Luzern

11. April 2016 12:47; Akt: 11.04.2016 12:47 Print

Zwei chinesische Matrosen sind jetzt im Einsatz

Immer mehr chinesische Touristen wollen auf den Vierwaldstättersee. Die Schifffahrtsgesellschaft hat reagiert und zwei chinesische Matrosen eingestellt.

storybild

Die einstündige Rundfahrt auf der Panoramayacht Saphir ist bei den Chinesen äusserst beliebt. (Bild: lakelucerne.ch / Emanuel Ammon)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Wie die Schifffahrtsgesellschaft am Montag mitteilte, waren in der letzten Saison mehrere tausend Gäste aus China auf dem Vierwaldstättersee unterwegs. Die Chinesen zogen in der Regel die einstündige Rundfahrt auf der vierjährigen Panoramayacht Saphir einer Dampferfahrt vor.

Wegen fehlenden Sprachkenntnissen ist die Kommunikation mit den Gästen aus China nach Angaben der Schifffahrtsgesellschaft eine Herausforderung. «Häufig waren es nur die Tourguides, die auf Englisch oder Deutsch kommunizieren konnten», sagt Martin Wicki, Leiter Schifffahrt. Das Transportunternehmen suchte deswegen nach Chinesen mit guten Deutsch- und Englischkenntnissen, die als Matrosen arbeiten möchten.

Praktische Ausbildung steht an

29 Bewerbungen gingen ein, zwölf kamen in eine engere Auswahl. Ende März schloss die Schifffahrtsgesellschaft mit zwei Bewerbern einen unbefristeten Vertrag ab. Die beiden Männer sind Anfang 20 und wohnten bis vor eineinhalb Jahren in China. Sie kamen zum Studium in die Schweiz und waren bislang nicht im Tourismus tätig.

Am 4. April startete für die Matrosen die Ausbildung mit einem einwöchigen Einführungskurs. Wicki: «Am Wochenende standen sie bereits auf dem Schiff im Einsatz und werden 15 Tage lang eingelehrt.» Nach diesem praktischen Dienst würden die beiden Matrosen eine Prüfung absolvieren, danach dürfen sie sich gemäss dem Leiter Schifffahrt «Leichtmatrosen» nennen.

(pz/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Arnold am 11.04.2016 14:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleiben die Einheimischen?

    Kein Grund sich über die Sorgen der Einheimischen Luzerner lustig zu machen,macht die Augen auf und wir sehen alle was in unserer ehemals schönen Stadt abgeht!Tourismus Kultur und Uhrenindustrie werden gefördert und an Bildung wird hingegen gespart,schöne Aussichten!

    einklappen einklappen
  • Stadt Luzerner am 11.04.2016 13:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grössenwahnsinn

    Mein GA habe ich aus verschiedenen Gründen nicht mehr erneuert! Als Stadt Luzerner war ich sehr viel und gerne auf dem Vierwaldstättersee! Leider hat auch bei der SGV der Grössen(Chinesen) Wahn einzug gehalten!!! Wie lange dauert es noch bis ich in dieser Zeitung lesen kann: 'SGV wird von Chinesischem Investor gekauft!?"

    einklappen einklappen
  • Bruno am 11.04.2016 16:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles für China

    Zuerst chinesische Skilehrer, jetzt Matrosen. Wenn wir nach China in die Ferien gehen, stehen auch keine Schweizerführer zur Stelle, immer dieses anbiedern, die können sich auch mit Englisch durchfragen, wie wir auch.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ralf Sen@ore am 11.04.2016 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lasst euch nicht beirren

    Die möchten nur herausfinden, wie die Dinger funktionieren. Ein ganze Flotte wurde schon produziert. ;)

  • Anna am 11.04.2016 21:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kundenfreundlichkeit

    Finde ich super - sonst wird der Tourismus immer als nicht kundenfreundlich angesehen. Endlich passiert was und dann wird auch wieder gejammert. Und alle die hier jammern - wie oft seid ihr in den letzten 12 Monaten mit der SGV gefahren? Seid doch froh dass jemand die Löhne der paar 100 Mitarbeiter bezahlt!

