Kreuzung gesperrt

02. Juli 2018 13:52; Akt: 02.07.2018 18:23 Print

«Autos und Busse standen drei Stunden im Stau»

Die Schönenwerd-Kreuzung in Dietikon ist seit heute Montag für zwei Monate gesperrt. Schon der erste Morgen war das totale Chaos, sagt eine Anwohnerin.

Weil die Busse nicht mehr vorwärtskamen, stiegen die Passagiere aus.
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Gaby Kaiser wohnt schon seit gut 20 Jahren in der Nähe der Schönenwerd-Kreuzung in Dietikon. Aber ein solches Verkehrschaos wie am Montagmorgen hat sie noch nie erlebt. Kurz vor 7 Uhr wurde sie durch Gehupe aus dem Schlaf gerissen. «Unten standen die Autos auf der Schöneggstrasse.»

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Selbst Busse seien kaum mehr vorwärtsgekommen, sagt Kaiser: «Die Fahrgäste stiegen aus und gingen zu Fuss weiter.» Erst nach drei Stunden – gegen 10 Uhr – habe sich der Stau etwas aufgelöst: «Auf der Bernstrasse stockte der Verkehr noch bis kurz vor 11 Uhr.»

Massive Auswirkungen auf den Verkehr

Wie es bei der Baudirektion auf Anfrage heisst, war das Verkehrsaufkommen wie erwartet gross. Grund dafür sind ­Bauarbeiten auf der Schönen­werd-Kreuzung. Weil ­diese leistungsfähiger gemacht wird, ist sie seit Montag für zwei Monate gesperrt. Die Baudirektion hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass die Sperrung massive Auswirkungen auf den ­Verkehrsfluss im Limmattal haben wird und geraten, das Gebiet zu umfahren.

«Die Erfahrung zeigt aber, dass trotzdem viele Automobilisten am Anfang den gewohnten Weg wählen», sagt eine Sprecherin. In der Regel pendle sich das in den ersten Tagen etwas ein. Trotzdem rechnet man weiter mit Behinderungen. Die Kreuzung passieren täglich 35 000 Fahrzeuge. Deshalb wurden die Arbeiten hauptsächlich auf die Sommerferien verlegt, in denen das Verkehrsaufkommen laut Kanton erfahrungsgemäss 10 bis 20 Prozent geringer ist

«Es gibt kein Durchkommen mehr»

Anwohnerin Kaiser glaubt nicht, dass sich die Situation massiv beruhigen wird: «Hinzu kommt, dass es keine vernünftigen Umfahrungsmöglichkeiten gibt.» Nicht nur der Lärm und die Abgase vor ihrer Haustür bereiten ihr Sorge: «Auch mein Mann weiss nicht, wie er zur Arbeit kommen soll.»

Ihr Partner sei auf das Auto angewiesen: «Aber wenn das so weitergeht, braucht er drei Stunden für einen Weg.» Selbst mit dem Velo komme man auf der Strasse kaum vorwärts: «Am Montagmorgen wichen die genervten Autofahrer auf den Veloweg aus. Es gibt wirklich kein Durchkommen mehr.»


(som)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • grisgris am 02.07.2018 14:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Planung ist das A und O

    Habe heute Morgen selbst darin gesteckt. Absolutes Kompliment an die Planer ! Würde ich so arbeiten, wäre ich meinen Job los und müsste nicht mehr da durch...

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  • Grisuu am 02.07.2018 13:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    so ist das halt

    Versucht mal in der Rushhour durch das zürcher Oberland zu kommen. Wetzikon bis Hinwil und gerade in Hinwil eine riesen Katastrophe wegen Baustellen. Besserung ist nicht in Sicht. Aber wichtig ist, dass man die A53 nicht zusammenschliessen darf wegen Fröschen im Moorgebiet.

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  • Tom M. am 02.07.2018 14:33 Report Diesen Beitrag melden

    Lernt mal vom Ausland

    Verkehrsplanung in der Schweiz ist eine Katastrophe, die Verantwortlichen haben keinen Plan und sind alles Verkehrsverhinderer.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • SZ am 02.07.2018 21:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stau Stau

    Tja Der komplette Verkehrskollaps kommt sicher noch Gueti Fahrt

  • Someone am 02.07.2018 18:32 Report Diesen Beitrag melden

    Die Lösung

    Ich habe die endlösung alle geleasten Autos aus dem Verkehr nehmen und wir haben nie wieder Stau.

  • gunalo am 02.07.2018 18:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Typisch

    Jaja jetz motzen, sich aber freuen auf neuen Strassen zu fahren. Ich arbeite selber auch dort und hab da heute morgen auch drin gesteckt. Halb so wild

  • Pesche FR am 02.07.2018 17:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Könnte ja auch ein Unfall gewesen sein

    wenn die Sperrung bloss EINER Kreuzung ein solches Chaos verursacht, ist das Netz schon jetzt am Limit. Wie soll z.B. der Zugang für die Rettung in diesem Fall gewährleistet sein? Verrückt wie der Verkehr immer mehr und mehr zunimmt.

  • John Hunki am 02.07.2018 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    Schön wärs

    2 Monate ist gut, bei dem CH BauTempo würde ich auf ein 1/2 Jahr tippen, danach stellen sie fest, dass die Hälfte an Leitungen und Kanälen vergessen wurde mit ein zu planen / installieren und der Spaß geht von vorne los. Wünsche den Anstößer gute Nerven.