Wohlen AG

15. Juli 2014 10:50; Akt: 15.07.2014 11:23 Print

Aargauer Messerstecher kommt vor Gericht

Ein junger Mann hat im Januar seine Ehefrau mit einem Küchenmesser attackiert. Die Staatsanwaltschaft klagt ihn nun wegen versuchter vorsätzlicher Tötung an.

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Der Kosovo-Albaner verletzte seine Frau mit einem Messer am Hals und an Armen und Beinen. (Bild: Kapo AG)

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Die Aargauer Staatsanwaltschaft hat gegen einen 24-jährigen Mann Anklage wegen versuchter vorsätzlicher Tötung erhoben. Der Beschuldigte hatte Ende Januar seine ebenfalls 24-jährige Frau plötzlich mit einem Rüstmesser attackiert. Dabei stach der Kosovo-Albaner mehrmals auf seine Frau ein und verletzte sie am Kopf und Hals sowie an den Armen und Beinen.

Nach einem heftigen Kampf liess der Mann von seinem Opfer ab und verliess fluchtartig den Tatort. Er konnte ins Ausland fliehen und wurde von der Aargauer Polizei international zur Fahndung ausgeschrieben. Im Februar konnte der Täter in Ungarn verhaftet werden, im März wurde er an die Schweiz ausgeliefert.

Zwölf Jahre Haft gefordert

Die Schweizerin und der Kosovo-Albaner hatten vergangenes Jahr geheiratet. Der Mann hatte sich damals erst seit wenigen Wochen in der Schweiz aufgehalten.

Der Beschuldigte ist grundsätzlich geständig und befindet sich in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Freiheitsstrafe von zwölf Jahren.

(ale)