vor

    Kameras könnten das Problem auch lösen. Leider sind die Zeiten, in denen man an die Vernunft der Menschen appellieren konnte, schon lange vorbei. Anstand und sich an Regeln halten kennen viele Leute nicht. Wurde wohl daheim nicht vermittelt.

  • Jamaika Jamal am 14.05.2018 10:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ordnung

    Finde ich richtig. Wer sich nicht an die Regel hält soll verschwinden.

  • Mike am 14.05.2018 09:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Säckli

    Und warum verkauft der Zoo dann extra Futtersäckli wenn nicht gefüttert werden darf???

    • Innerschweizer am 14.05.2018 10:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mike

      Erstens machen das nicht alle und zweitens hat man dann die Konntrolle was und wie viel gefüttert wird.

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  • ulrich am 14.05.2018 09:11 Report Diesen Beitrag melden

    Affenfutter

    Wieso verkauft man den Besuchern nicht einfach das was erlaubt ist zu füttern ? Somit hat jeder was davon.

    • Thomas Weber am 14.05.2018 10:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ulrich

      dann hast Du aber keinerlei überblick mehr, welches Tier wie viel gefressen hat.

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  • Elsbeth am 14.05.2018 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    Generell Mühe

    Ich habe generell Mühe mit der Haltung nicht-einheimischer Tiere im Zoo. Irgendwie ja schon krank, dass wir Wildtiere einsperren, nur damit wir Menschen sie bestaunen können. Ok für mich sind Tierpärke mit einheimischen Tieren, die aber genügend Platz haben.

    • Kai Stamm am 14.05.2018 11:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Elsbeth

      Es geht nicht bloss um das Bestauenen, sondern vorallem um Artenschutz, Bildung und Forschung. Gut geführte und international anerkannte Zuchtprogramme bedrohter Tierarten von Zoos können einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten.

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