Big Brother in Baden

16. Dezember 2008 13:05; Akt: 16.12.2008 14:16 Print

Überwachungskameras sollen Gewalt eindämmen

Ein verprügelter Buschauffeur, eine terrorisierte Badi, ein tätlicher Angriff auf eine Polterabendgesellschaft, ein Amoklauf. Baden ist in letzter Zeit immer wieder negativ in die Schlagzeilen geraten. Jetzt will die SVP etwas dagegen tun.

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In den letzten Monaten ist die idyllische Kleinstadt im Limmatknie immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Meistens negativ: So wurde zum Beispiel ein Buschauffeur von einer Jugendbande tätlich angegriffen, ebenso eine Polterabendgesellschaft. In der Badi Baden nahmen gewalttätige
Zwischenfälle massiv zu. An der Kanti Baden versetzte ein Schüler mit Morddrohungen seine Mitschüler in Angst und Schrecken. In Baden-Kappelerhof lief ein Jugendlicher Amok und tötete ein Person und verletzte vier weitere schwer.

Kameras sollen Gewaltspirale stoppen

Jetzt will die SVP Stadt Baden dieser Gewaltspirale Einhalt gebieten. Die SVP-Fraktion des Einwohnerrats Baden hat heute zuhanden des Stadtrats ein Postulat eingereicht: Insbesondere zwecks Verminderung von Gewalt- und Diebstahldelikten sowie Vandalismus und Lärmbelästigung ist zu prüfen, ob die Möglichkeit geschaffen werden soll, einzelne kritische Örtlichkeiten mit Videokameras zu überwachen, um im Bedarfsfall ein rasches Eingreifen der Polizeikräfte gewährleisten zu können.

Damit die persönlichen Freiheit der Passanten nicht allzu sehr beschränkt werde, sollen die Videobilder nicht länger als 48 Stunden gespeichert werden. Ausserdem soll mit Hinweistafeln auf die Videoüberwachung aufmerksam gemacht werden.

pat