07. Februar 2008 15:30; Akt: 07.02.2008 15:36 Print

«Cobras» unschuldig an Tramunfällen

Die neuen «Cobras» dürften nicht schuld sein an der markanten Zunahme der Tramunfälle in Zürich, wie Andreas Uhl, Sprecher der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) auf Anfrage sagte.

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Einer von drei tödlichen Unfällen im Jahr 2007 ereginete sich bei einer Kollision mit einem Cobra. Dies sei noch kein Alarmzeichen, sagte Uhl. Sämtliche Tramunfälle - selbst jene, die nicht von der Polizei rapportiert werden - würden von den VBZ «nach allen Regeln der Kunst» auswertet.

Es gebe keine Hinweise, dass vor allem «Cobras», die leiser auf den Zürcher Strassen unterwegs sind als Trams älteren Typs, zu Unfällen geführt haben, sagte Uhl.

Ein Fussgänger, der von einem älteren Tram erfasst werde, trage meist eher schwerere Verletzungen davon, als wenn die Kollision mit einem Cobra erfolge. Mit Cobras sei auch das gefährliche Tramsurfen nicht mehr möglich, sagte Uhl.

2007 gab es in Zürich 129 Unfälle mit Trams, bei denen 92 Personen verletzt wurden und drei ums Leben kamen. Das sind 39 Prozent mehr Unfälle als in den Jahren 2005 und 2006 und 84 Prozent mehr Verunfallte.

90 Prozent der Unfälle ereigneten sich, weil das Vortrittsrecht des Trams missachtet wurde. Eine spezifische Verkehrssicherheits- Kampagne von Polizeidepartement und VBZ - unter anderem mit Radio- Spots - hat gemäss Uhl offenbar noch nicht den gewünschten Erfolg gezeitigt. Sie werde deshalb in verstärktem Umfang fortgesetzt.

(sda)