Zürcher Satiremagazin

31. März 2011 10:19; Akt: 31.03.2011 10:26 Print

«Hauptstadt» in Finanznöten

Das Zürcher Satiremagazin «Hauptstadt» ist erst seit sechs Monaten auf dem Markt - und steckt bereits in groben Finanznöten. Der Verleger will aber noch nicht aufgeben.

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Wie der Herausgeber auf der «Hauptstadt»-Website schreibt, wurde der Verlag im Laufe dieser Woche aufgelöst. Um das Heft auch in Zukunft herausbringen zu können, gründet Verleger Reda El Arbi nun einen Verein, bei dem alle bisherigen Abonnenten automatisch Mitglieder werden. Die «Hauptstadt» wird damit zum Vereinsmagazin.

Weil der Aufbau des Vereins und die Kapitalisierung einige Zeit in Anspruch nehmen, erscheint die nächste Nummer statt im April erst Anfang Mai. Hauptproblem des Heftes sind die fehlenden Inserate. Um doch noch Einnahmen verbuchen zu können, bietet der Verleger seine Inhalte nun auch anderen Medien an.

Verleger will Artikel an andere Medien verkaufen

Wer einmal «etwas Böses veröffentlichen wolle», könne bei ihm Artikel einkaufen und diese unter der Marke «Hauptstadt» veröffentlichen, schreibt El Arbi auf der Website. Mit diesem Angebot richtet er sich in erster Linie an «seriöse Medien». Das Satiremagazin startete am 1. Oktober 2010 mit einer Auflage von 10 000 Exemplaren.

(sda)