Zürich

25. März 2020 04:53; Akt: 25.03.2020 04:53 Print

«Tier sah aus wie ein Biber, war aber viel kleiner»

Neben dem Biber lebt in Zürich auch ein anderes Nagetier im und am Wasser. Eine Leserin hat das Tier beobachtet.

Sehen Sie der Bisamratte in ihrem Alltag zu. (Video: Leser-Reporterin)
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Eine Leser-Reporterin staunte, als sie kürzlich am Tag ein biberähnliches Tier im Hirzenbach in Zürich-Schwamendingen beobachtete. «Da es deutlich kleiner war als ein Biber, vermutete ich zuerst eine Ratte», sagt sie. Als sie zuhause recherchierte, wurde ihr klar: Es war eine Bisamratte.

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Die 30-36 Zentimeter grosse Bisamratte stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa eingeführt und wegen ihres dichten, seidigen Pelzes in Pelzfarmen gehalten. Sie lebt stets am und im Wasser und ernährt sich vorwiegend von Pflanzen wie Schilfrohr, Ufergräser, Kräuter.

31 Beobachtungen

In Zürich ist die Bisamratte vor allem in Zürich-Nord an der Glatt und den Seitenbächen zu finden. Laut Anouk-Lisa Taucher vom Verein StadtNatur sind seit der Einführung der Meldeplattform des Vereins im Jahr 2014 insgesamt 31 Beobachtungen gemeldet worden. «Das heisst aber nicht, dass es entsprechend viele Bisamratten hat.» Im gleichen Zeitraum wurden 38 Beobachtungen von Bibern gemeldet. Taucher bittet weitere Beobachtungen dem Verein online zu melden.

Stefan Ineichen, der als Co-Autor das Standardwerk «600 Tierarten der Stadt Zürich» verfasst hat, schätzt die Zahl der Bisamratten in Zürich Nord auf vielleicht zwei Dutzend, die Zahl der Biber auf die Hälfte. Eine eigentliche Zählung sei aber noch nicht gemacht worden. Bezüglich allfälligen Schäden an Gewässern sei nichts bekannt. Die Bisamratte gräbt Röhren in der Uferböschung mit Zugängen unter Wasser.

«Biber und Bisamratte vertragen sich schlecht»

«Die Bisamratte gehört zu den problematischen, invasiven Tieren, die heimische Arten konkurrenzieren und ihre Lebensräume gefährden», sagt Lukas Handschin, Sprecher von Grün Stadt Zürich. Insbesondere Biber und Bisamratte würden sich schlecht vertragen.

Der Bestand der Bisamratte wird nicht erfasst. «Im Moment sind uns keine grösseren Bestände auf Stadtgebiet bekannt», so Handschin. Im Bereich des Leutschenbachs und auch im Riedgraben seien einige Bisamratten ansässig geworden. «Diese werden von unseren Wildhütern nach Möglichkeit aus der Wildbahn entnommen.»

(hoh)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roli am 25.03.2020 05:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aus der Wildbahn genommen

    Aus der "Wildbahn genommen" heisst dann wohl abgeknallt in der Schweiz...??

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  • The Blob am 25.03.2020 07:23 Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
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  • Don Vito Corleone am 25.03.2020 05:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dass das kein Biber ist sieht aber

    ein Blinder. Und etwas kleiner ist auch übertrieben. Habe das Tier sofort als Bisamratte identifiziert. Biber 10-30 Kilo Bisamratte max. 2 Kilo

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Spaniel am 26.03.2020 12:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An der Glatt

    An verschiedenen Orten an der Glatt kann man immer wieder welche sehen.

  • R.F am 25.03.2020 19:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Natur

    Am Glattufer in Rümlang auch schon gesehen Toll.

  • Ephraim Lercher am 25.03.2020 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hiermit!

    Hiermit! Heissen wir die Bisamratte herzlich willkommen in der Schweiz.

  • Balz Meier am 25.03.2020 15:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nochmals Zählen

    Also in der Nacht von 31. Okt auf 01. Nov. 19 habe ich in Zürich an der Glatt 21 Biber gesehen innert 7 Stunden. Zwei wollten es von mir genau wissen und beschnupperten meine Schuhe. ( Keine Käsefüsse) Mit einem Dutzend liegen die Zähler etwas daneben. Den auch der Katzenbach , die Furt, Seebach, haben Biberbauten.

  • Marc am 25.03.2020 14:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nutria

    Ich tippe eher auf Nutria.