Start-up

17. Februar 2017 05:55; Akt: 17.02.2017 14:59 Print

«In Zürich stehen zu viele Gebäude grundlos leer»

Zwei Ex-Studenten wollen einen verlassenen Bürokomplex im Kreis 9 beleben – mit Support der Eigentümerin UBS. Das Gebäude liegt direkt neben dem besetzten Koch-Areal.

So sehen die umgestalteten Büros aus. (Video: 20M)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Obwohl Platz in der Stadt Zürich begehrt ist, standen per 1. Juni letztes Jahr 484 Wohnungen leer, 237'054 Quadratmeter Geschäftsfläche blieben ungenutzt. Alexandros Tyropolis (23) und Jerome Jaggi (24) wollen das ändern: Mit dem Start-up Novac Solutions wollen die ehemaligen Studenten Immobilienbesitzer dazu anregen, Leerstände wiederzubeleben.

Ihr bisher grösstes Projekt: eine UBS-Liegenschaft an der Anemonenstrasse 42 in Albisrieden, mit einer Gesamtfläche von 7000 Quadratmetern auf acht Etagen verteilt. Das verlassene Gebäude soll künftig zu einem Hot-Spot für Kreativität und Innovation werden: «Egal, ob Banker oder Künstler, FinTech-Gründer oder Handwerker – jeder, der etwas schaffen will, ist willkommen – alles ist möglich», sagt Tyropolis.

«Wanderndes» Projekt

Ein Blick in den obersten Stock zeigt: Im sogenannten Co-Working-Space, der Arbeitsplatz und Lounge vereint, sind weisse Wände tabu. Tyropolis: «Hier soll das Arbeiten Spass machen – daher auch der Projektname ‹Thank God it's Monday›, kurz ‹TGIM›. Statt nur aufs Wochenende soll man sich auch auf den Wochenbeginn freuen können.»

Unter der Kuration des Künstlerkollektivs «Laute Kinder» sprayen und bemalen mehrere Künstler, unter anderem Sonic One und Jill Winnie, die bis anhin noch trostlosen Büros. Das ist möglich, da voraussichtlich ab Ende September der Umbau startet. Dann muss auch der Co-Working-Space wieder raus. «Unser Ziel ist es, vom einen leerstehenden Gebäude zum nächsten zu ziehen. Deshalb ist unsere Einrichtung auch möglichst funktional und mobil», so Tyropolis.

Ein Co-Working-Space kostet beispielsweise pro Monat 199 Franken, ein Büro für vier Personen 780 Franken. Damit liege man deutlich unter den Preisen ähnlicher Angebote. Allerdings gilt es dabei, Infrastruktur und Lage zu berücksichtigen.

Besetzer als Nachbarn

Die Eigentümerin UBS unterstützt eine Zwischennutzung. Wie 20 Minuten weiss, soll das auch an der Nähe zum besetzten Koch-Areal liegen – dieses ist keine 100 Meter von der Liegenschaft entfernt. Die Grossbank nimmt dazu jedoch keine Stellung.

«Mit der Zwischennutzung sollen die laufenden Ausgaben bis zum Umbau gedeckt werden», sagt Sprecherin Olivia Kotsopoulos. In der Liegenschaft seien künftig kleinere und preislich marktkonforme Wohnungen geplant.

(ced)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Abseits der Stadt am 17.02.2017 06:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu teuer ?

    Grundlos ? Ich dachte weil die einfach zu teuer wären !?

    einklappen einklappen
  • axxxxl am 17.02.2017 06:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ???

    sörry ist alles zu teuer darum steht so vieles leer in zürich. und die die man bezahlen kann sind im desolaten Zustand!! Hauptsache der besitzer verdient geld und am schluss kann er es dann der stadt verkaufen ohne jeh einen rappen verloren zu haben. siehe gammel häuser

  • mikebike am 17.02.2017 07:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Goodnews

    Super!! Sinnvolle Sache! vor allem wenn man sonst die preise in zürich anguckt!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Cavi33 am 17.02.2017 11:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leer wieso ????

    Hätte eine bessere Alternative, quartiert doch Asylanten ein und macht mit ihnen ein Start up damit sie nicht nur dem Sozialsystem nur Last fallen.

  • Schnabias am 17.02.2017 11:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Idee

    So haben Wolff's Nachkommen nicht so einen weiten Umzug, falls das Koch-Areal doch einmal geräumt werden sollte.

  • Thomas am 17.02.2017 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    Arbeitsplätze

    Wenn die leeren Räume auch als Arbeitsplätze genutzt würden, wäre es vielleicht ein kleiner Beitrag den Pendlerverkehr etwas zu reduzieren.

  • Zürileu am 17.02.2017 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    Ein zweites Koch-Areal!

    Direkt neben dem Koch-Areal! Verständlich, dass hier jeder "Normalo" wegzieht, und wer da reinkommt, gehört zur Szene! Die Sprayereien beginnen ja schon! Gute Nacht, Züri! in einem Jahr habt ihr wieder ein Problem mehr, wenn die nicht raus wollen! Verträge? Ein Stück Papier ohne Bedeutung für diese Leute.

  • Ruslo am 17.02.2017 09:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geldtreiber

    Ich sag ja schon immer, Zürich ist die Stadt der degenerierten Menschen. Da leben eher Biomaschinen, als Menschen mit Herz und Verstand.

    • herzlose Biomaschine am 17.02.2017 10:33 Report Diesen Beitrag melden

      Danke.

      Weisst du ich finde auch vieles daneben was in Zürich abgeht, aber deswegen bin ich keine verstandlose herzlose Biomaschine, danke für diese Beleidigung. Und übrigens würde in Zürich nicht soviel "Geldmacherei" betrieben hätte noch so manche Schweizer Region bedeutend weniger "Wohlstand", kannst ja einfach nur froh sein wird dein Zuhause nicht als "Wirtschaftsmotor" missbraucht.

    einklappen einklappen