Saferparty.ch Zürich

29. Juli 2014 16:50; Akt: 29.07.2014 18:17 Print

«Wanderschuhe statt Flip-Flops an der Parade»

Nicht Drogen oder Alkohol bescheren den Sanitätern an der Street Parade am meisten Einsätze – sondern Schnittverletzungen. Saferparty.ch sagt, worauf man am Samstag achten sollte.

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Glasscherben so weit das Auge reicht – so wird sich die Route der Street Parade wohl auch bei der diesjährigen Ausgabe vom kommenden Samstag wieder präsentieren. Zwar gelangen an den offiziellen Ständen nur Petflaschen und Aludosen in den Verkauf, doch die Besucher dürften wieder jede Menge Bier, Prosecco und andere Alkoholika in Glasflaschen dabeihaben.

Umfrage
Welche Schuhe tragen Sie an der Street Parade?
11 %
9 %
6 %
53 %
16 %
5 %
Insgesamt 2283 Teilnehmer

Mit entsprechenden Folgen: Letztes Jahr musste Schutz & Rettung Zürich 323 Personen wegen Schnittverletzungen behandeln. 2012 waren es mit 404 Behandlungen gar so viele wie noch nie. 2011 zählte man 215 und ein Jahr zuvor 200 Behandlungen. «Wir raten dringend davon ab, mit Flip-Flops oder Sandalen an die Parade zu gehen – lieber gute Schuhe tragen», sagt Alexander Bücheli, stell­vertretender Betriebsleiter der Zürcher Jugendberatung Streetwork, und fügt mit einem Schmunzeln an: «am besten Wanderschuhe.»

Einen halben Liter Wasser pro Stunde

Doch das ist nicht der einzige Tipp, den er zusammen mit Saferparty.ch in Erinnerung ruft: «Mit Blick auf die momentan sommerlichen Wetteraussichten wird es wichtig sein, genügend Wasser zu trinken.» Die Empfehlung lautet mindestens einen halben Liter pro Stunde – statt den Durst mit alkoholischen Getränken zu löschen. Zudem eigne sich ein Grossevent nicht für Drogenexperimente. Bücheli: «Wer trotz Risiken beabsichtigt zu konsumieren, soll sich vorher auf Saferparty.ch oder an unserem Stand informieren.»

Dieser befindet sich von 13 bis 19 Uhr auf dem Bürkliplatz bei der Nationalbank und ab 22 Uhr an der Lethargy-Party in der Roten Fabrik. Dort kann man sich wie gewohnt informieren, beraten und Drogen analysieren lassen. Saferparty.ch hat gemäss Bücheli im ersten Halbjahr 2014 insgesamt 254 Kokain-, 144 Amphetamin- und 74 XTC-Proben untersucht. Sein Fazit: «Bei Kokain und Amphetamin ist der Reinheitsgehalt höchst unterschiedlich, was zu ungewollten Überdosierungen führen kann – zudem stellen wir als Kokain-Streckmittel nach wie vor oft das Entwurmungsmittel Levamisol fest.»

Hochdosierte Pille namens Facebook

Bei XTC seien derweil immer wieder hochdosierte Pillen und solche mit unerwarteten Wirkstoffen im Umlauf – so wie aktuell eine namens Facebook. Diese enthält neben MDMA auch Amphetamin und eine hohe Dosis Koffein. «Ein Mix, der das Risiko für ein Austrocknen des Körpers enorm erhöht», so Bücheli. Ein Problem seien zudem NBOMe-Verbindungen, die als LSD verkauft werden. Dies kann für Konsumenten fatale Folgen haben. «Insgesamt ist der Markt für Partydrogen in Zürich stabil», sagt Bücheli. «Die Erfahrung zeigt aber, dass am Street-Parade-Weekend vermehrt Fälschungen verkauft werden – etwa als XTC deklarierte Medikamente.»

(rom)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ann Geekelt am 29.07.2014 16:57 Report Diesen Beitrag melden

    Halber Liter Wasser pro Stunde....

    Wird ja sicherlich wieder mal toll in der Stadt riechen, da sicherlich auch dieses Jahr wieder viel zu wenig ToiToi WC's vorhanden sein werden.

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  • Raver GC am 29.07.2014 18:37 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn Glas nur das einzige wäre...

    Vorneweg: Ich bin Raver und liebe die Street Parade. Aber leider sind viele Mitraver teilweise nicht auf der geistigen Höhe (wen wunderts ab dem Alkohol und Drogen). Grund Street Parade 2012: Eine junge Raverin kippte wegen Hitzeschlags um. Ihre Freundinnen wollten sie aufpäppeln mit Smirnoff, Wodka und Alcopops sowie liessen sie weiterhin in der Sonne brutzeln.

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  • Thierry Jolind am 29.07.2014 18:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aum

    Barfuss wie auf Goa. Made my day hahah

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Die neusten Leser-Kommentare

  • rene 7 am 30.07.2014 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    abschaffen zeit ist endg.vorbei

    Abschaffen ist die einzige Lösung, kein Gestank und kein Müll. Etwas für mochtegern ewig junggebliebene. Armselig was die Leute alles so brauchen.

  • ch. schmid am 30.07.2014 11:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    anstand

    naja nachdem man sich komplett mit Alkohol zugeschüttet und mit Drogen vollgestopft hat kotzt man jemandem vor die Haustüre... da werden Schuhe doch zur Nebensache... Ich habe mehr Spass ohne Drogen und mit ein zwei Bier an einem Metalkonzert weil ich noch etwas mitbekomme...

  • Hannah am 30.07.2014 10:45 Report Diesen Beitrag melden

    Alternativen

    Wer schlau ist, lässt die Streetparade ganz einfach links liegen und geht lieber an einen der zahlreichen Nebenevents. Weniger Gedrängel, die Vollidioten sind schon zuhause, weil sie sich tagsüber in Zürich bereits vollends abgeschossen haben und die Musik ist nicht so ein Einheitsgedudel wie an der Parade selbst.

  • Zitrone am 30.07.2014 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    Peinliches Publikum

    Einmal und nie wieder - ich war regelrecht entsetzt darüber wie viele Leute sich masslos daneben benehmen. Das war mehr als nur peinlich. Feiern kann man auch ohne sich so abzuschiessen als gäbe es kein morgen.

  • justin kevin enrico am 30.07.2014 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    crocs & turnschuhe

    Crocs und Turnschuhe im selben Satz, ich bitte euch.