Mörgeli vor Abwahl

18. Oktober 2015 15:32; Akt: 18.10.2015 20:20 Print

«Ausgekochtes Luder grüsst abgewählten NR»

Christoph Mörgeli ist abgewählt. Und das Netz kennt keine Gnade mit dem grossen Verlierer.

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Christoph Mörgelis Wiederwahl in den Nationalrat steht in den Sternen. Offenbar haben viele SVP-Wähler seinen Namen gestrichen. (Bild: Keystone)

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Der bisherige Nationalrat Christoph Mörgeli hat bislang nur 112'100 Stimmen erhalten und liegt damit auf Platz 20 – gesetzt war er auf dem Listenplatz zwei. Angeführt wird das SVP-Klassement von Roger Köppel mit über 162'500 Stimmen.

Gelingt es Mörgeli nicht, noch deutlich an Stimmen zuzulegen, muss er seinen Sitz im Nationalrat räumen. Dass es nach geschlagenen 16 Jahren zu einer Abwahl kommen könnte, liegt laut Politologe Thomas Milic hauptsächlich an den SVP-Wählern: «Entweder wurde Mörgeli oft aus der Liste gestrichen oder andere SVP-Kandidaten öfter panaschiert», so der Experte.

«Ich habe den Professor gestrichen »

Das bestätigen auch einige 20-Minuten-Leser. «Ich wähle immer SVP, aber mit Mörgeli kann ich absolut nichts anfangen», sagt zum Beispiel SVP-Wählerin. Auch Peggy wählt SVP – ihr missfällt aber Mörgelis Wortwahl. «Deshalb habe ich den Professor gestrichen.» Ähnlich sieht es Harald: Er findet eine SVP ohne «Sprücheklopfer» und «Hochnäsige Beleidiger» viel sympathischer.

Zudem haben laut Milic vermutlich auch Wähler anderer Parteien Mörgeli selten auf ihren Wahlzettel gesetzt, während Kandidaten wie Roger Köppel oder Natalie Rickli auch auf Stimmen aus anderen Lagern zählen können.

Die voraussichtliche Abwahl von Mörgeli hat auch Alfred Heer, selber Nationalrat und Präsident der SVP des Kantons Zürich, nicht erwartet: «Damit hat niemand gerechnet.» Dass auch der langjährige Nationalrat Hans Fehr wohl abgewählt wird, kommentiert er so: «Der Bisherigen-Bonus gilt halt auch nicht mehr für alle - schon gar nicht, wenn man 20 Jahre dabei ist.»

Spiess-Hegglins Rache-Tweet

Auf Twitter gibt es bereits erste Reaktionen – auch von prominenten Gegnern wie etwa Jolanda Spiess-Hegglin, Zuger Kantonsrätin und Protagonistin des Zuger Sexskandals. Christoph Mörgeli hatte die grüne Politikerin im Zuge der Affäre als «ausgekochtes Luder» bezeichnet:







(ced/zed)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mhl am 18.10.2015 13:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Kein Verlust für Züri, kein Verlust für die Schweiz.

  • Seppi am 18.10.2015 13:43 Report Diesen Beitrag melden

    Zmörgeli

    Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Wer per se Menschen nicht mag und in Allem und Jedem zuerst das Böse und Negative sieht braucht nicht im Parlament über unsere Zukunft mitzuentscheiden.

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  • Tim am 18.10.2015 13:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich! Danke!

    Dann hätten wir hoffentlich etwas Ruhe von seinen Verschwörungstheorien. Das Buch 'Der Fall Mörgeli' wird auch ein flopp...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lis am 06.11.2015 08:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unerträglich

    Wenn man ihn im TV reden sieht, wirken seine Miene und Ausdrucksweise stets voller Hass und Misstrauen gegenüber all diejenigen, welche nicht von seiner Partei sind. Einfach unerträglich.

  • Hans Gans am 18.10.2015 17:21 Report Diesen Beitrag melden

    Köppel...

    Finde der eigentliche Skandal hier ist, dass Köppel so beliebt ist. Wo führt das nur hin?

  • Gertrud am 18.10.2015 16:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seine Wortwahl war zu hart und zu vordernd.

    Die Retourkutsche hat zugeschlagen. Er hat in vielen Recht. Die Worte zu finden, ist ihm nicht gegeben. Die Wortwahl ist teilweise zu hart. Er reitet immer auf altem Quatsch umher. Das war sein Niedergang. Es ist schade, er war ein guter Politiker! bis das mit Blocher und seiner Anstellung passiert ist. Schadenfreude finde ich fehl am Platz

  • H.Gerber am 18.10.2015 16:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Christoph Mörgeli

    Es überrascht mich keinesfalls, dass seine eigne Partei die SVP ihn gestrichen hat, denn er hat seine Partei dereinst in ein zwielichtiges Licht geführt und er war in negativem Sinn auf einmal bis in den hintersten "Krachen" bekannt. Er soll mal ein paar Jahre verstreichen lassen und sich dann wieder wählen lassen, das wäre eine kluge Option...er ist ja noch relativ jung und die Zeit wirds dann zeigen

  • A.S. am 18.10.2015 16:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    smartvote vernachlässigt

    Wer weiterhin einen Sitz behalten will, kann es sich nach meiner Meinung nicht leisten auf immer wichtiger werdenden Plattformen wie smartvote oder ähnlichen sein Profil nicht zu erfassen. Entweder ist es doof oder ignorant, aber den Preis zahlt man bestimmt mit weniger Stimmen!