Schweizer Champions

17. September 2018 05:48; Akt: 17.09.2018 05:48 Print

«Bei ‹Fortnite› gehts nicht nur um die eigenen Skills»

Zwei Zürcher haben am Samstag das grösste Schweizer «Fortnite»-Duo-Turnier gewonnen. So hat es der 17-Jährige Egzon Kastrati erlebt.

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Mit weltweit über 125 Millionen Spielern ist «Fortnite» das derzeit wohl angesagteste Game überhaupt. Im Rahmen der Zurich Game Show kam es am Samstag zum grössten «Fortnite»-Duo-Turnier der Schweiz. Der 17-jährige Egzon Kastrati aus Oetwil am See ZH und Alessandro Fallisi aus Embrach ZH konnten zusammen das Turnier für sich entscheiden.

Egzon Kastrati, gratuliere zum Turniersieg. Seid Ihr nun die besten «Fortnite»-Spieler der Schweiz?
Danke! Nein, definitiv nicht. Ich würde sagen, dass wir auf einem hohen Niveau spielen, aber die Konkurrenz ist generell sehr gross. Bei «Fortnite» geht es nicht nur um die persönlichen Skills – Glück spielt auch eine mega grosse Rolle.

Aber ihr habt schon erwartet, dass ihr gewinnen könntet oder ist der Sieg für euch eine Überraschung?
Wir sind mit der ganz klaren Einstellung dorthin, dass wir das Turnier gewinnen können und wollen. Ich glaube eine solche Einstellung kann schlussendlich auch den Unterschied machen – und das nicht nur bei Fortnite.

Was war das Erfolgsrezept?
Wenn wir online aus Spass spielen, sind wir sehr offensiv und suchen gleich die Konfrontation mit den anderen Spielern. Für das Turnier haben wir eine viel defensivere Strategie gewählt, damit wir so lange wie möglich im Spiel bleiben ohne getötet zu werden.

Und ihr hattet also auch Glück...
Natürlich. Man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, um schnell die richtigen Waffen und das Equipment zu sammeln. In der ersten Runde des Finals, die wir gewonnen haben, hat das alles perfekt zusammengepasst.

Was war der wichtigste Moment des Turniers für dich?
Die Entscheidung im ersten Finalspiel. Ich war nur noch alleine gegen drei Gegner und konnte schlussendlich mit dem entscheidenden Kill die Runde für uns holen. Das hat uns fürs zweite Finalspiel auch sehr viel Sicherheit und Selbstvertrauen gegeben.

Wie habt ihr euch vorbereitet?
Grundsätzlich spielen wir beide so 10 bis 15 Stunden pro Woche – je nach dem wie viel Zeit wir neben unseren Jobs und anderen Hobbys noch haben. In den letzten zwei Wochen haben wir aber intensiver geübt und vor allem an unserem Zusammenspiel gearbeitet.

Spielt ihr schon lange zusammen?
Nein, wir kennen uns erst seit zwei bis drei Monaten. Es war unsere erste Turnierteilnahme. Wir haben uns über «Fortnite» kennengelernt und sind dadurch Kollegen geworden. Am Turnier haben wir uns aber erst zum zweiten Mal persönlich getroffen.

Was macht ihr mit dem Preisgeld von 3000 Franken?
Das weiss ich jetzt noch nicht. In erster Linie freue ich mal über den Turniersieg. Was ich aber sicher ausschliessen kann: Ich werde damit kein extra Equipment bei «Fortnite» kaufen.

Und seid ihr jetzt auf den Geschmack gekommen, um mehr Turniere zu spielen?
Definitiv, solange wir es mit unseren anderen Pflichten vereinbaren können. Wir haben schon einzelne Turniere im Kopf – möchten aber auch an Team-Turnieren teilnehmen. Hierfür werden wir nun andere Spieler suchen, die gut spielen können, aber wo auch das Persönliche stimmt.

Stichwort andere Pflichten. Was macht ihr, wenn ihr nicht gerade «Fortnite» spielt?
Ich mache eine Lehre im Ingenieurbau und Alessandro setzt voll auf die Karte Profifussball – er spielt bei der U17 des FCZ.

(wed)