Grosseinsatz an Street Parade

11. August 2019 00:04; Akt: 11.08.2019 00:59 Print

«Es fiel das Wort Bombe und wir mussten alle weg»

Beim Zürcher Seebecken kam es während der Street Parade zu einem Grosseinsatz wegen eines verdächtigen Gegenstandes. Pumpstation-Grillchef Baba hat den Einsatz miterlebt.

Pumpstation-Grillchef Baba erzählt im Interview, wie er den Grosseinsatz wegen des verdächtigen Gegenstandes miterlebt hat.
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850'000 Besucher feierten am Samstag friedlich an der Street Parade rund ums Zürcher Seebecken. Kurz nach 21 Uhr kam dann aber Aufregung auf rund um das Utoquai an der Seepromenade: Die Stadtpolizei Zürich sperrte die Gegend grossräumig ab. «Die Polizei kam zu uns und sagte, dass wir das Lokal sofort räumen müssen. Plötzlich fiel auch das Wort Bombe», sagt Baba, der Grillchef der nahegelegenen Pumpstation. Er sei dann aber trotzdem länger geblieben. «Wir hatten den ganzen Tagesumsatz in den Kassen und mein Grill war voll mit Lebensmitteln – ich konnte nicht einfach weg.»

Als die Polizei dann den Entschärfungs-Roboter einsetzte, ging auch Baba hinter die Absperrung der Polizei. «Ich hatte mega Angst. Ich habe auch schon Bomben in meiner Heimat erlebt.» Kurz vor Mitternacht wurde die Absperrung dann aufgelöst, der verdächtige Gegenstand wurde mit Blaulicht abtransportiert: «Wir sind alle zurück zur Pumpstation gerannt, damit niemand etwas wegnimmt oder kaputt macht.»

Es sei zwar glücklicherweise nichts passiert, aber die Pumpstation verfüge nur über eine Lizenz bis 24 Uhr. «Es ist extrem traurig, dass Leute so etwas machen. Wir haben über 10'000 Franken Umsatz in diesen zwei Stunden verloren.» Zudem sei auch die friedliche Feierstimmung gleich beendet gewesen durch den Einsatz. Der Polizei macht Baba aber ein grosses Kompliment: «Sie haben mega gut reagiert.» Er habe daher auch alle Polizisten nach dem Einsatz eingeladen, um bei der Pumpstation noch etwas zu essen.


Der Einsatz der Polizei im Video.

(wed/jen/tam)