Grenzstein neu gesetzt

31. Oktober 2019 10:07; Akt: 31.10.2019 10:24 Print

Zug und Zürich haben wieder offizielle Grenze

Mehrere Jahrzehnte war ein historischer Grenzstein verschwunden. Jetzt ist der 400-jährige Grenzstein wieder da, wo er hingehört. Und ist nach wie vor rechtlich verbindend.

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Ein Grenzstein auf Abwegen: Nach mehreren Jahrzehnten auf einem privaten Grundstück in Baar hat ein fast 400-jähriger Granitblock zurück zu seiner Bestimmung gefunden. Der Stein steht nun wieder auf der Kantonsgrenze zwischen Zürich und Zug.

Der Grenzstein war am Vortag zwischen Kappel am Albis ZH und Notikon ZG frisch gesetzt worden, teilte das Zuger Amt für Grundbuch und Geoinformation am Donnerstag mit. Er sei eints vermutlich beim Ausbau der Kantonsstrasse aus der Grenzlinie entfernt worden. Danach stand der Stein über längere Zeit kaum beachtet auf dem Grundstück eines Landwirts im Deibüel in Baar.

Grenzstein ist wohl fast 400 Jahre alt

Der Granitstein ist knapp 150 Zentimeter lang. Thomas Specker, der im Auftrag des Kantons Zürich Grenzsteine inventarisiert, geht davon aus, dass der Stein aus dem Jahre 1629 stammt und im Jahre 1881 frisch gesetzt wurde. Diese Jahreszahl ist, nebst den beiden Kantonswappen, eingemeisselt und trotz Verwitterungsspuren noch gut erkennbar.

Seinen neuen Standort hat der Markstein nun an der Gemeindestrasse, die von Kappel am Albis ZH nach Notikon in der Gemeinde Baar ZG führt. «Was die Rechtsstellung des Steines anbelangt, gilt dieser nach wie vor als Hoheitsgrenzzeichen. Als solcher ist er im Eigentum beider Kantone», so der Zuger Kantonsgeometer Reto Jörimann. Nun ist er rundum zufrieden: «Grenzsteine gehören auf Grenzen, darum haben wir das Exemplar wieder da platziert, wo es hingehört.»

(gwa/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dino Schön am 31.10.2019 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    Hurra!

    Nun macht mein biometrischer Pass endlich Sinn!

  • TNT am 31.10.2019 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich

    Alles wird gut!

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  • peter71 am 31.10.2019 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    die offizellen grenzen..

    wären mir wo anders lieber! schade ist es bei uns nicht wie in australien.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • General Guisan am 01.11.2019 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    endlich wieder sichere Grenzen

    Ich wäre dafür, dass rund um die Schweiz herum ein grosser Burgwassergraben angelegt würde. Zudem alles mit Videokameras überwacht und täglicher Patroulliengängen. Direkt an der CH Grenze bräuchte es zudem eine mehrere Meter hohe Pallisade, möglichst aus stabilem Material, sagen wir aus korrosionsfestem Metall. Die Grenzen wären einzig durch Brückenübergänge legal passierbar mit dem Auto, Töff, Fahrrad oder zu Fuss.

    • Napoleon-Nero-Caesar am 01.11.2019 12:49 Report Diesen Beitrag melden

      Hoch die Wälle !

      Exakt so ist es. Und es müsste komplett grenzsichern und alle 50 Meter ein Wachturm und ca. alle 250 eine besetzte Kaserne sein. Da brauchten wir vielleicht eine halbe Millione Grenzsoldaten aber das soll uns die Sciherheit doch wert sein?!? Ich meine schauen wir an was alles passiert ist die letzten 50 Jahre mit der Schweiz. Wir sind nicht mehr souverän es bricht bald alles zusammen. Ein Wassergraben und Selbstschussanlage und die Schweiz wäre ein reiches ruhiges Land. Jetzt ist es das totale Gegenteil. Bin eh ausgewandert nach Mexiko jetzt.

    • Ira aus Wuerttemberg d.M. am 01.11.2019 15:24 Report Diesen Beitrag melden

      @Mon General, welch Ansinnen!

      Mon General! Der Limes wäre für die Schweiz meines Erachtens nach Ihren Massstäben wohl authentischer. Er würde unsere wunderschöne Landschaft nicht so verschandeln.

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  • Expat am 01.11.2019 07:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ist wichtig

    Wichtig ist nicht der Stein, sondern der Steuerfuss auf der jeweiligen Seite.

  • Zuger Presse gratuliert am 31.10.2019 22:26 Report Diesen Beitrag melden

    Zürich und die gut(betucht)en Nachbarn

    Auf gute Nachbarschaft sofern der Respekt und die Grenzen gewahrt bleiben. Wer will die fleissigen Handwerker sehn..... Stein auf Stein...die Grenze wird markiert mit historischem Stein!

  • Gelangweilter Arbeitnehmer am 31.10.2019 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich

    Ja, jetzt geht es mir wirklich besser

  • Alter Sack am 31.10.2019 17:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel Aufwand um nichts

    Es hatte sicher vorher einen anderen Stein... wozu der sinnlose Verwaltungsaufwand? Wir haben einfach zu viel Geld...

    • kantonaler Patriotismus ist lobenswert am 31.10.2019 22:33 Report Diesen Beitrag melden

      Zugerin/warum so fuchtig?@Alter Sack

      Nein, er fehlte Jahrzehnte lang, war verschollen und wiederentdeckt. Jetzt gehört er erneut beiden Kantonen. Wir scheuen weder Mühe noch Kosten wenn es um alte Grenzsteine geht.

    • Alter Sack am 01.11.2019 08:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @kantonaler Patriotismus ist lobenswert

      Sag ich ja ... ihr habt zu viel Geld und keine wirklichen Sorgen

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