Erwischt

11. Februar 2011 13:31; Akt: 11.02.2011 14:46 Print

32-Jähriger für Angriff auf Hans Fehr verhaftet

Vor der Albisgüetli-Tagung wurde der SVP-Nationalrat von Linksautonomen verprügelt. Nun hat die Stadtpolizei Zürich einen Verdächtigen festgenommen. Nach Mittätern wird weiter gefahndet.

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Der SVP-Nationalrat Hans Fehr ist an der Albisgüetlitagung vom 21. Januar 2011 in Zürich von mehreren Personen aus dem Kreis der Linksautonomen verprügelt worden. Er holte sich dabei einige Schrammen und angeknackste Rippen.

Rund zweieinhalb Wochen später hat die Stadtpolizei Zürich einen 32-jährigen Schweizer ohne Migrationshintergrund festgenommen, sagt Staatsanwalt Markus Imholz gegenüber 20 Minuten Online. Gegen ihn bestehe dringender Tatverdacht, teilte die Stapo mit. Die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl hat gegen ihn ein Verfahren wegen Angriffs und einfacher Körperverletzung eingeleitet. Am Freitag hat sie ihn in Untersuchungshaft gesetzt. Der Strafrahmen liegt bei einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.

«Hoffe, er wird hart bestraft»

Hans Fehr, der zur Zeit im Ausland ist, erfuhr von 20 Minuten Online von der Verhaftung des Angreifers. «Ich bin froh darüber und hoffe, dass der Mann hart bestraft wird», so Fehr.

Bei der Ermittlung des Tatverdächtigen hätten «mehrere Beweismittel eine Rolle gespielt», sagt Staatsanwalt Imholz. So Angaben von Zeugen und Aussagen von Auskunftspersonen. Imholz bestätigte, dass auch die Aussagen des Opfers eine Rolle gespielt haben. Zudem habe es weitere Beweismittel gegeben. Um was es sich dabei handelt, gibt Imholz aus ermittlungstaktischen Gründen nicht preis.

Weitere Täter gesucht

Ob der Verhaftete aus dem linksautonomen Lager stamme, wie nach der Attacke vermutet wurde, wollte Imholz nicht sagen. Keine Angaben macht der Staatsanwalt auch darüber, ob der Mann bereits polizeilich bekannt war oder vorbestraft ist.

Grund für die zurückhaltende Information durch die Strafverfolgungsbehörde sind weitere Ermittlungen. «Wir gehen von mehreren Tatbeteiligten aus», sagt Imholz. Gegen mehrere Personen werde weiterhin ermittelt. Weil es zum Zeitpunkt des Angriffs bereits dunkel war und einige der Demonstranten vor dem Albisgüetli vermummt waren, gestalten sich die Ermittlungen nicht einfach.

Unmittelbar nach dem Angriff sagte Fehr, er finde es bedenklich, dass sich die Gewalt der Chaoten nicht mehr nur gegen Sachen, sondern neu auch gegen Personen richte. Er forderte ein härteres Eingreifen seitens der Sicherheitskräfte und härtere Strafen, wenn der Polizei solche Täter ins Netz gehen.

(mlu/feb/meg)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maria B. am 15.02.2011 15:42 Report Diesen Beitrag melden

    Teil 2

    in Zürich regiert die SP und auch offizielle Stellen befürworten (fast) alles, was gegen die SVP geht. Ehrlichgesagt, hat hier die SVP nicht so unrecht... Sagen Sie mal in ZH öffentlich sie finden dies oder jenes gut, was die SVP macht (es ist ja nicht alles schlecht, genau so wenig, wie alles gut ist, was die SP so tut). Die Städte sind zu "links" das Land zu "rechts". Wir sollten uns bemühen "die" Mitte wieder zu finden. Es braucht alle.

  • Sonja Nägeli am 13.02.2011 08:52 Report Diesen Beitrag melden

    Er sitzt ja bereits ...