  • Loredana am 11.04.2016 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Hässlichste Stadt der Schweiz

    Luzern mutiert zur hässlichsten Stadt der Schweiz. Verkauft für viel Geld an den Profit einiger weniger. Ich freue mich schon, wenn die Chinesen dereinst aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr kommen. Dann fällt eine Stadt in sich zusammen. Die Einheimischen freuts.

    • Stadt Luzerner am 11.04.2016 20:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Loredana

      Ich hoffe, Sie zählen nicht zu den "Einheimischen". Dermassen weltverschlossene Menschen wie Sie hat keine Stadt verdient. Und glauben Sie mir: die Chinesen kommen noch lange. Und wenn der Schengenraum endlich diese unsinnigen Visaregelungen, die vor allem Schikane sind, abschafft, werden sehr viele Chinesinnen und Chinesen als Individualtouristen unsere Region besuchen.

    • Innerschwyz am 11.04.2016 21:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Stadt Luzerner

      Kleine frage an sie: Sind sie der meinung, dass man/frau als stadtluzerner sich täglich an der vielzahl von touristen, die einem über den weg stolpern, auf den boden spucken (.. schon oft beobachtet), sehr laut sind usw. freuen muss? Noch lange nicht alle alt-/neustädtler empfinden den tourismus, wie er hier 'prostituiert' wird, als angenehm! Eigentlich ist es doch schön, dass wir sorge tragen wollen zu unserer stadt und nicht alle werte dem tourismus anheimfallen soll .... Es gibt tatsächlich noch dinge, die über dem geld stehen....

    • Sarawak am 11.04.2016 21:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Innerschwyz

      Um Gottes Willen. Ich kann mich noch errinnern als man in Luzern fieberhaft nach Touristen gesucht hat. Herr Illi wurde halb verrückt weil er den Tourismus ankurbeln sollte. Heute wird dieser für Luzern wichtige Wirschaftszweig nur noch kritisiert. Schade und sehr undankbar.

    • Stadt Luzerner am 11.04.2016 22:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sarawak

      Es war und ist hier kaum jemand in der Stadt, wo den NACHHALTIGEN Tourismus kritisiert!!! (hat)

    • Innerschwyz am 11.04.2016 22:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sarawak

      Ja, früher.. Da galten halt noch andere werte, und die paar touristen störten kaum. Da wurde weder über einen carparkplatz (den wir luzerner bezahlen und der gar nicht für uns bestimmt ist und nur lärmig u stinkig ist..) noch über eine salle modulable abgestimmt. Die RAFFGIER einiger hoteliers, geschäftsinhaber u touristikbureaus ist ins unermessliche gestiegen. Und der platz luzern wird immer enger!

    einklappen einklappen
  • günti zimmermann am 11.04.2016 16:18 Report Diesen Beitrag melden

    welch skandal!!!

    Was soll die Aufregung? Auf den Schiffen Gallia, Schiller, Uri, Unterwalden, Stadt Luzern, Flüelen, Brunnen, Waldstätter, Winkelried, Europa Gotthard, Schwyz, Weggis, Titlis, Rigi, Rütli, Mythen und Cirrus also auf 18 von 19! wird nach wie vor feinster Innerschweizer Dialekt gesprochen und die Saphir ist zudem eh (noch) das hässlichste Schiff der SGV-Flotte...

    • Mervin-ch am 11.04.2016 17:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @günti zimmermann

      Ich gebe dir recht, bis auf das hässlichste Schiff, denn das ist die Cirrus.

    • Analyst am 11.04.2016 17:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mervin-ch

      ....und es werden davon in Zukunft nicht weniger!

    • günti zimmermann am 11.04.2016 17:43 Report Diesen Beitrag melden

      @beide

      ist halt individuelle Geschmacksache - die Cirrus landet bei mir auf Negativplatz 3 - noch hinter (respektive vor) der unromantischen Titlis... und ich befürchte auch, dass ab 2017 ein weiteres unschönes Gefährt auf den Vierwaldstättersee losgelassen wird. Aber wir wollen das neue MS ja nicht vorkritisieren...

    einklappen einklappen
  • Bruno am 11.04.2016 16:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles für China

    Zuerst chinesische Skilehrer, jetzt Matrosen. Wenn wir nach China in die Ferien gehen, stehen auch keine Schweizerführer zur Stelle, immer dieses anbiedern, die können sich auch mit Englisch durchfragen, wie wir auch.

