René Kuhn

20. September 2010 22:56; Akt: 20.09.2010 23:03 Print

«Das ist ein historischer Moment»

von Désirée Pomper - Zum Treffen der Antifeministen in Zürich sind Anmeldungen aus der ganzen Welt eingegangen. Frauenrechtlerinnen befürchten einen Imageschaden für die Schweiz.

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Initiant René Kuhn (linkes Bild). Giardino Verde in Uitikon ZH: Gastrecht für die Antifeministen.

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Das internationale Antifeminismus-Treffen in Zürich sorgt bereits im Vorfeld für weltweites Echo: Organisationen aus Italien und Spanien wollen ebenfalls am Kongress teilnehmen. «Es sind auch Anmeldungen aus Brasilien und Thailand eingegangen», sagt Initiant René Kuhn. Auch aus dem als besonders emanzipiert geltenden Schweden gingen Glückwünsche für den Kongress ein: «Das ist ein historischer Moment für die Menschheit», sagt Ulf Andersson, Gründer der Väterorganisation PappaRättsGruppen. Europaweit würden Väter ihres Sorgerechts beraubt und von Feministinnen in die Enge getrieben, wobei es in Schweden besonders schlimm sei: «Hier bezeichnen Feministinnen Männer öffentlich als Tiere und sehen in jedem Mann einen potenziellen Vergewaltiger.» Der Ansturm von ausländischen Gästen stellt Initiant Kuhn vor grosse Herausforderungen: «Wir suchen dringend einen Simultandolmetscher, der ehrenamtlich die Referate übersetzen könnte.» Nachdem das Antifeminismus-Treffen vom Restaurant Waid ausgeladen wurde, gewährt der Inhaber des Zürcher Restaurants Giardino Verde den Männern Gastrecht: Dieser fühlt sich laut Kuhn als Opfer des «von Feministinnen verschuldeten Sorgeunrechts».

SP-Nationalrätin Bea Heim ist über den weltweiten Zuspruch für die Antifeministen überrascht: «Der Vormarsch der Frauen löst bei gewissen Männern offensichtlich Empfindlichkeiten aus.» Josiane Greub, Präsidentin des Schweizerischen Verbandes für Frauenstimmrechte, ist derweil besorgt, dass «nach dem Minarettverbot nun das Antifeminismus-Treffen im Ausland für negative Schlagzeilen sorgt».

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • nemesiscro am 21.09.2010 07:25 Report Diesen Beitrag melden

    gute Sache

    nichts gegen Frauen - ich liebe sie! Mir ist es eigentlich auch piepegal ob eine Frau nun staatsoberhaupt ist oder den Boden in der Cafeteria putzt - Job ist Job. Aber sehen wir uns mal die Fakten an - läst sich ein Ehepaar scheiden, kriegt zu 95% die Frau das Sorgerecht - auch wenn der Ehemann sie nie geschlagen hat o.ä. Feministinen wollen ums verrecken ein "neutrales" Deutsch - so muss man nun in jedem Text, soll er gender-gerecht sein, praktisch jedes Nomen in zweifacher Ausführung schreiben - auch wenn man z.B. seit jeher "der User" und nicht "die Userin" schreibt. Antifeministen vor!

  • O. Steiner am 21.09.2010 08:54 Report Diesen Beitrag melden

    Die Feministinnen...

    ...haben zu Beginn Ihrer Bewegung auch nur Kopfschütteln und Unverständnis ausgelöst. Logisch, dass die Feministinnen sich mit den immergleichen Slogans verteidigen und nicht hinhören, ob tatsächlich bei gewissen Fragen Handlungsbedarf besteht. Machen wir Männer doch mal einen Männer-und Alimentezahl-Streiktag und stecken uns ebenfalls eine schöne Sonne an den Pulli.

  • guschti am 21.09.2010 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    eherecht

    Ich kenne sogar Frauen die sagen wenn sie ein Mann wären würden sie nie ohne Ehevertrag heiraten. Als Mann ist man da voll verarscht. Die Frau kann den Mann betrügen und bei der Scheidung bekommt sie die Kinder, das Haus und einen monatlichen Unterhalt. Toll!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Robby212 am 26.10.2010 18:44 Report Diesen Beitrag melden

    Imageschaden

    ist nun tatsächlich geschehen. Nämlich weil Linksextreme Gewalttäter die freie Meinungsäusserung nicht akzeptieren und offen mit Gewalt drohen und bereits Sachbeschädigungen begangen haben. Pfui Feminismus!

  • Goofos am 23.09.2010 19:51 Report Diesen Beitrag melden

    Welcher Imageschaden?

    Bei mir hat das keinen Imageschaden angerichtet. Im Gegenteil, das nenne ich sogar sehr fortschrittlich. Ein gewaltiger Imageschaden könnte von so Frauen verursacht werden, die nichts besseres drauf haben außer Männern eine Empfindlichkeit vor Frauen auf dem Vormarsch unterstellen. Außer solche Phrasen bekommen diese Frauen auf dem Vormarsch anscheinend nichts besseres zustande. Das weckt dann eher eine große Entäschung in mir, darüber, dass es anscheinend besser ist Frauen nochmal für ein Jahrhundert hinter den Herd zu katapultieren. Die Zeit ist wohl noch nicht reif für Frauen.

  • Thomas Schock am 23.09.2010 02:03 Report Diesen Beitrag melden

    Wie auch immer, es ist nie zu spät

    sich auf seinen Wert zu besinnen. Und das tun wir. Darum wird das, was wir nun beginnen, auch weitergeführt. Männer in ganz Europa erheben sich und brechen ihr Schweigen. Die Zeit falscher Rücksicht auf ein rücksichtsloses Geschlecht ist definitiv vorbei.

    • ursus am 24.09.2010 13:40 Report Diesen Beitrag melden

      @Thomas Schock

      Bravo ! Sie haben es absolut auf den Punkt gebracht ! Bester Beitrag !

    einklappen einklappen
  • Laredo am 21.09.2010 22:12 Report Diesen Beitrag melden

    Gleichberechtigung sieht anders aus

    Männer und Frauen mit gesundem Menschenverstand respektieren sich ohne geschlechterspezifische Probleme. Feministen sind Radikale der modernen Frauenbewegung, da sie den Mann in jeder Form diskriminieren. Diesem Trend folgend haben z.B. Väter bei Scheidungen das Nachsehen und werden meist nur als Alimentenspender degradiert u missbraucht. Dank dieses Fenimismus haben Frauen ein Machtpotential, welches ohne Aufklärung über Wahrheit oder Lüge den Mann generell vorverurteilt, brnadmarkt und anklagend degradiert. Gleichberechtigte Anerkennung u Respekt zueinander sieht anders aus.

  • Fredy am 21.09.2010 19:21 Report Diesen Beitrag melden

    Dass...

    es heute bei Scheidungen in der Schweiz in rund 80% der Fälle die Frau ist, welche die Scheidung einreicht, muss ganz einfach damit etwas zu tun haben, dass die Frau mit einer Scheidung viel weniger zu verlieren hat als der Mann.