Fluss in Rapperswil-Jona SG

22. Juli 2018 16:59; Akt: 23.07.2018 11:58 Print

«Fische können nicht mehr schwimmen und es stinkt»

Weil der Wasserstand der Jona so tief ist, ist der Fluss voller Algen. Im Internet ist der Gestank der Gesprächsstoff. Gelassener sind die Anwohner.

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Ein Algenteppich bedeckt die Jona beim Stadthaus in Rapperswil-Jona – der Wasserstand ist tief. «An heissen Tagen riecht der Fluss etwas», sagen zwei Frauen zu 20 Minuten am Sonntag. Doch ganz so dramatisch, wie es in Facebook-Foren tönt, sieht das keiner der Anwohner mit dem Gestank. «Es ist extrem, Fische können nicht mehr schwimmen, und es stinkt richtig», zitiert die «Zürichsee-Zeitung» einen Nutzer. Eine Nutzerin vergleicht den Geruch sogar mit faulen Eiern.

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Andri Pfister, Obmann der Bachbewirtschaftungsgruppe Jona, sagt zur Zeitung, dass das Wasser warm und dementsprechend sauerstoffarm sei. Das begünstige das Algenwachstum. Das Phänomen habe sich dieses Jahr schon vor Wochen abgezeichnet. «Aber die Leute reagieren erst, wenn das Problem sicht- und riechbar ist.»

Die Algen abzuschneiden, ist keine Lösung. Das würde laut Pfister für die verbliebenen Tiere enormen Stress bedeuten. Stressig wäre es für die Fische auch, wenn man sie abfischen würde. «Wohin sollen wir die Fische denn umsiedeln?», fragt er. Seine Bachbewirtschaftungsgruppe pflanzt entlang von Bächen jedes Jahr Bäume und Sträucher. In ein paar Jahren soll der Schatten die Gewässer ein Stück weit vor dem Austrocknen schützen.

(mon)