Unfall im Pfingstlager

12. Juni 2011 17:30; Akt: 12.06.2011 21:24 Print

8-Jährige prallt ungebremst in Baum

In einem Cevi-Lager bei Oetwil an der Limmat kam es zu einem tragischen Zwischenfall. Ein Mädchen wurde bei einer Fahrt mit einer selbstgebastelten Seilbahn schwer verletzt.

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Ein Rettungsteam und die Polizei waren am Unfallort bei Oetwil an der Limmat. (Bild: Markus Heinzer, newspictures)

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Am Sonntagvormittag kam es um 11.30 Uhr in einem Jugendlager der christlichen Organisation Cevi in einem Wald bei Oetwil an der Limmat zu einem tragischen Unfall.

Bei einer Fahrt mit einer Seilbahnkonstruktion erlitt das 8-jährige Mädchen kurz vor 11.30 Uhr schwere Verletzungen am Kopf, als es mit einem Baum zusammenprallte.

Gruppenleiter hatten in einer Distanz von rund 100 Metern und einer Höhendifferenz von rund 30-40 Metern zwischen zwei Bäumen ein Seil befestigt. Mit einem zweiten Seil und der entsprechenden Sicherungsausrüstung glitten die Kinder und Jugendlichen kontrolliert dem befestigten Seil entlang hinunter.

Ungebremst in den Baum geprallt

Nachdem einige Fahrten problemlos verliefen, wurde aus bisher unbekannten Gründen die Fahrt beim 8-jährigen Mädchen nicht gebremst. Der Versuch, die Fahrt zu stoppen, misslang. Einer der beiden Postenleiter, der sich am Ende der Seilbahnkonstruktion befand, versuchte den Aufprall zu dämpfen. Erfolglos: Die Schülerin erlitt beim Zusammenstoss mit dem Baum schwere Verletzungen; der Leiter blieb unverletzt.

Die Postenverantwortlichen leisteten umgehend erste Hilfe und alarmierten die Ambulanz. Ausgerückte Rettungssanitäter betreuten das Mädchen zuerst, dann wurde es einem Rettungshelikopter der REGA ins Spital geflogen.

Jürg Schelldorfer vom Vorstand Cevi Schweiz äusserte gegenüber 20 Minuten Online sein Bedauern über diesen tragischen Unfall. So etwas Tragisches komme sehr selten in den Cevi-Lagern vor. Das Jugendlager wurde trotz des Unfalls weitergeführt.

(kub/ann)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andrea Mordasini, Bern am 15.06.2011 23:10 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Kraft und Trost den Hinterbliebenen

    Ich kenne mich weder mit Pfadi/Cevi/Blauring aus noch mit dem Bau von Seilbahnen. Ich will weder vorverurteilen, verurteilen und nach Schuldigen suchen. Der Fall ist und bleibt tragisch und traurig! Es gibt für Eltern nichts Schlimmeres, als den Verlust eines Kindes :-(. Ich bin selber zweifache Mutter, das Schicksal von Riccarda/Zack bewegt mich sehr:-(. Ich fühle und leide mit ihren Angehörigen und wünsche Ihnen von ganzem Herzen viel Kraft und Trost in dieser schweren Zeit. Mit stillem Gruss :-(

  • Sven Mac am 14.06.2011 18:15 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Mitgefühl auch an die Leiter...

    Ich bin nicht wirklich sachkundig aber genügend technisch versiert, um zu erahnen, dass ein Fahrgast bei einem Gefälle von 40% auf 100 Metern - versagt das Bremsseil - eine derartig hohe Endgeschwindigkeit erreicht, welche auch mit einer Notbremse kaum mehr genügend abgebaut werden kann. Kurz: Ich habe das Gefühl die Bahn war einfach zu steil. Mein aufrichtiges Beileid den Eltern des verunglückten Mädchens. Ebenso gilt mein Mitgefühl den jungen Leitern, welche die Bahn mit bester Absicht erstellt und betrieben haben und nun ein Leben lang mit dieser Last leben müssen. Nun wissen's alle besser

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  • Felix am 14.06.2011 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    Notbremse

    Baut am Ende des Seiles ein Notbremse ein, genug weit vom Baum. Z.B. mit mehreren Knüppeln eines zweiten Seiles oder Metallvorrichtung usw. Bin sicher, da gibt es einfache und gute Lösungen. Oder so spannen, dass der Baum gar nicht erreicht werden kann. Mein Beileid an die Eltern.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Andrea Mordasini, Bern am 15.06.2011 23:10 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Kraft und Trost den Hinterbliebenen

    Ich kenne mich weder mit Pfadi/Cevi/Blauring aus noch mit dem Bau von Seilbahnen. Ich will weder vorverurteilen, verurteilen und nach Schuldigen suchen. Der Fall ist und bleibt tragisch und traurig! Es gibt für Eltern nichts Schlimmeres, als den Verlust eines Kindes :-(. Ich bin selber zweifache Mutter, das Schicksal von Riccarda/Zack bewegt mich sehr:-(. Ich fühle und leide mit ihren Angehörigen und wünsche Ihnen von ganzem Herzen viel Kraft und Trost in dieser schweren Zeit. Mit stillem Gruss :-(

  • Don_Jorge am 15.06.2011 14:06 Report Diesen Beitrag melden

    Muss das sein?

    Verstehe nicht warum solche "Spiele" in einem Lager nötig sind.

  • Argumente am 15.06.2011 09:46 Report Diesen Beitrag melden

    Susi

    Zum Teil sind es echt komische Argumente welche zu lesen sind. Auch gute Besserung dem Mädchen! Sie ist tot, was wird besser?

  • Aurelius Maximus am 15.06.2011 09:15 Report Diesen Beitrag melden

    Panikmache

    Ich leite seit mehreren Jahren aktiv bei der Pfadi und finde es schade, dass wegen so einem blöden Vorfall die ganzen Jugendorganisationen in ein schlechtes Licht geraten. Wir bauen selber oft Seilbahnen (an Stufenübertritten etc..) und bis jetzt ist es auch noch nie ein kleines bisschen gefährlich worden. Ich weiss nicht genau wie der Unfall bei der Cevi passiert ist, kann mir aber kaum vorstellen, dass dies ohne fahrlässiges handeln passiert ist.

    • Steve/Clothier am 15.06.2011 23:03 Report Diesen Beitrag melden

      Panikmache

      übereagierung ist jetzt überall zu sehen in mehrer Länder.

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  • 360smile am 15.06.2011 08:54 Report Diesen Beitrag melden

    Schlagzeilen

    Leute ich bin sie 10 Jahren in der Pfadi und habe schon viele Seilbrücken gebaut und ausprobiert. Was passiert ist, ist tragisch aber was wir da tun, ist nicht Riskanter als zum Beispiel Velofahren und wenn da jemand stirbt wird das auch keine Schlagzeile. Nochmals herzliches Beileid an die Familie und die cevi