Zürich

31. März 2015 13:44; Akt: 01.04.2015 15:57 Print

«Ich hatte mehrere Schutzengel»

Beim Kreuzplatz in Zürich hat Sturm Niklas ein Kupferdach einer Kirche weggefegt und damit drei Autos begraben. Autobesitzer E. Meier sah das Unglück aus nächster Nähe.

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Mehrere Personen, die sich im Gebäude der Kirche der Christlichen Wissenschaft beim Kreuzplatz in Zürich aufhielten, hörten am Dienstag kurz vor 12.30 Uhr ein lautes Donnern: «Es klang entfernt wie eine Explosion», sagt ein Leser-Reporter. «Es war ein Riesenkrach und dauerte einige Sekunden.» Zusammen mit anderen Personen sei er sofort nach draussen auf die Strasse gerannt. Dort sahen sie, wie der Sturm Niklas eben ein Teil des Kirchendachs abgedeckt hatte.

Laut Marco Cortesi, Medienchef der Stadtpolizei Zürich, handelt es sich um ein rund 600 Quadratmeter grosses Stück des Kupferdachs, das mehrere hundert Kilogramm wiegt. Dieses hat auf der Strasse drei parkierte Autos erfasst und teils völlig überdeckt. Zudem wurde bei einem Nachbarhaus ein Balkon teils heruntergerissen. «Voraussichtlich gibt es keine Verletzten – doch noch können wir dies nicht ganz ausschliessen», so Cortesi.

«Plötzlich kam ein gewaltiger Windstoss»

Einer der betroffenen Autofahrer ist E. Meier. Der Aargauer arbeitet in derselben Strasse und war gerade auf dem Weg zum Zmittag, als es passierte: «Plötzlich kam ein gewaltiger Windstoss.» Beim Zurückschauen sah er, wie der Sturm das Dach der Kirche zunächst anhob und es dann gegen ein Nachbarhaus und schliesslich auf die Autos schmetterte. «Das war ein Schock – ich hatte mehrere Schutzengel», sagt Meier.

Weil der restliche Teil des Kupferdachs ebenfalls hinunterstürzen könnte, sperrten Polizei und Feuerwehr die Umgebung grossräumig ab. Spezialisten sicherten das Dach. Wegen der Absperrung waren auch die Tramlinien 11 und 15, die Buslinie 31 und die Forchbahn bis kurz nach 15 Uhr unterbrochen. Inzwischen rollt der Verkehr wieder. Die Polizei schätzt, dass der Sachschaden im sechsstelligen Bereich liegen dürfte.

(wed/rom)