Polizeibilanz

14. August 2016 14:34; Akt: 15.08.2016 11:36 Print

2 Franzosen nach Street- Parade in Lebensgefahr

In Anbetracht der Hunderttausenden von Besuchern verlief die Technoparty weitgehend friedlich. Trotzdem musste die Polizei bei zahlreichen Schlägereien eingreifen.

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Die 25. Street-Parade unter dem Motto «unique» war ein weiteres Mal ein weitgehend friedlicher Anlass. Die Sonne sowie die über 200 DJs auf den acht Bühnen und den 27 Love-Mobiles heizten den Besuchern stundenlang ein. Die Organisatoren der weltweit grössten Technoparade zogen am Sonntag eine positive Bilanz: Demnach tanzten am Samstag 900'000 Raver rund um das Zürcher Seebecken.

Es sei eine «fantastische Party» gewesen, eine gemeinsame riesige Demonstration für Liebe, Frieden, Freiheit und Toleranz: «Das ist weltweit absolut einmalig», teilten die Veranstalter mit. Einzig Diebe mit Pfefferspray sorgten bei der Jubiläumsparade für etwas Aufregung.

Aussergewöhnlich viel Augenbehandlungen wegen Reizstoffen

Trotz der grossen Menschenmenge und der warmen Temperaturen verzeichneten Polizei und Sanität vergleichsweise wenige Einsätze. Schutz & Rettung behandelte an den acht eingerichteten Sanitätsposten 690 Personen – rund 30 Prozent weniger als im Vorjahr.

Für Arbeit sorgten insbesondere Diebe. Alleine auf dem Kantonspolizeiposten am Hauptbahnhof Zürich wurden rund 80 Diebstähle gemeldet. Gestohlen wurden vorwiegend Mobiltelefone und Portemonnaies. Aber auch diverse «auffällige Halsketten» seien entrissen worden, teilte die Kantonspolizei mit.

In der Menschenmenge am Seebecken waren ebenfalls Entreiss-Diebe unterwegs – sie setzten gemäss Stadtpolizei gegen ihre Opfer Pfefferspray ein. Dies spürte auch Schutz & Rettung: «Aussergewöhnlich hoch waren die Augenbehandlungen infolge von Reizstoffen.»

Schwere Stich- und Schnittverletzungen

Wegen übermässigem Alkohol- und Drogenkonsum kam es zu verschiedenen Auseinandersetzungen. Am Limmatquai zog sich gegen 18 Uhr ein 24-jähriger Peruaner eine Stichverletzung zu. Ein tatverdächtigter 22-jähriger Brasilianer wurde von der Stadt- und der Kantonspolizei Zürich verhaftet.

Um 0.30 Uhr erlitten am Utoquai zwei 28-jährige Franzosen lebensgefährliche Stich- und Schnittverletzungen. Kurz darauf wurden ein 18-jähriger Iraner und ein gleichaltriger Schweizer festgenommen, die sich – ebenfalls verletzt – am Bellevue in einen Sanitätsposten begaben.

Falschgeld und illegale Warenverkäufe

Die Stadtpolizei verzeichnete zudem vereinzelte Anzeigen wegen sexueller Belästigung, sie hielt Dealer an, stellte Falschgeld sicher und verzeigte mehrere Personen wegen illegaler Getränke- und Warenverkäufe. Sie hat insgesamt rund 50 Personen verhaftet. 16 weitere Personen nahm die Kantonspolizei Zürich insbesondere rund um den Hauptbahnhof fest.

Die Kantonspolizei führte im Zusammenhang mit der Street- Parade in der Nacht auf Sonntag auf der A3 zudem eine Grosskontrolle durch.

Einsätze abseits der Parade

Wie Schutz & Rettung mitteilte, betrafen die häufigsten Behandlungsgründe wie in den vergangenen Jahren Schnittverletzungen sowie übermässiger Alkohol- und Drogenkonsum mit 280 respektive 255 Fällen. 83 Personen wurden zur Überwachung und Ausnüchterung in die Patientensammelstelle überführt. Darunter befanden sich zwei Jugendliche unter 16 Jahren.

Während sich die Behandlungen in den Sanitätsposten «in Grenzen hielten», hatte Schutz & Rettung auf dem ganzen Stadtgebiet «ein hohes Einsatzaufkommen zu bewältigen». Von Samstag- bis Sonntagmorgen leistete der Rettungsdienst insgesamt 250 Einsätze – das entspricht ungefähr dem dreifachen Volumen eines «normalen» Wochenendtages.

(kko/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wilma am 14.08.2016 14:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    DANKE

    Es war einfach GENIAL!! Danke an Alle und vorallem der Polizei und der Sicherheitskräfte die gestern für unsere Sicherheit gesorgt haben!

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  • Donna M. am 14.08.2016 15:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Delikte

    Zwei Menschen in Lebensgefahr, viele Diebstähle mit Pfefferspray , Schlägereien, Messerstechereien und Sexuelle Belästigungen. Klar bei 900'000 Leuten ist das nicht viel. Obwohl jedes Delikt eines zu viel war. Schade, das bald jedes Event mit solchen Elementen zu kämpfen hat.

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  • ChrisT am 14.08.2016 14:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bei 900' und so einem Wetter doch

    einigermassen gut gegangen! Obwohl wach sind ja noch die wenigsten.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Meier am 15.08.2016 05:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Statistik

    Bei 900'000 Menschen gibt es statistisch gesehen vermutlich auch einen natürlichen Todesfall sowie mehrere Herzinfarkte etc. Insofern ist der Anlass also gut abgelaufen.

  • Joseph am 15.08.2016 00:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo gibts noch Rave?

    Toll wie alle die Worte Rave und Raver benutzen. Der Musikstil Rave ist seit 17 Jahren tot und Raver habe ich schon lange keine mehr gesehen. Heute ist es eine Massenkomerzveranstaltung mit massentagulichem EMD für den Ottonormalbürger der denkt das sei was trendiges.

  • Paolo am 14.08.2016 23:34 Report Diesen Beitrag melden

    Friedlich?

    Dann reden alle von einem friedlichen Fest. Zwei schweben in Lebensgefahr, dutzende wurden verletzt, zahlreiche Diebstähle wurden begangen. Nun gut, in der heutigen Zeit gibt man sich mit wenig zufrieden, aber friedlich sieht für mich anders aus. Mit viel Alkohohl im Blkut sind die wenigsten Menschen noch lustig.

  • A. Meier am 14.08.2016 23:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Blah blah blah ...

    Und was ist nun mit die zwei Franzosen in der Titel?

  • Zelda am 14.08.2016 23:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alkohol ist das Problem!!

    Zu Beginn ist es immer voll gut, jeder nimmt Rücksicht aufeinander und die Stimmung ist super. Doch nach und nach steigt der Alkoholpegel und die Menschen werden aggressiver und egoistischer, schubsen und treten und es wird so richtig ungemütlich!