Ab in den Boden

16. Juni 2011 22:58; Akt: 17.06.2011 07:36 Print

«Unterirdische Trams sind nicht so teuer»

von Deborah Sutter - ETH-Professor Ulrich Weidmann fordert ein unterirdisches Tramnetz in Zürich. Im Interview erklärt er, was dies für Vorteile hätte.

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Herr Weidmann*, warum wollen Sie die Trams in der Innenstadt unter den Boden verlegen?
Ulrich Weidmann: Erstens empfinde ich die Trams als zu langsam, gerade als täglicher Benützer. Zweitens wird die Stadt weiterhin wachsen, mehr Leute wohnen wieder in der Stadt. Und drittens ist das bestehende System sehr teuer, da es viel Rollmaterial und Personal benötigt.

Es gab bereits drei Abstimmungen über eine Zürcher U-Bahn, die letzte 1973. Immer gab es ein Nein. Weshalb kommen Sie nun wieder ­damit?

Seit der letzten Abstimmung sind 40 Jahre vergangen, die Ausgangs­lage ist eine ganz andere als damals: Der öffentliche Verkehr und auch die Stadt sind erfolgreicher als gedacht. Von daher könnte ein solches Projekt heute auf politischer Ebene eher durchkommen.

Wie würden unterirdische Trams die Stadt verändern?
Das Zürcher Stadtbild würde attraktiver: Man hätte etwa auf dem Bahnhofplatz viel mehr Platz, um neuen Aufenthaltsraum mit Cafés zu gestalten. Auch die Bahnhof­strasse würde zu einer wirklichen Flaniermeile und für das Velo ergäben sich neue Chancen.

Bis wann und zu welchem Preis wäre Ihr Vorschlag umsetzbar?
Natürlich ist ein solches Projekt nicht von heute auf morgen ­realisierbar, aber es ist durchaus machbar. Ich schätze, es würde etwa 25 Jahre dauern und 2,5 Milliarden Franken kosten. Pro Jahr gerechnet wäre das aber nicht teurer als der Bau der Glattalbahn, das heisst etwa 100 Millionen Franken.

* Ulrich Weidmann lehrt am Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme der ETH Zürich

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Otti am 17.06.2011 08:16 Report Diesen Beitrag melden

    Die beste Idee wos jä häts gits

    Hammer Idee !!!!! Endlich mal ein Funke der Hoffnung.

  • Max Binder am 17.06.2011 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    Schwachsinn

    Grundsätzlich gute Idee, aber nicht Umsetzbar!! Da wos am meisten bringt (rund um den Bahnhof) ist der untergrund schon ausgehöhlt oder durch die Limmat versperrt!!

  • Arbeiter am 17.06.2011 12:02 Report Diesen Beitrag melden

    Autos unter den Boden

    Es wäre besser die Autos unter den Boden zu verbannen. Damit könnten alle Lichtsignalanlagen und Verkehrsschilder demontiert werden den Tram und Bus brauchen keine Ampeln. Das würde viel mehr zu verschönerung und entlastung der Stadt beitragen!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • stanley tanner am 21.06.2011 21:53 Report Diesen Beitrag melden

    witz?

    Totaler witz! zürich ohne trams wäre kein zürich. die trams sind das aushängeschild von zürich!

  • Max Binder am 17.06.2011 13:28 Report Diesen Beitrag melden

    Schwachsinn

    Grundsätzlich gute Idee, aber nicht Umsetzbar!! Da wos am meisten bringt (rund um den Bahnhof) ist der untergrund schon ausgehöhlt oder durch die Limmat versperrt!!

  • Arbeiter am 17.06.2011 12:02 Report Diesen Beitrag melden

    Autos unter den Boden

    Es wäre besser die Autos unter den Boden zu verbannen. Damit könnten alle Lichtsignalanlagen und Verkehrsschilder demontiert werden den Tram und Bus brauchen keine Ampeln. Das würde viel mehr zu verschönerung und entlastung der Stadt beitragen!

    • Leo Pold am 17.06.2011 17:52 Report Diesen Beitrag melden

      ...denn dort gehören die Autos hin!

      Das sehe ich genauso! Der Privatverkehr gehört nun wirklich nicht in die Stadt! Mit dem Tram durch ein autofreies Züri gleiten...(m)ein Traum!

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  • Gianin May am 17.06.2011 12:01 Report Diesen Beitrag melden

    3xsovieleAutos

    Es gäbe Platz für 3x so viele Autos!!!

  • Nico am 17.06.2011 12:01 Report Diesen Beitrag melden

    Bernmobil

    Gute Idee! In in der Berner Altstadt ist die Situation schrecklich, die Hauptgassen sind den ganzen Tag von Trams und Bussen verstopft, es ist wirklich lächerlich. Dabei wäre man mit laufen oft schneller als mit dem Tram durch die Altstadt. Nebenbei würden bei einem unterirdischen Tram nicht dauernd Leute drunter kommen. In Bern ist der Platz sonst schon knapp und wird noch knapper gemacht!