Stadt Zürich

28. Juni 2019 04:51; Akt: 28.06.2019 04:51 Print

«E-Trottinetts werden täglich herausgefischt»

Taucher haben etliche E-Trottinetts aus dem Zürichsee gezogen. Sie könnten den See verschmutzen.

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Etwa 70 Taucher haben am Sonntag zwischen Bellevue und Badi Utoquai 12 E-Trottinetts aus dem Zürichsee gezogen. Matthias Ardizzon, Präsident der Abfalltaucher Schweiz, findet es bedenklich, dass so viele E-Trottinetts im Wasser liegen: «Sie landen sicherlich nicht nur aus Versehen im See.» Erst kürzlich haben Taucher im Rahmen eines freiwilligen Umweltschutz-Programms für Mitarbeiter von Google beim Utoquai über zehn E-Scooter aus dem Zürichsee gefischt. Auch die Polizei hat schon E-Trottinetts aus dem Wasser gezogen. Wie viele E-Trottinetts bereits im Zürichsee und in der Limmat gelandet sind, ist nicht klar. Entsorgung und Recycling Zürich (ERZ) führt dazu keine Statistik. E-Trottinetts werden aber fast täglich aus den Gewässern der Stadt entfernt», sagt Sprecherin Béatrice Hubschmid. Entsorgt werden die aus dem Wasser geholten E-Trottinetts nicht: «Sie werden durch die Verleihfirmen abgeholt.» Von den modernen Akkus gehe kurzfristig keine Gefahr aus, heisst es beim kantonalen Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft. Nicht auszuschliessen sei aber, dass langfristig problematische Stoffe ins Wasser gelangen. Es ist strafbar, irgendetwas ins Wasser zu werfen, das zu einer Verschmutzung führen kann. Das gelte auch für E-Trottinetts. Bei den Anbietern der E-Trottinetts bestätigt man, dass ab und zu Geräte im Zürichsee landen. «Das stellt aber eher die Ausnahme dar», sagt etwa Tier-Sprecher Daniel Bauer. Fälle von Vandalismus seien kein akutes Problem. In der Schweiz liege die Rate bei unter einem Prozent im Vergleich zur Gesamtflotte. Die herausgefischten E-Trottinetts dienen aber wegen vielen kaputten elektrischen Bauteilen höchstens als Ersatzteillager: «Ein solcher Wasserschaden ist endgültig.» Neben E-Trottinetts haben die Taucher auch viel anderen Müll heraufgeholt. Darunter war etwa auch ein Computer.

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Rund 70 freiwillige Taucher haben am Sonntag bei einem Clean-up am Utoquai neben viel Abfall, Pneus und Handys auch zwölf E-Trottinetts aus dem Zürichsee gefischt. Dass so viele E-Trottinetts mit dabei sind, findet Matthias Ardizzon, Präsident der Abfalltaucher Schweiz, bedenklich: «Das gehört einfach nicht in den See.»

Die Geräte seien etwa für Fische ein Problem, wenn der Akku zu lecken beginnen würde. Ardizzon hat auch eine Vermutung, wie die E-Trottinetts ins Wasser kommen: «Sie müssen über die Bänkli gehievt werden und landen sicherlich nicht nur aus Versehen im See. Sie werden reingeworfen!»

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«E-Trottinetts werden fast täglich herausgefischt»

Erst kürzlich haben Taucher auch im Rahmen eines Umweltschutzprogramms für Google-Mitarbeiter beim Utoquai über zehn E-Scooter aus dem Zürichsee gefischt, wie «Watson» berichtet. Auch die Polizei hat schon E-Trottinetts aus dem Wasser gezogen: «Wenn uns Passanten melden, ein Gerät gesehen zu haben, holen wir dieses aus dem Wasser», sagt Stadtpolizei-Sprecher Marc Surber zu 20 Minuten.

