Ex-Nachbarn des Täters

24. Juli 2017 18:37; Akt: 24.07.2017 19:01 Print

«Er hat bei einem Unfall ein Trauma erlitten»

Ehemalige Nachbarn beschreiben den Motorsägen-Täter von Schaffhausen als in sich gekehrt. Nach einem Unfall soll er von der IV gelebt haben.

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Franz Wrousis war ein Nomade: Über ein Dutzend Mal ist er in den letzten 20 Jahren umgezogen. Er wohnte unter anderem in den Kantonen Basel, Luzern und Graubünden. In Beromünster hielt er es etwas mehr als ein Jahr aus.

B.E. liess ihn dort bei sich im Block wohnen. «Ich wollte etwas Gutes tun», sagt der ehemalige Vermieter. Wrousis sei zu 100 Prozent IV-Bezüger gewesen. «Er erzählte mir nur, er habe durch einen Unfall ein Trauma erlitten.»

«Er kam mir gfürchig vor»

Wrousis sei fast täglich in der Natur gewesen. Das beobachtete auch eine weitere Ex-Nachbarin: «Morgens ging er mit seinem Rucksack und seinem grünen T-Shirt raus, am Abend kam er heim. Er kam mir gfürchig vor.»

Als Wrousis vor 3 Jahren seine Wohnung kündigte und ins Bündnerland zog, liess er seinen ganzen Hausrat zurück. «Er nahm nichts mit, wir mussten die Wohnung räumen», sagt Ex-Vermieter E. Unter anderem hätten sie dabei viele religiöse Bücher gefunden. Bezahlt habe er die Miete aber.

Am letzten Ort zahlte er nicht

Das war an seinem letzten gemeldeten Wohnort, einem Backpacker in Laax, anders. Wrousis schlief dort genau eine Nacht. «Er wollte einen Monat bleiben, war nach einer Nacht aber weg – ohne zu bezahlen», sagt der Vermieter des Lokals.

Alle beschreiben den Mann als eigen, skurril und verschroben. «Er hat teilweise mit sich selbst gesprochen», sagt E. Die Ex-Nachbarin meint: «Ich bin froh, hatte ich nie viel mit ihm zu tun.»

(hal)