400-Kilometer-Odyssee

25. Februar 2018 11:38; Akt: 25.02.2018 11:55 Print

«Rapunzel hat auf ihrer Reise ein Huhn gefangen»

Die Hündin Rapunzel wurde schwer verletzt auf der Autobahn A1 aufgefunden – ihr Zustand war kritisch. Nun konnte sie von ihrer Familie abgeholt werden.

Schäferhündin Rapunzel darf endlich nach Hause. (Video: mon/sda)
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Quicklebendig und etwas nervös schaut die Deutsche Schäferhündin am Samstag im Zürcher Tierspital in die Kameras – und das grenzt an ein Wunder. Denn vor zwei Wochen fanden die Sanitäter von Schutz & Rettug Zürich das Tier regungslos und mit schweren Verletzungen auf der Autobahn A1 zwischen Winterthur und Zürich auf: Offenbar wurde die Hündin angefahren, nachdem sie monatelang umher geirrt war und dabei mehr als 400 Kilometer zurücklegte.

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«Es ist ein Wunder, dass Rapunzel überlebt hat», sagt Oberarzt Philipp Schmierer am Samstag im Tierspital der Universität Zürich, «anfänglich war es nicht sicher, ob sie es schaffen wird.» Im Tierspital wurde die ausgemergelte Hündin wegen verschiedenen Brüchen und inneren Blutungen mehrmals operiert und wieder aufgepäppelt. Nach zwei Tagen habe sich ihr Zustand dann stabilisiert. «Inzwischen isst sie auch wieder selber», sagt Schmierer.« Und wir sind froh, sie nun zur weiteren Erholung in die Obhut ihrer Besitzer übergeben zu können.»

«Rapunzel kann die Türe öffnen, wenn sie raus will»

Die überglückliche Besitzerfamilie Ehret-Väth kann ihren Liebling nach einer langen Zeit voller Angst und Bangen endlich nach Hause holen. In der Zwischenzeit werden auch immer mehr Einzelheiten über Rapunzels Reise bekannt: «Wir wurden immer wieder darauf hingewiesen, dass man Rapunzel gesehen hätte – es wurden auch Hundefallen mit ganz leckeren Sachen hingelegt.» Das Futter hätte sie aber nicht angerührt – «stattdessen soll sie ein Huhn gefangen haben.»

Rapunzel kenne eigentlich nicht viele Befehle: «Sie kann «Sitz!» und «Platz!» – aber vor allem kann sie die Türe öffnen, wenn sie raus will», sagt Besitzerin Jasmin Ehret-Väth. Das hat die deutsche Schäferhündin Mitte August des vergangenen Jahres getan: Sie war bei einem Tierarzt in der Nähe von Frankfurt am Main ausgebüxt, wo sie über Nacht hätte bleiben müssen.

«Beinahe hätte sie den Weg nach Hause gefunden», sagt die Ehret-Väth. «Doch die Kurve, die sie nahm, war etwas zu gross.» Die mehr als 400 Kilometer nach Hause wird Rapunzel aber nun schneller und bequemer zurücklegen: Die Besitzerfamilie fährt mit ihr über das Wochenende in zwei Etappen nach Hause, wo «sie dann vor allem verwöhnt und ganz viel gestreichelt wird», sagt das glückliche Frauchen.

Diesen Weg legte die acht Jahre alte Hünding zurück: Ihr Weg führte sie 400 Kilometer weit - bis auf die Schweizer Autobahn.


Das sind Rapunzels Stationen.

«Wir freuen uns, Rapunzel nach Hause zu holen»


(mon)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Uschi am 25.02.2018 11:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tierspital

    Danke Herr Oberarzt vom Tierspital, das Sie alles für Rapunzel getan haben und die Hoffnung nicht Aufgaben. Ich möchte Ihnen und den Ihrigen Mitarbeiter meinen Dank aussprechen für das Sie tagtäglich auch für unsre kleinen und grossen Lieblinge alles tun.

  • Ottokar Rex am 25.02.2018 12:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glückliches Ende!

    Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie sehr man an einem Hund hängt! Da bin ich umso mehr froh, dass das Tier nun wieder gesund ist und zu seiner Familie zurückgefunden hat!

  • olivetta am 25.02.2018 12:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    rapunzel rapunzel

    das freut mich für die familie dass si rapunzel wieder in die arme schliessen können.da sind einem als tierliebhaber die kosten egal.

Die neusten Leser-Kommentare

  • BiChaDe am 25.02.2018 16:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die Süsse

    Ach die Süsse, was sie alles durchgemacht hat, das bricht einsam beinahe das Herz.

  • frànzi am 25.02.2018 14:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zu wenig Freude gezeigt

    Grösse Freude auf Rappunzel Seite bei dem wiedersehen, war in meinen Augen nicht vorhanden! Mein Hündin musste ich für 3Monate in eine Hundepension abgeben, wegen Krankheit, als ich sie endlich wieder nach Hause holen könnte, flippte sie richtig aus, mit Winseln und geaule einen Sprung direkt in meine Arme wir hatten beide, Hund und Ich, Freudetränen in den Augen.

  • Kleiner Beigeschmack am 25.02.2018 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    Alles Gute

    Schöne Geschichte und toll, dass man Rapunzel wieder aufpäppeln konnte. Schön auch, dass die Sanitäter das Tier im Krankenwagen mitgenommen hatten. Beim Video auf Bluewin kam es leider - was ich etwas störend fand - noch zu Schleichwerbung für die Firma der Familie, indem man das wegfahrende Auto mit schön sichtbarem riesigem Firmenlogo zeigte. Diese Werbung brachte wohl gleich wieder die Kosten für das Tierspital ein... (Ob man wohl einem Tier aus weniger begüterter Familie auch so geholfen hätte?) Trotzdem alles Gute der Familie und natürlich besonders dem Hund!

  • mph. am 25.02.2018 14:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    VIEL GLÜCK 'RAPUNZEL'!

    Beim Tierarzt ausgebüxt, sei der Hund Rapunzel... Dass ihn die Tierklinik hier aufgepaeppelt und operiert hat, finde ich toll. Nur etwas stört mich bei dieser Happyend Hundestory...klingt alles ein wenig seltsam. Mit Bestimmtheit ist der Hund auch traumatisiert; ein Wiedersehen zwischen Hund/Mensch stelle ich mir emotionaler vor, aber Hauptsache, dieser schöne Hund hats geschafft und LEBT noch. NB. Vielleicht müsste man diesen dt. Hundebesitzer und Kindern sagen, dass ein Hund kein "Spielzeug" ist und dass man mit dem Vierbeiner auch 'arbeiten' muss. VIEL GLÜCK RAPUNZEL!

    • Sam Selt am 25.02.2018 15:06 Report Diesen Beitrag melden

      ....

      Im Video bei Bluewin finden Sie die Antwort für das Happy End.

    einklappen einklappen
  • Martin S. am 25.02.2018 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    Happy End

    Was für ein schönes Happy End! Wie in einem dieser Disney Filmen. Der Hund ist wohlauf und bei seiner Familie. Schöner geht es kaum. Herzlichen Glückwunsch.