Messerattacke in Zürich

04. Dezember 2019 13:29; Akt: 04.12.2019 14:40 Print

«Wir trauen uns fast nicht mehr aus der Wohnung»

Ein 52-Jähriger wurde in einem Treppenhaus in Zürich-Altstetten von einem Unbekannten mit einem Messer angegriffen. Die Nachbarn fühlen sich nicht mehr sicher.

Nachbarn sagen, wie sie sich nach der Tat in ihrem Block fühlen. (Video: B. Zanni)
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Am Mittwochmorgen wurde in einem Treppenhaus eines Gebäudes beim Lindenplatz in Altstetten ein Mann von einem noch flüchtigen Täter mit einem Messer attackiert. Durch die Tat fühlen sich direkte Nachbarn nicht mehr sicher.

C. D.* (62) wohnt mit ihrem Sohn F. D.*(29) im betroffenen Block. «Als ich am Morgen auf dem Balkon eine Zigarette rauchte, sah ich unten 20 schwerbewaffnete Polizisten. Das war ein Schock», sagt C. D. Auch ihr Sohn bemerkte die Polizei. «Durchs Guckloch sah ich, wie ein Polizist nach dem anderen die Türen aufmachten. Es ging zu wie in einem Actionfilm.» C. D. sagt: «Wir trauen uns jetzt fast nicht mehr aus der Wohnung.»

Grosser Polizeieinsatz beim Lindenplatz

Maria Kaelin geht es ebenfalls nicht besonders gut. Sie lebt seit 37 Jahren im Haus. Die Nachbarschaft bezeichnet sie als gut, doch ein Problem mit der Haupttür bereitet ihr Sorgen. «Jede Nacht ist die Tür offen und fremde Leute schlafen im Treppenhaus.» Die Zürcherin sagt: «Ich fühle mich momentan nicht mehr sicher.»

«Das sind einzelne Delikte»

Auch ein Leser-Reporter, der seit elf Jahren im Quartier lebt, meldet sich zu Wort. «Es wundert mich nicht, dass es zu einer Messerstecherei kam. Es halten sich dort immer komische Gestalten auf und man wird angepöbelt oder bedroht.» Laut des Lesers ist die Polizei öfter vor Ort und kontrolliert die Personen – oft seien die Beamten mit Gummischrot ausgerüstet.


Marco Cortesi von der Stadtpolizei Zürich informiert über den Zwischenfall in Altstetten. (Video: 20 Minuten)

Es gibt jedoch auch andere Stimmen. Susanne Moor wohnt im gleichen Quartier, spricht jedoch von sicheren Verhältnissen. «Das sind einzelne Delikte, die haben nichts mit der Gegend zu tun. Es ist nicht gefährlich hier.»

*Name der Redaktion bekannt

(fss/bz/wed)