Aargau

27. September 2018 10:08; Akt: 27.09.2018 10:37 Print

330 Temposünder erhalten Bussgeld zurück

Wegen einer nicht deutlich gekennzeichneten Temporeduktion erhielten zahlreiche Autofahrer eine Busse oder wurden sogar angezeigt. Jetzt wurden die Temposünder begnadigt.

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Gewöhnlich gilt auf der Hauptstrasse in Full-Reuenthal AG eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde. Für das Gippinger Radrennen Grosser Preis des Kantons Aargau am 7. Juni wurde die Geschwindigkeit aber auf 30 reduziert. Zwar hatte die Polizei in der Region zehn Tage im Voraus vor Radarkontrollen an dem Tag gewarnt, trotzdem tappten 330 Autofahrer in die Falle. Viele Autofahrer erhielten eine Busse, einige wurden sogar angezeigt.

Temporeduktion nicht deutlich genug gekennzeichnet

Weil ein paar Tage danach zahlreiche Meldungen eingingen, dass die Temporeduktion nicht deutlich genug gekennzeichnet war, nahm sich die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach der Sache an. Und diese entschied zu Gunsten der Temposünder, wie die «Aargauer Zeitung» schreibt. «Konkret hätte bei jeder Abzweigung erneut auf Tempo 30 aufmerksam gemacht werden müssen», erklärt René Lippuner, Chef der Regionalpolizei Zurzibiet.

Die eingeleiteten Anzeigeverfahren werden deshalb fallen gelassen. Auch die bereits bezahlten Ordnungsbussen erhalten die Autofahrer zurück: «Es würde der Rechtsgleichheit widersprechen, wenn angezeigte Autofahrer ungeschoren davonkämen, nicht aber jene, die eine Ordnungsbusse erhielten», sagt Lippuner. In der Zwischenzeit hat sich die Polizei sowie das OK der Radsporttage Gippingen in einer Mitteilung bei den Betroffenen entschuldigt.

(tam)