Ja zum Hotel Suff

30. November 2014 18:39; Akt: 01.12.2014 10:25 Print

«Das ist ein Sieg für das Gesundheits-Personal»

Betrunkene werden nun definitiv in das Hotel Suff gebracht – 67 Prozent der Zürcher sind für den Betrieb. Die deutliche Annahme überraschte selbst die Befürworter.

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Nach dem Abstimmungsresultat trat Polizeivorsteher Richard Wolff (AL) am Sonntag sichtlich erleichtert vor die Medien. 67 Prozent der Stadtzürcher sind dafür, dass Betrunkene, die sich oder andere gefährden, weiterhin in die Ausnüchterungs- und Betreuungsstelle (ZAB) gebracht werden. Das so genannte Hotel Suff darf nach einer vierjährigen Pilotphase am 1. April 2015 seinen definitiven Betrieb aufnehmen – der jährliche Nettoaufwand wird auf 1,2 Millionen Franken pro Jahr veranschlagt.

«Die hohe Zustimmung ist die Bestätigung für ein Modell, welches sich bewährt hat und laufend verbessert wurde», sagte Wolff. Dass seine eigene Partei die Vorlage vehement bekämpft hat, kommentierte er am Sonntag nicht. Vielmehr betonte er, dass die ZAB eine «gute und sinnvolle Lösung» sei.

Befürworter überrascht

Auch beim Komitee «Ja zur ZAB» freut man sich, wie Co-Präsident Alan Sangines sagt: «Mit einer so deutlichen Annahme hätten wir nicht gerechnet», so der SP-Gemeinderat: «Es ist ein Sieg für das Gesundheitspersonal und die Patientensicherheit in der Stadt.»

Enttäuscht ist hingegen Luca Maggi, Grünen-Politiker und Mitglied des linken Gegner-Komitees: «Das Resultat passt zu der politischen Stossrichtung von Zürich – alles was stört und anders ist, muss weg.» Er hoffe nun, dass die Stadt wenigstens ihr Versprechen einhalte und nur Personen ins Hotel Suff sperrt, die wirklich eine Gefahr sind: «Auch muss dort die medizinische Betreuung unbedingt gewährleistet werden.»

(som/kv)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Robert Nützi am 30.11.2014 20:18 Report Diesen Beitrag melden

    Koma-Trinker

    Betreuung ja, aber bitte nicht wieder auf Kosten der Krankenkasse oder des Steuerzahlers. Verursacherprinzip, wer säuft bis zum abwinken soll auch selbst dafür bezahlen !

  • Hans am 30.11.2014 20:28 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Sache. nur....

    Ich finde es eine gute Sache.. Solange der Besoffene, eine Rechnung kriegt, und selber bezahlen muss.

  • Der Seher am 30.11.2014 20:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wichtig

    Es sollte aber wie bei jeder Hotel Übernachtung auch, absolut klar sein dass das Zimmer und der Service beim Austritt bar oder mit Karte bezahlt wird.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Schneehäsli am 01.12.2014 09:39 Report Diesen Beitrag melden

    wieso so viel Alkohol?! :-(

    Mal eine gute Sache & der Preis ist super, da dies dem Betroffenen eine Lehre ist, ev. eine schmerzhafte. Für den Alkohol genügt das Geld ja auch, also nicht kleinlich sein. Zudem müssen die Leute, die dort arbeiten, auch bezahlt sein.

  • cbi am 01.12.2014 04:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja zur Patienten Sicherheit

    Danke für das Ja. Dieses Resultat unterstützt dass die nicht alkoholisierte Kranken / Verletzten besser versorgt werden können in der Notfallstation.

  • ZASler am 30.11.2014 23:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bargeld geht

    das ist auch möglich, jedoch haben die leute selten grad 600.- dabei. karte geht auch, also bitte bei der nöchsten ZAS-übernachtung mit dabei haben

  • Leser am 30.11.2014 21:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leser

    Hat eigentlich jemand den Artikel gelesen? Es steht: Die Gebühren, welche die Stadt unterhält sind höchst umstritten... Also ja die Verursacher werden zur Kasse gebeten. Aber wie bei anderen Rechnung kann man ja wohl auch hier versuchen die Zeche zu prellen

  • nagran am 30.11.2014 21:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tja...

    so ist es aber! Wir Steuerzahler dürfen jetzt für alle Schnapsleichen blechen.

    • Nina am 30.11.2014 22:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nicht neu

      Machst du ja jetzt schon, einfach via Krankenkasse..

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