Zuständig für das Herausfischen ist aber grundsätzlich Entsorgung und Recycling Zürich (ERZ). Die Kosten übernimmt also die Stadt. Wie viele E-Trottinetts bereits im Zürichsee und in der Limmat gelandet sind, ist aber nicht klar. ERZ führt dazu keine Statistik: «E-Trottinetts werden aber fast täglich aus den Gewässern der Stadt entfernt», sagt Sprecherin Béatrice Hubschmid. Von einem Problem will sie aber nicht sprechen. Die aus dem Wasser geholten E-Trottinetts gehen danach zurück an die Verleihfirma.

Limmat eher betroffen als Zürichsee

Bei diesen bestätigen zwei, dass ab und zu Geräte in den Gewässern landen. Laut Daniel Bauer, Sprecher der Firma Tier, sind dabei aber eher die Limmat als der Zürichsee betroffen. Um die versenkten Geräte kümmert sich Tier laut Bauer aber selber: «Wir arbeiten mit einem professionellen Dienstleister zusammen, und auch meine Kollegen selbst begeben sich regelmässig auf die Suche.»

Erst am Montag habe ein Mitarbeiter ein Tier-Trottinett aus dem See gefischt. Diese seien dann aber endgültig kaputt durch den Wasserschaden – sie dienen höchstens noch als Ersatzteillager. «Das stellt aber eher die Ausnahme dar», so Bauer. In der Schweiz liege die Vandalismusrate bei unter einem Prozent im Vergleich zur Gesamtflotte.

«Vandalismus hält sich in überschaubaren Rahmen»

Dass sich der Vandalismus in einem überschaubaren Rahmen halte, heisst es auch beim Flash-Nachfolger Circ, wie Sprecher Daniel Scherrer sagt. Leider komme es dennoch vor, dass E-Trottinetts auch im See landen. «Wir halten die Nutzer an, die E-Trottinetts ordentlich hinzustellen und ebenfalls ein Foto bei Ende der Fahrt zu machen.»

(tam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beatrice Weilenmann am 28.06.2019 06:09 Report Diesen Beitrag melden

    Grösster Blödsinn

    Mit den E-Trottinette verdienen sich ein paar wenige für kurze Zeit etwas Geld. Sonst liegen Sie nur überall herum und behindern Fussgänger/ Velofahrer usw. Der grösste Blödsinn. Siehe Paris.

  • Tony am 28.06.2019 06:34 Report Diesen Beitrag melden

    Shame

    Soviel zum Klimaschutz durch E-Biker und Vandalen. Zum Glück gibt es diese Taucher.

    einklappen einklappen
  • Daniel am 28.06.2019 06:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Welch Ironie, EFahrzeuge werden immer..

    ...mehr zur Umweltbelastung! ESchrott überall. Naja auch dieser Trend wird vorübergehen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Léman93 am 30.06.2019 13:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hohe Strafen

    Der Menschen grösster Feind ist er selbst. Solche Orte sollten überwacht werden. Verursacher, sollten hart bestraft werden. Ab 5000 CHF aufwärts.

  • Jekami ab 0.5 Promille am 28.06.2019 15:42 Report Diesen Beitrag melden

    Sport-Disziplin

    Ich denke mal für Teenager ist es ein toller Sport und Spass nach dem Ausgang, morgens zw. 02.00h - 04.30h E-Bike/Trottinett in den See zu schmeissen!

  • Ephraim Lercher am 28.06.2019 15:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kleines plus

    Der Verleiher müsste sämtliche Kosten tragen, die bei diesen Bergungen anfallen plus 30% Strafgebühr.

  • Peter Vogel am 28.06.2019 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Drakonische Strafen

    Verursacher von Littering, besonders wenn man Dinge in den See wirft, sollten mit Bussen von 5'000-10'000.- bestraft werden. Im Wiederholungsfall anzeigen.

  • Edmo am 28.06.2019 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    Unfassbar

    Gemäss ERZ werden fast täglich E-Trottinetts aus Gewässern gefischt. Trotzdem spricht man von Vandalismus in überschaubarem Rahmen. Wo sind wir bloss hingekommen?