Urteil gegen Drogen-Koch

22. Mai 2019 11:25; Akt: 22.05.2019 11:44 Print

Ex-Banker wollte Meth-Dealer werden

Ein 42-Jähriger aus Oberägeri stand mit seiner «Laborassistentin» vor dem Zuger Strafgericht. Nun wurde das Urteil gefällt.

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Vor über einem Jahr entdeckte die Zuger Polizei in einem Wohnhaus in Oberägeri ein Meth-Labor. Der Eigentümer, ein Ex-Banker, und seine mutmassliche thailändische Komplizin standen dieser Tage vor dem Zuger Strafgericht.

Der 42-Jährige wurde der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig gesprochen. Er sei kein Dealer, habe aber alle Anstalten getroffen, einer zu werden, wie die «Luzerner Zeitung» berichtet.

Er habe bereits einmal 40 Gramm Metamphetamin zu Testzwecken hergestellt, wie die Polizei erst durch den Angeklagten erfahren habe. Ausserdem habe er grosse Mengen 2CB besessen und auf einer Party selbst hergestelltes Crystal Meth zum Verkauf angeboten. Der 42-Jährige nannte als Grund für seine Interaktion mit Drogen seine finanziell missliche Lage.

Scheinehe mit Thailänderin

Mit der thailändischen Komplizin führte der Angeklagte eine Scheinehe, wie es im Artikel weiter heisst. Die Frau habe dank Kontakten zur Drogenszene beim Aufbau des Labors geholfen.

Beide Angeklagten wurden zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten verurteilt, dies unter Anrechnung bereits vollzogener Haft, womit sich beide aktuell auf freiem Fuss befinden. Beide Angeklagten werden zusätzlich für sieben Jahre des Landes verwiesen.

(kat)