Zürich

16. Mai 2010 22:10; Akt: 16.05.2010 21:18 Print

«Helfen wir, statt über sie zu motzen»

von Marco Lüssi - Der Kanton Zürich startet heute eine Integrations-Kampagne mit provokativen Sujets. Regierungsrat Markus Notter (SP) erklärt warum.

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Herr Notter, in der neuen Kampagne werden Klischees über Ausländer thematisiert, ohne sie zu widerlegen. Zementieren Sie so nicht Vorurteile?
Markus Notter: Ich glaube, es ist ein Klischee, dass es Klischees sind. Wir haben die Sujets mit Migrantinnen und Migranten entwickelt und waren überrascht, dass sie mit praktisch denselben Themen gekommen sind, die wir uns auch augedacht hatten.

Dennoch hat man ein bisschen den Eindruck, es gehe darum, die Ausländer zu Schweizer Bünzlis zu erziehen.
Wenn Sie meinen, dass ich ein Bünzli sei, weil ich meine Flaschen in die Altglassammlung bringe und Fondue esse, bitte. Es ist ja auch kein Weltuntergang, wenn in jedem von uns ein kleiner Bünzli steckt.

Die Kampagne erteilt Ausländern Ratschläge. Was ist Ihr wichtigster Rat an Ausländer, die zu uns kommen?
Offiziell: Lerne möglichst schnell Deutsch. Und inoffiziell: Nimm uns Schweizer nicht immer ganz so ernst, aber zeig uns das ja nicht.

Eines der Plakat-Sujets ist ein unhöflicher Deutscher. Regen auch Sie sich manchmal über Vertreter dieser Nation auf?
Ich rege mich über alle unhöflichen Menschen auf, egal welchen Pass sie haben. Aber zum Sujet: Er ist eben nicht unhöflich. Er weist darauf hin, dass wir sprachliche Unterschiede zwischen der Schweiz und Deutschland haben, die wir als un­höflich empfinden. Viele Deutschen wissen gar nicht, dass wir manche ihrer Aussagen als schroff empfinden. Also helfen wir ihnen doch, statt über sie zu motzen.

Die Ausländergruppe, die derzeit am meisten Schlagzeilen macht, sind die Muslime.
Muslime sind eben keine «Ausländergruppe». Es gibt riesige kulturelle Unterschiede zwischen Muslimen aus Bosnien, der Türkei und beispielsweise Indien. Wir haben dank einer umfangreichen Studie herausgefunden, dass Muslime nicht schlechter integriert sind als Angehörige anderer Religionen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bruno Zimmermann am 17.05.2010 10:44 Report Diesen Beitrag melden

    naiv

    Da schanzt sich doch mal wieder die linke seite eigene aufträge zu. steuergelder sollen in den eigenen reihen verteilt werden. nein ehrlich, ich finde es schon ein wenig sonderbar dass man so naive plakate vorlegt und dann meint es spreche jamanden an. kontrolle wäre besser

  • Fridli Glarner am 17.05.2010 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    Sooo herzig...und

    unnütz!! Typisch SP. Schlimm ist ja die Tatsache, dass die SP ernsthaft an solchen Schwachsinn glaubt!! Aber bald sind Wahlen... ich freu mich schon darauf!!

  • Jonny am 17.05.2010 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    Hmm..

    "inoffiziell: Nimm uns Schweizer nicht immer ganz so ernst, aber zeig uns das ja nicht". Wie Bitte kann man uns noch weniger Ernst nehmen?? Das ist ja ein Wiederspruch in sich. Integration bedeutet Respekt, somit sollen uns die Ausländer ernst nehmen!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Schweizer am 18.05.2010 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    Integration

    Typisch SP und alle anderen linken Staatsdemontierer. Statt den Tatsachen ins Auge zu sehen, wollen diese "integrieren" statt endlich mit harter Hand durchzugreifen. Gastarbeiter wie vor 50 Jahren sofort ja, Schmarotzer wie heute sofort ausweisen. Das gleiche gillt beim kleinsten vergehen. Die Ausländer sollen sich gefälligst anpassen und nicht umgekehrt. Wir müssen uns im Ausland auch anpassen oder gehen, warum begreifen das die Schweizer nicht endlich und reagieren auch danach? Wir müssen sofort die Humanitätsduselei ablegen.

  • Christine am 17.05.2010 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    Integration

    Bin schon seit 30 Jahren in der Schweiz,war erst mit einem Schweizer aus dem Welschland verheiratet und jetzt mit einem Schweizer mit italienischen Wurzeln...und habe immer in der deutschen Schweiz gelebt.Was glauben sie wohl,wieviele absolut nutzlose Diskussionen über den Sprachgebrauch ich schon geführt habe,angefangen bei meinem Schweizer Deutschlehrer,der mir unbedingt beweisen wollte, dass er der bessere Deutsche sei!Es bringt nichts, der eine sagt zügeln und der andere meint damit ein Pferd an die Kandare nehmen...!Ciao und bonnes salutations!

  • qualo walo am 17.05.2010 14:37 Report Diesen Beitrag melden

    sein oder nicht sein, das ist hier die f

    wir sind alles lebewesen dieses planeten der um die sonne kreist. von daher sind die begiffe ausländer-inländer irreführend. politiker/innen sind oft engstirnige wesen. merke herr und frau politiker: wir sind da und weil wir da sind haben wir alle eine daseinsberechtigung. sonst wären wir ja nicht da. aber politiker/innen brauchen eine daseinsberechtigung von daher suchen sie immer nach etwas das es so nicht gibt. bsp. schulreform: bla, bla, bla für was bla,bla, bla. mit diesen unnützen reformen schaffen institutionen eine daseinsberechtigung und blähen sich auf mit viel bla, bla, bla sie

  • honegger reto am 17.05.2010 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch SP Notter

    Herr Notter lebt als sehr gut verdienender Regierungsrat auf einem ganz anderen Planeten, anscheinend ! Herr Notter soll mal auf die Strasse und dort den Bürger Normalverdiener ansprechen und auch seine Interessen endlich vertreten. Er soll mal Ph.Leutenegger fragen, was mit seinen beiden Söhnen passiert ist im Ausgang, eine Folge der SP Integrationspolitik. Herr Notter hat wohl keine Kinder und keine Ahnung von den Sorgen mit den Ausländern in der Bevölkerung.

  • walo qualo am 17.05.2010 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    der grösste bankraub aller zeiten...

    was erlauben sich eigentlich die politiker dieses landes! man die ausländer geholt, jetzt sind sie da. sie brauchen keine ratschläge von politikern die sich nur um sich selbst drehen. wenn man leute holt, muss man halt vorher überlegen wen man holt. die schweizerarroganz soll ihre ratschläge für sich behalten. wer macht den dreck in diesem lande? die linken etwa! oder die rechte. oh sorry. gebt den tätigen leute einen anständigen lohn, so dass sie davon leben können. den rest ist des schweizers problem. arbeitsscheue und sozialschmarotzer gibt es überall. auch bei den bankernboni... siehe tite

    • bla bla am 17.05.2010 14:40 Report Diesen Beitrag melden

      bla bla bla

      suchet nicht nach hindernissen vielleicht sind keine da aber typisch politik. sie bauen hindernisse die sie nachher nicht beseitigen und die hindernisse werden beseitigt mit neuen hindernissen und so geht das weiter immer lustig immmer heiter

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