    • Sam am 11.04.2016 18:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bruno

      Ich arbeite in der Gastronomie und kann aus Erfahrung sagen das von 20 Chinesen einer Reisegruppe, einer gebrochen Englisch spricht.

    • citoyen am 11.04.2016 18:36 Report Diesen Beitrag melden

      Regt euch ab

      Es sind keine Migranten, die hier auf unsere Kosten leben. Jede organisierte Chinareise bietet eine deutschsprachige Reiseleitung an, denn Schweizer Touristen sind punkto Englischkenntnissen unter dem Durchschnitt in Europa. Das viele Geld, das diese chinesischen Touristen ausgeben, kommt schweizerischen Firmen, schweizerischen Arbeitsplätzen und via Steuern dem Kanton Luzern zugut.

    • Stadt Luzerner am 11.04.2016 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @citoyen

      Steuern??? Du weißt aber schon, dass das Hotel Palace in Luzern, einem Chinesischen Investor gehört und die gesamte Hotellerie der Stadt lediglich Zwanzigtausend Franken an Steuern bezahlt?

    • Realist am 11.04.2016 19:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bruno

      Es gibt 162 mal mehr Chinesen und auf der Welt leben rund 1,6 Milliarden Menschen, die Chinesisch sprechen. Kurz: es ist nichts als logisch, dass sich neben Englisch auch Chinesisch weltweit durchsetzen wird - ob Ihnen das passt oder nicht.

    • Asiate am 11.04.2016 20:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bruno

      Rate mal wer mehr Geld in ein anderes Land bringt, Schweizer nach China oder Chinesen in die Schweiz? Hauptsach einfach heulen! Wenn die Chinesen nicht kommen und der Umsatz nicht stimmt, wird auch wieder geheult. Ergo Schweizer heulen so oder so! Was würden Chinesen machen, wenn es zuvielen Touristen hat? Das Angebot ausbauen statt heulen! Alter Falter, bei manche ist die Tränendrüse wohl grösser als das Hirn!

    • citoyen am 11.04.2016 21:54 Report Diesen Beitrag melden

      @ Stadt Luzerner: Hotels und Steuern

      Sie haben recht. In der Stadt Luzern sind die Banken die grössten Steuerzahler. Ist ja auch erfreulich! Es ist so, dass Hotels so hohe Ausgaben haben, dass sie kaum Steuern zahlen. Aber sie schaffen Arbeitsplätze. Und die Gäste in den Hotels geben ihr Geld aus. Wenn diese Hotels verschwinden, stirbt eine Stadt. Es braucht sehr tüchtige Leute, um ein grosses Hotel rentabel zu machen. Nach der Logik des Geldes werden leider laufend schöne alte Hotels zu Luxusresidenzen. Siehe Locarno. Das Grand Hotel bröckelt vor sich hin.

    • Sarawak am 11.04.2016 22:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Stadt Luzerner

      Und die Arbeitsplätze....????? Undank und Ignoranz werden eines Tages bestraft.

    • Stadt Luzerner am 11.04.2016 22:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @citoyen

      Jaaa. ......da hast du recht, das ist mir auch nicht entgangen!!! Auf einige dieser Hotel Arbeitsplätze könnte die Stadt allerdings gut verzichten!!! Leider müssen einige Angestellte, trotz 100% Job vom Sozialamt zusätzlich unterstützt werden!! Also zahlt einigen Angestellten der Steuerzahler teilweise den Lohn!!! Das ist der negative teil, deiner Ansicht!!

    • Stadt Luzerner am 12.04.2016 08:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sarawak

      Arbeitsplätze, die vom Sozialamt (Steuerzahler) mitfinanziert werden müssen, gibt es mehr als du wahr haben willst..... Eine solche Ignoranz dieser Tatsache gefährdet den Sozialen Frieden in der Tieflohnbranche und dazu gehört das Tourismusabhängige Hotelerie/Gastgewerbe!!

    • mth.sch. am 12.04.2016 09:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Asiate

      Ihr Vergleich hinkt. Wie viele Einwohner hat China? Wieviele die Schweiz?

    einklappen einklappen