    An alle, die eine milde Strafe befürchten ... der mutmassliche Täter sitzt ja bereits in U-Haft. Also hat er ja bereits eine unbedingte Haftstrafe erhalten. Wie heisst es so schön. Nicht die Strafe selbst, sondern der Prozess ist die Strafe. Jetzt haben die autonomen Sandkasten-Terroristen wider einen politischen Gefangenen für den Sie Häuser beschmieren, Autos anzünden und hunderttausende von Franken Sicherheitsmassnahmen generieren können.

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  • Peter am 11.02.2011 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Nennen wir das Kind beim Namen

    Rechtsextrem, aber Linksautonom? Die Sprachregelung lässt mich immer wieder schmunzeln...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Maria B. am 15.02.2011 15:42 Report Diesen Beitrag melden

    Teil 2

    in Zürich regiert die SP und auch offizielle Stellen befürworten (fast) alles, was gegen die SVP geht. Ehrlichgesagt, hat hier die SVP nicht so unrecht... Sagen Sie mal in ZH öffentlich sie finden dies oder jenes gut, was die SVP macht (es ist ja nicht alles schlecht, genau so wenig, wie alles gut ist, was die SP so tut). Die Städte sind zu "links" das Land zu "rechts". Wir sollten uns bemühen "die" Mitte wieder zu finden. Es braucht alle.

  • Maria B. am 15.02.2011 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Hart bestraft werden?

    Ja genau. ich verurteile die attacke auf Herrn Fehr. Ich finde es aber unglaublich, wie hier wieder mit "besser" gestellten Mitbürgern in diesem Land umgegangen wird. Wieviele Opfer von Gewalt können schon nach so kurzer zeit auf eine angehende Lösung ihres Falles hoffen? Und wenn die Polizei wirklich so schnell den richtigen gefunden hat, heisst das im umgekehrten Fall, dass sie "zu langsam" ist? Oder evtl. schlampig arbeitet? Gewalt ist nie eine Lösung und hier musste die polizei wohl gas geben, damit die svp nicht wieder sagen kann

  • Ruth F. am 13.02.2011 09:38 Report Diesen Beitrag melden

    alle gleich bestrafen

    es würde mich dann schon interessieren wie die Strafe bei diesem Täter ausfällt,ganz sicher härter als wenn ein normal sterblicher halb tot geprügelt und getreten wird,und das ist natürlich die grösste Ungerechtigkeit , ist ja klar dass die hart bestraft werden müssen, aber bitte bei allen gleich bestrafen und nicht nur weil es der "Herr Fehr"ist härtere Bestrafung!!!

  • Jean de Carouge am 13.02.2011 09:09 Report Diesen Beitrag melden

    Bauernopfer von Frau Andrea Stauffacher?

    Was geschieht eigentlich mit Frau Andrea Stauffacher welche offen zur Gewalt gegen die Staatsmacht aufruft? Sie hat doch diesen Gewalt gegen Politiker zu verantworten. Ist es womöglich einer der taktischen Schachzüge von Frau Stauffacher, uns hier ein Baueropfer darzubieten weil sie die tatsächlichen Täter schützen will?

  • Sonja Nägeli am 13.02.2011 08:52 Report Diesen Beitrag melden

    Er sitzt ja bereits ...

    An alle, die eine milde Strafe befürchten ... der mutmassliche Täter sitzt ja bereits in U-Haft. Also hat er ja bereits eine unbedingte Haftstrafe erhalten. Wie heisst es so schön. Nicht die Strafe selbst, sondern der Prozess ist die Strafe. Jetzt haben die autonomen Sandkasten-Terroristen wider einen politischen Gefangenen für den Sie Häuser beschmieren, Autos anzünden und hunderttausende von Franken Sicherheitsmassnahmen generieren können.

    • Daniel am 13.02.2011 19:36 Report Diesen Beitrag melden

      Leider recht...

      Leider haben sie da vollkommen recht. Wenn einer Verhaftet wird, der von diesen Linken-Terroristen her kommt, ist er in deren Augen immer ein politischer Gefangener.

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