15. April 2005 04:41; Akt: 15.04.2005 00:42 Print

«Selbst Publikum schreckt dreiste Räuber nicht ab»

Gleich zweimal schlugen in der Nacht auf gestern Rammbockräuber zu. In Zürich Altstetten waren sie erfolgreich.

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Beim Überfall auf eine Bijouterie im Kreis 9 erbeuteten zwei Räuber Schmuck für mehrere zehntausend Franken. Gegen 4.30 Uhr rammten sie mit einem Opel Kadett die Tür zur Bijouterie. Vorher hatten die Täter von Hand einen Absperrpfosten aus der Verankerung herausgehoben.

Am Mittwochabend um 21.15 Uhr schlugen auch in Winterthur Rammbockräuber zu. Das Sicherheitsglas hielt dem Aufprall des Geländewagens aber stand. «Selbst Publikum schreckt die dreisten Räuber nicht ab», sagt die Geschäftsführerin der betroffenen Bijouterie.
Der Sachschaden in beiden Fällen beträgt insgesamt etwa 50 000 Franken. Die Täter entkamen. Die Einbrüche, die laut Stadtpolizei Zürich nichts miteinander zu tun haben, passierten nur einen Tag, nachdem an der Zürcher Bahnhofstrasse die umstrittenen Betonelemente abtransportiert worden waren. «Die zwei Fälle sind ein neuer Beweis, dass ein Schutz her muss», sagt Patrick Frischknecht, Geschäftsführer bei Les Ambassadeurs. Bis Herbst wollen die Bijoutiers über versenkbare Schutzpfosten verfügen.
(alk)